Freitag, 18. Januar 2013

Kaum einen Abend zuhause

zu verbringen, war eigentlich nicht mein Plan für die vergangenen zwei Wochen. Aber irgendwie ergab sich dann doch spontan immer wieder ein Grund, nach der Arbeit nicht nach Hause zu gehen. Die Dienstag Abende sind wie bisher für den Brettspiel-Club reserviert. Vergangene Woche gab es eine spontane Einladung zum Pizza backen bei Lowa, einer Couchsurferin aus Frankreich und ein Abend in einer Bar mit anderen Nutzern von Couchsurfing. 

Am Samstag habe ich dann Linnea und Mikael bei ihren ersten Umzugsvorbereitungen geholfen. Mikael wird im Februar einen neuen Job in Vaasa, ca. 400 km nördlich, anfangen. Das heißt leider, dass die beiden ende Januar umziehen werden und Linnea wollte schon einmal mit dem Packen anfangen. Also haben wir uns in der Stadt am Baumarkt getroffen, Umzugskartons geholt und die Bücherregale in ihrer Wohnung leer geräumt. Selbst die Ikea-Kataloge von 2007 bis heute müssen mit umziehen. Nach getaner Arbeit wollten wir am Abend ein neues Restaurant austesten. Allerdings scheint es Samstag Abend fast unmöglich zu sein, irgendwo in Turku essen zu geben. Dafür gab es dann nach dem Essen genug Plätze in Koulu, der Bar in der alten Schule. Und ein lustiges Gesellschaftsspiel zum Zeitvertreib war auch schnell gefunden.

Linnea ist schon ein wenig verzweifelt, dass es in Vaasa keinen Ikea gibt. Da bleiben ihr dann nur noch ihre Kataloge oder ein Einkaufsausflug nach Tampere.



Für Sonntag hatten Milena und ich uns ein Squash-Feld reserviert. Zum ersten mal seit meinem Umzug nach Finnland habe ich es geschafft, wieder einen Mitspieler fürs Squash spielen zu finden. Die Auswahl der Halle fiel dann nicht sonderlich schwer, Turku verfügt nur über ein Sportzentrum mit Squash-Feldern. Dummer Weise haben wir es in unserer Vorfreude ein wenig übertrieben und das Feld gleich für zwei Stunden gebucht. Dementsprechend schmerzhaft war das Arbeiten am Montag, jede Bewegung des Schlag-Arms hat uns daran erinnert, dass wir es doch etwas langsamer hätten angehen sollen. Aber wir hatten viel Spaß und darauf kommt es doch schließlich an. Dann ist auch der Muskelkater nur halb so schlimm.

Diese Woche gab es gleich die nächste Gelegenheit zum Squash spielen. Ein Bekannter von Milena wollte gerne lernen, wie man Squash spielt und dachte, ich könnte ihm da weiterhelfen. Ich bin zwar nicht sicher, wie viel ich ihm erklären oder zeigen konnte, aber wir hatten einen lustigen Donnerstag Abend auf dem Squash-Feld. Mittwoch hat unser gesamtes Büro lange gearbeitet und den Abend dann noch in einer Bar bei einem Bier ausklingen lassen. Den letzten Abend der Woche habe ich mit Oliver beim Einkaufen verbracht. Alles keine großartigen Unternehmungen - naja, mal abgesehen von dem Bücher-Einpack-Wahnsinn bei Linnea - aber es reicht, um keine Langeweile aufkommen zu lassen :-). 

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