... der besonderen Art standen dieses Wochenende an. Am Freitag Abend habe ich mich mit einer Bekannten in der alten Schule "Koulu" getroffen, um ein wenig zu reden, später am Abend haben wir in einer anderen Bar dann zufällig Oliver und eine Freundin von ihm getroffen, die ich vergangene Woche auf der brasilianischen Karnevalsparty kennen gelernt hatte. Als meine Begleitung vom Anfang des Abends dann nach Hause musste, habe ich den restlichen Abend noch mit Oliver uns seiner Freundin bei lustigen Wissenschaftsdiskussionen verbracht.
Am Samstag Nachmittag war ich dann mit Cecilia, einer Doktorandin aus Schweden, verabredet. Wir hatten uns letztes Jahr beim "Wissenschaftliche Präsentationen"-Kurs kennengelernt und seitdem ab und an zum Mittagessen getroffen. Letztens haben wir festgestellt, dass wir beide Geocacher sind und wollten nun gemeinsam ein paar Verstecke in der Nähe der Universität finden. Nach einem nicht ganz so günstigen Start - die erste Dose konnten wir nicht finden, wir vermuten sie aber hinter einer dicken Eisschicht in einer kleinen Höhle - waren wir mit drei gefundenen von vier gesuchten Geocaches doch noch recht erfolgreich. Zum aufwärmen hat mich Cecilia dann noch auf eine Tasse Tee in ihrer Wohnung eingeladen... mit Blick auf den Park am Observatorium, da wird man schon ein wenig neidisch ;).
Für Samstag Abend hatte mich Oliver dann zu einer besonderen Geburtstagsfeier als Begleitung eingeladen. Denn am 12.02. ist nicht nur Olivers Geburtstag, er teilt seinen Geburtstag u.a. mit Charles Darwin. Und einer unserer Senior-Researcher, Adolfo, feiert diesen "Darwin-Day" jedes Jahr mit einem Fest bei sich zuhause.
Zunächst wurden wir mit einer "Ursuppe", die dank Trockeneis im Getränk schön brodelte und schäumte, als Aperativ empfangen. Danach wurden alle Gäste in den Garten gebeten. In Teams von 4-5 Leuten sollten wir dann folgende Frage beantworten, indem wir die Antwort aus Schnee formten: "Welches noch lebende Tier ist am nähsten verwandt mit einem Wal". Eine Viertel Stunde später war der Vorgarten um 3 Nilpferde und einen Riesen-Salamander reicher - die Riesen-Salamander-Gruppe begründete ihre Schneeskulptur damit, dass Nilpferde vom Aussterben bedroht seien und man sich nicht sicher sein könne, dass Nilpferde noch als lebende Verwandte gelten, wenn sie fertig sind mit dem Bauen. Also hätten sie ein Amphibium gewählt, dessen Überlebenschancen besser seien.
Der Riesen-Salamander.
Das erste Nilpferd war sehr klein, aber dafür das niedlichste der drei Nilpferde.
Ein Breitschnautzen-Nilpferd mit blauen Augen...
... und ein eher an ein Schwein erinnerndes Nilpferd waren das Ergebnis der Schneebastelei in Adolfos Garten.
Während die Gäste im Garten also Schnee-Nilpferde (und einen Riesen-Samalander) bastelten, wurde der Küchentisch mit einem "phylogenetischem Baum", einem Evolutions-Stammbaum, dekoriert und mit Speisen aus ausgewählten Vertretern des Stammbaums gedeckt. So gab es als Vorspeise eine Fischsuppe, die man mit verschiedenen Meeresfrüchten, Fisch, Nudeln und Pilzen verfeinern konnte. Als Hauptspeise standen Reis, Brokoli, Schweinekotletts, Froschschenkel, und Hühnchen bereit. Zudem gab es einen Dinosaurier aus Guacamole und Hefe als Bestanteil von Bier. Die Milchsäure-Bakterien im Joghurt deckten dann noch das Reich der Bakterien ab - damit auch alle großen Gruppen an Lebewesen vertreten waren.
Die farbigen Streifen auf dem Tisch markieren die Zweige des phylogenetischen Baums...
... und es waren viele verschiedene Spezies zum Probieren vorhanden.
Die Nachspeise, selbstgemachtes Whiskey-Eis, war Teil eines "Darwin-Quiz" mit 25 Fragen zu Charles Darwin, die in Zweiergruppen beantwortet werden sollten. Die meisten der Fragen waren sehr interessant, aber doch recht schwer zu beantworten. Die beste Gruppe hatte am Ende des Abends 15 der 25 Fragen richtig beantwortet, aber dafür haben wir alle viel über Charles Darwin gelernt. Unter anderem, dass das letzte Getränk, das er vor seinem Tode zu sich genommen hat, Whiskey war - als Tipp für diese Frage diente das Dessert.
























