Samstag, 30. Juni 2012

Ein Leben nach der Konferenz...

... gibt es natürlich auch noch. Gestern wurde ich auf Arbeit zu einer Grill- und Waffelfeier mit anderen Doktoranden eingeladen. Eigentlich war auch noch ein Saunabesuch im Gespräch, aber da die Urlaubszeit bereits begonnen hat, war es wohl unmöglich, eine Reservierung für die Sauna im Studentenwohnheim vorzunehmen. Aber Grillen, quatschen, Essen, reden, Waffeln machen und noch mehr Unterhaltungen haben den Abend auch ohne Sauna super ausgefüllt :). Nur zum Überwinden des Jet-lags war die Grillparty nicht unbedingt die beste Idee... Ich kam sehr spät nach Hause und wollte dann noch unbedingt meinen Blog weiterschreiben. So dass ich schon fast wieder die Houston-typische Schlafenszeit erreicht hatte.

Den heutigen Tag habe ich dann mit ausschlafen und einem Schwimmbad-Besuch rumgebracht. Nachdem Sathya zurzeit einen Schwimmkurs besucht und noch neben dem Kurs etwas üben wollte, habe ich mich gestern überreden lassen, den heutigen Tag im Schwimmbad zu verbringen. Da das Wetter heute, im Gegensatz zu gestern, mit Regen und kalten 14 °C sowieso nicht sehr sommerlich war, haben wir mit dem Schwimmbad-Besuch wohl eine gute Wahl getroffen. Den morgigen Tag werde ich dann im Labor verbringen, schließlich fangen am Montag zwei Sommerstudenten ihr Praktikum bei mir an und ein paar Vorbereitungen sollten noch getroffen werden. Und für Jukka war leider auch kein anderer Termin mehr passend, um die Arbeit der kommenden Wochen durchzusprechen.

Freitag, mein zweiter Tag in Houston...

... war zugleich der letzte Tag in Kasias Wohngemeinschaft. Denn für die Zeit der Konferenz hatte ich ein Zimmer in einem der Konferenz-Hotels gebucht, mit der ersten Übernachtung von Freitag auf Samstag. Da Kasia am Nachmittag sowieso für ihren Nebenjob in die Nähe meines Hotels musste, haben wir uns noch einen netten Vormittag gemacht, bevor sie mich am Hotel abgesetzt hat. Ihre Mitbewohnerinnen hatten uns ein Café für das Frühstück empfohlen: The Breakfast Klub. Der langen Schlange nach zu urteilen, die vor dem Restaurant anstand, war dies kein Geheimtipp ;). 

Warteschlange vor dem Frühstücksklub.

Im Breakfast Klub gab es südamerikanisches Flair...

... und Waffeln mit Chicken Wings zum Frühstück.
Im Frühstücksklub wurde man mit Südamerikanischer Musik und den neuesten Sportergebnissen auf verschiedenen Fernsehmonitoren empfangen. Und natürlich mit gutem Frühstück versorgt. Wobei wir unser Frühstück eher zu einem Brunch ausgeweitet haben, denn ein Mittagessen war nach dem Besuch im Breakfast Klub nicht mehr nötig ;-). Und dank Styroporboxen zum Einpacken der Reste war auch für das Abendessen gesorgt. Auf unserem Tisch seht ihr vorne die Spezialität des Hauses: Waffel und Hähnchenflügel. Dahinter steht ein Pancake mit Ahornsirup (ich hatte den Pancake etwas kleiner erwartet, aber scheinbar haben mich die amerikanischen Filme getäuscht. Oder es ist, wie Kasia gesagt hat: In Texas ist alles etwas größer.). Kasias Frühstück bestand aus Bratkartoffeln, zwei Spiegeleiern und einer Waffel, vegetarierfreundlich ohne Chicken Wings.
 
Der Blick aus meinem Hotelzimmer... direkt auf den Hotel-Pool und einen Teil des Shopping-Centers.

Nach diesem Festmahl hat mich Kasia bei meinem Hotel abgesetzt und ist zur Arbeit gefahren. Ich habe eingecheckt, mein Hotel etwas begutachtet und die Hotelumgebung etwas erkundet. Gegenüber dem Hotel lag das größte Einkaufszentrum Houstons, in dem sich sogar eine Eislaufbahn befindet. Hinter dem Einkaufscenter befindet sich die "Waterwall", eine Wasserfall-Wand in einem kleinen Park. 
 
Die Eislaufbahn im Galeria-Einkaufszentrum.

 Die Waterwall und der kleine Park von vorne... 

 Und die Rückseite der Wasserfall-Wand. 

 Neben dem kleinen Park befanden sich mehrere Bürogebäude.

Neben einem dieser Bürokomplexe habe ich diese kleine Oase entdeckt... 

 ..., die das Zuhause verschiedener Wasservögel und einiger Wasserschildkröten ist.
 
Nach dem Spaziergang in der Hotelnachbarschaft habe ich mich mit dem Shuttle-Bus auf den Weg zum Konferenzzentrum gemacht, zum Anmelden und einen Überblick über das George Brown Convention Center verschaffen, in dem die Konferenz stattfand. Das Konferenzzentrum war riesig, über zwei Etagen verteilt fanden sich unzählige größere und kleinere Konferenzräume, große Theater/Säle und die gesamte unterste Etage war eine riesige Messehalle mit verschiedenen Poster-Ausstellungen, Messeständen und einer Restaurant-Meile. Zurück im Hotel ging es dann bald schlafen, schließlich wollte ich zum ersten Konferenztag wach und aufnahmefähig sein :).


Der erste volle Tag in Houston (Donnerstag)...

... diente dazu, die kulturellen Höhepunkte Houstons kennen zu lernen. Gleich nach dem Frühstück mit Kasias Mitbewohnerinnen haben wir uns deshalb auf den Weg zur "Menil Collection" gemacht. Der Menil ist private Kunstausstellung, die von altägyptischen und antiken, südamerikanischen Skulpturen über Fotografien bis hin zu Kunstwerken des Kubismus und Surrealismus. Eines der bekanntesten Werke der Menil Collection befand sich während unseres Besuches leider nicht in den Ausstellungsräumen - jemand fand es wohl eine tolle Idee, Picassos "Women in a red Armchair" zu besprühen. Direkt neben dem Menil befindet sich eine kleine Photo-Ausstellung, die wir anschließend besucht haben.

 Skulptur auf dem Weg von der Menil Collection zur Photographie-Ausstellung.

Nach den zwei Museumsbesuchen haben wir uns in einem nahegelegenen Restaurant mit zwei von Kasias Freundinnen zum Mittagessen getroffen - Ilirjana und Nicole. Wir haben uns nett unterhalten, und zum Ende des Treffens hat mich Nicole auf ihre Junggesellinen-Party am Samstag abend eingeladen.
 Der Weg zum Restaurant führte durch einen ruhigen Stadtteil Houstons, der mehr Vorort-Charakter hatte als ich es innerhalb der Stadt erwartet hätte. Auch das Restaurant hatte seinen eigenen Charme... Laut Restaurant-Führer ist die Bedienung dort unfreundlich. Gemessen an der "Überfreundlichkeit", die einem sonst überall in den USA entgegenströmt, wenn man ein Geschäft oder Restaurant betritt mag das sicherlich stimmen. Für ein deutsches Restaurant wäre der Service wohl Standard gewesen und nach beinahe einem Jahr in Finnland fand ich die Bedienung sehr freundlich ;). Was mich etwas irritiert hat, waren die Plüschtiere, die an den Wänden festgeklebt waren. Aber nach reichlich einer Stunde im Restaurant begann ich, die Kuscheltiere nicht mehr befremdlich und ein wenig unheimlich sondern eher lustig zu finden.

Vorort-Charme in der Nähe des Menils.

 Die Plüschtiere waren der Farbe nach sortiert an die Wand geklebt,...

 ... aber einigen Exemplaren wurde ein besonderer Platz zu teil.

Den Nachmittag haben wir mit einer weiteren Kunstausstellung mit Fotografien und moderner Kunst eingeläutet. Eigentlich ging es uns bei diesem Museumsbesuch hauptsächlich um einen Lichttunnel, aber der Tunnel selbst war am Ende weniger spektakulär, als erwartet - so dass wir uns noch kurz die Kunstausstellung angesehen haben. Während der Ausstellung habe ich mich mit Kasia über Geocaching unterhalten ... und sie mit dem Virus infiziert. Sie war so begeistert von der Idee, dass wir die nächste Gelegenheit ins Internet zu gehen genutzt haben, um Geocaches in unserer Nähe zu suchen. Den restlichen Nachmittag haben wir dann mit der Suche nach kleinen Dosen im Museums-Viertel verbracht. Und wir waren gar nicht mal so unerfolgreich, drei von fünf Caches haben wir entdeckt. Für die zwei fehlenden Geocaches wurden schon mehrere Wochen keine Funde mehr berichtet. 


 Kirche im Museumsviertel.

Ein kleiner Kunst-Park beim Museumsviertel, den wir unterwegs beim Geocaching entdeckt haben.

Kasias erster Geocache :)

Nach diesem kulturell und hobbymäßig ausgefülltem Tag haben wir uns beim gemeinsamen Abendessen mit Kasias Mitbewohnerinnen gestärkt und nett mit den anderen beiden Mädels unterhalten. Als es dann draußen dunkel wurde, hat mir Kasia beim Abendspaziergang mit dem Hund noch die gesamte Wohnanlage gezeigt. Ihre WG liegt in einem eingezäunten, bewachten Wohngebiet mit zwei Swimmingpools und vielen Grünflächen zwischen den Häusern. Achja: jaaa, in Houston gibt es noch Sonnenuntergänge im Sommer. Man kann nachts sogar ein paar Sterne sehen - die habe ich ehrlich gesagt schon ein wenig vermisst :-O. Nach dem Spaziergang bin ich jetlag-freundlich früh ins Bett gegangen :).

Donnerstag, 28. Juni 2012

Houston, wir haben ein Problem...

... war zum Glück nicht das Motto meiner Reise. Aber bei meinem Aufenthalt ging es ja auch nicht um Raumfahrt, sondern um Hormone - und neben der Konferenz auch ein wenig darum, die Stadt kennen zu lernen. Wie mittlerweile üblich werde ich euch über mehrere Tage verteilt von meiner Reise berichten. Diesmal kann es aber passieren, dass ich mehrere Tage zusammen fasse... schließlich will ich euch ja nicht mit Konferenz-Details langweilen sondern von den Erfahrungen neben der Konferenz erzählen :).

Die Reise ging mit dem Flugzeug von Turku via Stockholm und New York nach Houston. Da der letzte Flug innerhalb der USA statt fand, kam mein Flugzeug am kleinsten Terminal des Flughafens an. Der kleine Terminal verfügte nicht einmal über eine seperate Gepäckausgabe, so dass sich zwischen den Gepäckbändern all die Wiedersehens-Szenen abspielten... Ich war etwas verwirrt, denn ich erinnere mich nicht daran, auf dem Weg vom Flugzeug zum Gepäck irgend eine Sicherheitsschleuse passiert zu haben. Aber irgendwo muss ich die Schleuse übersehen haben, denn bei der Rückkehr musste ich die übliche Handgepäck- und Personenkontrolle passieren.

Nachdem ich mein Gepäck am Gepäckband abgeholt hatte, ging erst einmal die Suche nach Kasia, der Couchsurferin los, die mir angeboten hatte, mich vom Flughafen abzuholen. Kasia's Wohngemeinschaft liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Innenstadt, so dass wir eine reichliche Stunde Autofahrt im Berufsverkehr hatten, um uns etwas besser kennenzulernen. Während der Fahrt konnte ich vom Highway aus den ersten Blick auf die Innenstadt werfen:

Downtown Houston vom Highway aus.

Aus dem Auto bot sich auch der Anblick dieser vier Gestalten.

In Kasias Wohngemeinschaft (WG) angkommen, wurden mir erst einmal die Räume gezeigt und der WG-Hund Pepe vorgestellt. Kurz nach uns kamen auch Kasias Mitbewohner nach Hause, so dass wir gemeinsam Abendbrot gemacht haben, bevor ich sehr bald sehr müde auf der Couch eingeschlafen bin. Schließlich war es nach finnischer Zeit bereits weit nach Mitternacht!

Da mich der Zeitunterschied nun nach meiner Rückkehr quält, werde ich es für heute bei der Beschreibung meines Ankunftabends sein lassen. Bevor ich noch mehr Rechtschreibfehler einbaue, als ich es bisher sicherlich schon getan habe ;).

Mittwoch, 20. Juni 2012

Nur noch wenige Stunden...

... bis mein erstes Flugzeug startet! Das Poster ist gedruckt und sicher im Handgepäck verstaut. Auch der Koffer ist vollständig gepackt (hoffentlich), so dass ich mich morgen nach dem aufstehen nicht mehr viel machen muss. Dafür war es heute ein recht langer Tag. Vor allem, weil ich vor dem Abflug gern noch einmal zum Friseur gehen wollte, gestern aber nicht daran gedacht hatte, einen Termin auszumachen. Nach eineinhalb stündiger Suche hatte ich tatsächlich einen Friseursalon entdeckt, der noch für den gleichen Tag einen Termin frei hatte. Ich war in 12 Geschäften - was ich für den Innenstadtbereich einer 180.000 Einwohner-Stadt doch recht viel finde. Und all diese Salons waren bereits voll ausgebucht?! Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass halb Turku heute beim Friseur war... Aber was solls, ich habe noch einen Termin ergattert und das Kofferpacken ist nun auch erledigt. Entspannen kann ich ja dann morgen während des Fluges. Da ich nicht weiß, wie oft ich es in Texas schaffen werde meinen Laptop zu starten, wünsche ich euch eine schöne Woche :) Den nächsten Blogeintrag gibt es sicherlich am Freitag nächster Woche nach meiner Rückkehr.

Dienstag, 19. Juni 2012

Eine Geburtstagsfeier auf einem Restaurant-Boot...

... hat mich heute Abend vom Koffer packen abgehalten. Na gut, zugegeben, ich wollte mich auch etwas ablenken lassen :). Immerhin habe ich den halben Nachmittag in der Stadt zugebracht, Geld wechseln, Bücher kaufen, ein Gastgeschenk für die Couchsurferin aussuchen, bei der ich die ersten zwei Nächte in Houston schlafen werde... Und ich wusste gestern bereits, dass Renato eine kleine Geburtstagsfeier plant, so dass ich am Abend keine Zeit haben werde. Aber mir bleibt ja noch der morgige Abend, um meinen Koffer zu packen. Dann sollte auch mein Poster fertig ausgedruckt sein. Und Mittwoch früh startet das erste Flugzeug in Richtung USA. Die ersten zwei Tage kann ich zum ankommen und Stadt besichtigen nutzen, bevor ich vier Tage lang mit der Konferenz beschäftigt sein werde. Und nach 7 Tagen, am Mittwoch kommender Woche, geht es dann auch wieder zurück - Donnerstag werde ich dann wieder europäischen Boden unter meinen Füßen haben, die Zeitverschiebung und ein Nachtflug "klauen" mir sozusagen einen Tag ;).

Sonntag, 17. Juni 2012

Schlechtes Wetter zum Sonntag...

... und Kopfschmerzen den gesamten Tag über, haben meine Tagesplanung zunichte gemacht. Eigentlich wollte ich wie gestern nur kurz auf Arbeit fahren und danach noch eine kleine Erkundungstour mit dem Fahrrad unternehmen. Aber im Regen wirkte das ganze schon nicht mehr so verlockend. Und die Kopfschmerzen, die sich seit dem aufwachen in meinem Kopf ausbreiteten, haben meine Unternehmungslust auch nicht gerade gefördert. Nach der Arbeit im Labor habe ich noch schnell die (diesmal hoffentlich wirklich) letzten Änderungen an meinem Poster vorgenommen und sie gleich noch meinem Chef vorgelegt, der gerade in seinem Büro war... Danach ging es durch den Regen wieder nach Hause. Und das war es auch schon mit Aktivitäten für den Tag, denn um die Kopfschmerzen wieder loszuwerden, habe ich den gesamten Nachmittag geschlafen. Wenigstens sieht das Wetter nun wieder besser aus, so dass ich gleich nochmal eine halbe Stunde raus gehen werde, etwas frische Luft schnappen :).

Samstag, 16. Juni 2012

Ein Spaziergang durch Turku...

... sollte meine Nachmittagsbeschäftigung werden. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich in den letzten Wochen zu viel Zeit auf Arbeit und zu wenig Zeit draußen verbracht habe. Bisher hatte ich nur selten die Gelegenheit, den Sommer zu genießen und die letzte Erkundungstour durch die Stadt ist auch schon viel zu lange her...

Also habe ich die notwendige Arbeit auf den Vormittag verschoben und versucht, die Zeit im Labor so kurz wie möglich zu halten - immerhin musste ich noch mein Poster bearbeiten, bevor es endlich raus gehen konnte. Kamera und Geocaching-Equipment waren in meinem Rucksack und der - zugegeben wenig ausgeklügelte - Plan war, in eine Richtung zu laufen, in der ich bisher noch nie war, um dort nach Caches zu suchen und ein paar neue Bilder zu machen.

Das Geocaching war wenig erfolgreich, zwei Verstecke lagen so ruhig, dass es zumindest möglich war danach zu suchen. Die anderen Caches waren an zu belebten Stellen versteckt... bei gutem Wetter wird es glaube ich kaum möglich sein, die Schätze tagsüber zu bergen. Von den beiden möglichen Caches habe ich heute nur einen gefunden. Aber beide haben mich zu netten Orten in Turku geführt. 
Zunächst ging es noch an bekannten Orten vorbei, hinter der kleinen Allee beim Krankenhaus schlug ich dann aber eine andere Richtung ein, als die mir Bekannte. Schnell fand ich mich im Kupittaa-Park nahe meiner Arbeitsstelle wieder. Den Park kannte ich bereits vom Jahrmarkt-Wochenende, damals haben wir jedoch einen anderen Weg genommen.

 Die Allee beim Krankenhaus. Vielleicht erkennen sie ja ein paar von euch wieder, auch wenn nun kein Schnee mehr liegt und die Bäume grün sind :).

 Die Elch-Statue steht im Kupittaa-Park.

 Vom Park aus ging es weiter nach Nordwesten, denn in östliche Richtung wäre es wieder zum Stadtzentrum gegangen. Mein Weg führte mich vorbei an kleinen Einfamilien-Holzhäusern. Und ein Geocache in der Nähe wurde mir auf dem Handy auch angezeigt. Das Versteck lag beim "Museum für Gesundheitswesen", welches beim Notfallärzte-Zentrum der Kela (der gesetzlichen Krankenversicherung) steht. Bei diesem Cache war ich erfolgreich :). Und nicht nur das, neben dem Geocache und dem netten Holzhaus gab es noch etwas anderes zu sehen. Einen Stadthasen!

 Das ist das Notfall-Ärztehaus - Falls ich die Schilder richtig gedeutet habe.

 Das Museum für Gesundheitswesen...

 ... mit einem Hasen im Vorgarten.

Ein lebendiger Hase ;).

Vom Ärztehaus aus führte mich mein Weg wieder langsam zurück in Richtung Stadtzentrum. Als nächstes wollte ich einen Geocache an der früheren Geburtsklinik Turkus "Heideken" suchen. Es hieß wohl früher, man müsse in diesem Krankenhaus geboren worden sein, um ein wahrer Turkuer zu sein. Heutzutage finden die Geburten aber meist im Universitätsklinikum statt. Den Schatz, der hier versteckt sein soll habe ich leider nicht gefunden. Das Haus war einfach zu groß, zusammen mit dem offen zugänglichen Hinterhof. So ganz ohne Hinweis waren einfach zu viele mögliche Verstecke abzusuchen. Vielleicht gelingt es mir ja an einem anderen Tag. Für heute habe ich nur ein Foto mitgebracht. 

Die Geburtsklinik "Heideken".

Der Weg zurück zum Zentrum führte mich durch den Sampalinna-Park, in dem sich ein beheiztes Freibad befindet. Außerdem kann man vom Park aus auf die Innenstadt und den Dom blicken. 

Ausblick vom Sampalinna-Park.

Ein Abteilungsausflug zum Start ins Wochenende...

... und in die Sommerurlaubszeit führte uns heute zu einem Rhododendron-Park. Etwa 15 Minuten mit dem Auto von Turku entfernt liegt ein kleiner Waldabschnitt, in dem viele Rhododendron-Sträucher wachsen. Da die Sträucher nur eine kurze Zeit blühen, wurde der Ausflug recht kurzfristig geplant, verglichen mit dem letzten Ausflug nach Ruissalo im Frühling. Dafür fiel der Trip heute auch kürzer aus -  es gab einen kurzen Spaziergang durch den Park mit einer Kaffeepause am Meer statt des üblichen Freitagskaffees.


 Rhododendron-Sträucher...

 ... im Rhododendron-Park. 

Der Park liegt am Meer...

 ... und bietet nicht nur Sträucher und mit etwas Glück auch Tiere vor die Kameralinse :).


Nach dem Ausflug wurde dann mein gestriges Erfolgserlebnis zunichte gemacht. Hatte ich tatsächlich geschrieben, dass mein Poster bereit zum Drucken ist? Ich hätte es vermutlich nicht Matti, meinem Professor, geben sollen... Das hätte mir jedenfalls einige Korrekturvorschläge erspart. Andererseits habe ich noch bis Montag vormittag Zeit, um das Poster zu verändern. Heute wollte die Druckerei keine Aufträge mehr annehmen...

Zum Abschluss des Tages habe ich mich mit Renato zum Bierfestival "suuret oluet, pienet panimot - große Biere, kleine Brauereien" in Turku getroffen. Vier Tage lang kann man hinter der Bibliothek Biere verschiedenster kleiner Brauereien in Finnland kosten. Auf dem Festival habe ich zwei Mitglieder des Brettspielclubs getroffen. Und angeblich wurde ich schon vermisst.... Aber die letzten Wochen habe ich einfach keine Zeit dafür gefunden. Diese Woche wollte ich am Dienstag endlich einmal wieder früh Feierabend machen, um dem Brettspielclub einen Besuch abzustatten. Aber mir fiel erst am Dienstag Abend gegen 19 Uhr ein, dass bereits Dienstag ist. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass nach der Konferenz mein Zeitmanagement wieder etwas besser strukturiert ist :). 

Das Bierfestival.


Freitag, 15. Juni 2012

Mein Poster für die Konferenz...

... in Houston, Texas kommende Woche ist fertig! Ja, fertig. Wenn mein Betreuer nun beim zweiten Lesen keine Einwände mehr hat, kann ich es bereits morgen zum Drucken geben. Ich glaub es selbst noch kaum. Mittwoch früh geht mein Flug und ich habe mein Poster mehr als 5 Tage vorher beendet und bereits Korrektur lesen lassen! Endlich einmal kein Abgabetermin-Stress. Das heißt, ich muss mir keine Nächte um die Ohren hauen, um auf den letzten Drücker fertig zu werden.

So, genug Eigenlob... Die Konferenz kann kommen: Mein Poster ist druckbereit, Flüge sind gebucht, das Hotel während der Konferenz ist reserviert und ich habe eine Couchsurfing-Gelegenheit für den zweitägigen Aufenthalt vor Konferenz gefunden. Die elektronische Reisegenehmigung (das "Visum") wurde heute auch ausgestellt und am Wochenende ist Geld umtauschen und Reisetasche packen angesagt. Und dann kann ich das Konferenz-Programm etwas genauer studieren. Bei erwarteten 8000 Teilnehmern mit über 200 Präsentationen und mehren hundert Postern täglich könnte das etwas länger dauern. Aber glücklicher Weise kann man das Programm in elektronischer Form sehr leicht nach Schlagwörtern durchsuchen... und für unterwegs gibt es das elektronische Programm sogar in einer Handy-taugliche Version.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Verträge in Finnland...

... abzuschließen, ist wirklich nicht so einfach - zumindest als Ausländer. Nachdem ich mich nun damit abgefunden hatte, eine Kaution für meinen Internet- und Mobilfunkvertrag zu hinterlegen, wurde ich heute mit neuen Problemen konfrontiert. Ich war bei meiner Bank, um nun endlich online-Banking zu beantragen. Und wenn ich schon einmal einen Vormittag für die Bank einplane, wollte ich gleich noch nach einer Kreditkarte fragen. Schließlich kommt es doch manchmal vor, dass ich Flüge buche oder eventuell auch die Hotelkosten für eine Konferenz erst einmal vorstrecken muss. Und für solche Gelegenheiten wäre eine Kreditkarte für mein finnisches Konto sehr praktisch. Immerhin geht mein Gehalt auf dieses Konto und es wäre nur logisch, wenn auch die Ausgaben vom gleichen Konto abgehen... Das online-Banking war schnell erledigt, denn dafür war die einzige Zusatzbedingung für Ausländer, dass man bereits 6 Monate Kunde der Bank ist.

Auch die Erfüllung meines Kreditkarten-Wunsches schien nach einer Stunde Frage-Antwort-Spiel schon in greifbarer Nähe. Schließlich wurde ich schon befragt, welche monatliche Rückzahlung maximal gefordert werden sollte... Kleinigkeiten zum Vertrag also. An dem Punkt dachte ich übrigens, ich habe das Konzept einer Kreditkarte eventuell nicht verstanden. Zumindest finde ich es immer noch verwirrend, dass ich im Monat mehr Geld mit der Karte ausgeben kann, als ich am Ende des Monats zurück zahlen muss. Das klingt ein wenig nach Schuldenfalle ;-).
Plötzlich kam jedoch die Frage auf, ob ich einen finnischen Ausweis besitze. Die finnische Sozialversicherung reichte der Bankangestellten nicht und auch die regelmäßigen Gehaltseinzahlungen auf das Konto waren scheinbar keine ausreichende Sicherheit. Sie wollte mir zumindest keine Kreditkarte ausstellen, solange ich keinen finnischen Ausweis besitze. Den Ausweis kann ich, da ich mehrere Jahre hier leben werde, bei der Polizei beantragen. Bisher gab es dazu allerdings keine Notwendigkeit. Da ich aber doch gerne eine Kreditkarte für mein finnisches Konto habe, werde ich mir nun doch einen finnischen Ausweis ausstellen lassen. Irgendwann, sobald ich Zeit dafür finde... Also nach der große Konferenz in Texas.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Ein Schreibtisch voll farbiger Heftnotizen...

... erwartet meinen Betreuer morgen früh :). Nachdem der Kurs nun vorbei ist und ich wieder Zeit finde, im Labor tätig zu sein, wollen viele Versuche und neue Ergebnisse besprochen werden. Allerdings ist Jukka die nächste Zeit im Krankenhaus als Arzt tätig, so dass ich ihn tagsüber nur schwer erreiche. Also klebe ich abends Heftnotizen mit den wichtigsten Neuigkeiten auf seinen Schreibtisch - und für Notfälle behalte ich mir noch die Option einer eMail vor.

Der Arbeitstag endete heute für mich übrigens mit einer erfreulichen eMail, ich hab den Kurs bestanden. Juhuuuu! Aber insgeheim hat doch niemand daran gezweifelt, oder? ;)

Montag, 11. Juni 2012

Ein Labor voller Sommerstudenten...

... erwartete mich heute nach den zwei Wochen im Kurs. Seit dem 1. Juni machen mehrere Medizinstudenten bei uns Praktikum. Überall trifft man neue Gesichter und jeder bisher nicht besetzte Arbeitsplatz ist nun in Gebrauch. Nur mein Sommerstudent, der bei mir in der Gruppe mitarbeiten soll, alsolviert sein Praktikum ersten nächsten Monat. Mit dem Kurs bis letzten Freitag und der Reise nach Texas Mitte nächster Woche hätte ich im Juni nicht genug Zeit für die Betreuung des Studenten gehabt. Vielleicht ist es auch besser, dass sich nicht noch ein weiterer Neuling in den Laboren tummelt so kurz vor der Haupturlaubszeit. Im Juli, wenn mein Sommerstudent dann sein Praktikum absolviert und zusätzlich noch eine Praktikantin in unserer Arbeitsgruppe anfängt, sind die Labore und Büros leer. Vermutlich wird halb Turku leer sein, weil viele Finnen ihren Urlaub in einer kleinen Hütte am See oder Meer verbringen.
Mal sehen, wie lange ich brauche, um alle Namen und Herkunftsländer unserer Sommerstudenten zu lernen. Falls mir das überhaupt gelingt, Namen lernen liegt mir ja eigentlich nicht sonderlich gut...

Sonntag, 10. Juni 2012

Einmal Vepsä und zurück...

... lautete mein Sonntagsprogramm. Vepsä ist eine kleine Insel vor Turku, die dreimal am Tag von einer kleinen Fähre angefahren wird. 

 Eine kleine Orientierungshilfe von Google, Vepsä liegt im roten Kreis links unten.

 Eine der Inseln an denen man auf dem Weg nach Vepsä vorbei fährt.

Die Insel ist wirklich klein, etwa 500 x 800 Meter, aber es finden sich insgesamt drei Geocaches auf Vepsä. Und beim letzten Geocaching-Ausflug mit Couchsurfern hatte ich mich bereits mit einer der Frauen, Marika, abgesprochen, noch einmal ein paar Verstecke ausfindig zu machen. Eigentlich war unser Plan, die Caches in der Innenstadt zu suchen, aber dort sind jetzt im Sommer bei dem schönen Wetter und den vielen Sonnenstunden einfach zu viele Leute unterwegs. Zumindest am Wochenende... Darum hatte sie die Idee, dass wir mit dem Boot nach Vepsä fahren könnten, um dort die drei Geocaches zu suchen - mit Erfolg. Bereits nach zwei Stunden hatten wir uns in die drei Logbücher eingeschrieben und die Insel in jede Richtung mindestens einmal durchquert, so dass wir vor sogar noch Zeit für einen Kaffee vor der Rückfahrt hatten. 

Der Ausblick vom ersten Geocache aus n Richtung Meer. 

 Der Weg zum zweiten Schatz war felsig, bot aber eine ähnlich schöne Aussicht.

 Natur pur.

Alles in allem hatten wir einen erfolgreichen, sonnigen Nachmittag. Für einen Tagesausflug eignet sich die Insel auf jeden Fall, wir haben unterwegs mindestens drei Sauna-Häuser gesehen, die man mieten könnte. Öffentliche Grillplätze und ein Restaurant gibt es auch. Und für diejenigen, denen ein Tag Abgeschiedenheit am Meer noch nicht genug ist, finden sich auch ein paar Hütten zum Schlafen oder Zeltplätze. Ich habe mir sagen lassen, zu Mittsommer sei die Insel nicht so menschenleer, wie wir sie heute vorgefunden haben. Wohl aber eher wegen der Nähe zur Stadt, der günstigen Überfahrt und den Konzerten an Mittsommer und nicht, weil es auf Vepsä so viel zu entdecken gibt :). Von den drei heute gefundenen Geocaches mal abgesehen.

Die Aussicht vom Boot auf dem Weg zurück nach Turku.

Der Kurs ist vorbei...

... die Gruppenarbeit vorgestellt und die Prüfung geschrieben. Die finnische Universität scheint deutlich mehr Wert auf die Evaluierung der Vorlesungen zu legen, als dies in Jena der Fall war. In Köthen gab es wenn ich mich richtig erinnere nicht einmal Umfragebögen zur Qualität der Vorlesungen... In Turku bekommt man die Vorlesung erst anerkannt, wenn zusätzlich zur Prüfung, Seminararbeit o.ä. noch der Evaluierungsbogen ausgefüllt wurde. Bisher hatte ich nur erlebt, dass ein Link zur Umfrage per eMail versendet wird und der Kursleiter eine Information erhält, wer den Fragebogen bereits online ausgefüllt hat. Am Freitag lagen jeweils 2 Blätter auf den Tischen. Die Klausurfragen und der Umfrage-Bogen für die Kursbewertung. Eine nette Kombination, so konnte man sich zumindest gleich ein Bild davon machen, welche Vorlesungen für den Test wirklich wichtig waren, und welche man eventuell gegen wichtigere Vorträge austauschen könnte. Und die Umfrage lenkt einen nach der Klausur gleich ein wenig ab, so dass man nicht mehr dauernd grübelt, ob doch eine andere Antwort bei Frage 35 richtig gewesen wäre...

Nach der Klausur habe ich endlich einen Termin für den Lehrgang für die Arbeit mit radioaktiven Substanzen geben lassen. Es war schon längere Zeit geplant, einen neuen Test für Hormonmessungen zu probieren, der mit radioaktivem Material funktioniert. Ich wusste also schon eine Weile, dass ich irgendwann die Lizenz für die Arbeit mit radioaktiven Stoffen benötige. Bisher war uns der Test aber immer zu teuer, doch seit einer Woche haben wir das Material nun in Turku. Ende nächster Woche lerne ich dann, wie ich damit auch richtig umgehe.

Den restlichen Nachmittag habe ich damit verbracht, endlich einen Versuch zu Ende zu führen, den ich unter der Woche begonnen hatte und all die Dinge zu sortieren, die sich unter der Woche auf meinem Schreibtisch angesammelt haben: neue Blutproben von Patienten, Gewebeschnitte fürs Mikroskopieren u.ä.. Direkt nach der Arbeit habe ich mich auf den Weg zum Studentendorf gemacht, wo Stefania einen aller-aller-letzten gemeinsamen Abend mit Sathya, Ashutosh, Matteo und mir geplant hatte, bevor ihr Flugzeug Samstag früh ging. Diesmal gab es Abschiedsgeschenke von Stefania für uns - sehr lustige Mumin-Tassen, die uns in der Kaffeepause an sie erinnern sollen. Sathyas Tasse zeigt ein Ehepaar, passend zu ihrer bevorstehenden Hochzeit Ende Oktober. Auf Ashutosh Tasse befindet sich ein Mumin mit einer Schatztruhe, damit er auch so reich wird und sich all die Dinge kaufen kann, von denen er gern schwärmt. Scheinbar habe ich den "wissenschaftlichsten" Eindruck hinterlassen, zumindest befindet sich auf meiner Tasse ein Forscher:

Meine neue Kaffeetasse...
 

... von Stefania. Ich frage mich ja, wer ihr verraten hat, dass ich in einem meiner Praktika mit Raupen(speichel) gearbeitet habe?!  Auf jeden Fall eine nette Idee :)

Kurz nach 23 Uhr haben wir uns dann endgültig von Stefania verabschiedet. Zumindest bis auf längere Zeit, denn irgendwann werden wir uns hoffentlich mal wieder treffen, für einen Kurzurlaub in Lappland oder wenn wir sie mal in Paris besuchen :). Auf dem Weg zur Bushaltestelle habe ich Karin, eine Kollegin aus dem Labor getroffen und sie hat mich eingeladen, mit ihr und ihren Freunden grillen zu gehen. Nach der Klausur war mir am Freitag Abend sowieso nach Feiern und die Gelegenheit, meine Kollegin etwas besser und neue Leute kennenzulernen, wollte ich mir nicht entgehen lassen. Und so saß ich plötzlich gegen halb 12 Uhr nachts mit Austauschstudenten aus aller Welt auf einem kleinen Grillplatz im Studentendorf. Zwei Stunden später haben wir uns auf den Weg zu einer Disco in der Stadt gemacht. Dort lief ich dann zufällig Marion, der Kollegin aus Deutschland, über den Weg, die das Ende des Kurses auch feiern wollte. Und mit der Idee waren wir scheinbar nicht allein, denn kurz darauf haben wir noch einen dritten Kursteilnehmer getroffen, der auch zufällig im selben Club gelandet ist. Kurz vor vier, als die Musik aufhörte zu spielen, haben wir uns dann auf den Weg nach Hause gemacht. 

 Der Dom auf dem Weg in die Stadt. Es war viertel vor zwei und somit der dunkelste Zeitpunkt der Nacht. Komplett dunkel wird es so nah zur Sonnenwende nicht mehr, irgendwo findet sich immer etwas Dämmerung am Horizont, entweder vom Sonnenuntergang oder vom nächsten Sonnenaufgang.

 Der Marktplatz gegen 4 Uhr morgens. Diese vielen Sonnenstunden verwirren meine innere Uhr irgendwie.

Nach dem unerwartet langen Freitag hieß es heute erst einmal etwas länger schlafen. Am Nachmittag musste ich noch ein paar Stunden ins Labor und wieder zuhause angekommen habe ich Abendbrot gekocht und mir einen Film angeschaut.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Nur noch ein Tag voller Vorlesungen...

... und eine kurze Präsentation muss ich für den aktuellen Kurs noch bewältigen. Naja, und die Klausur am Freitag. Aber bisher hoffe ich noch, dass sich in meinem Kopf schon viel Wissen aus den Vorlesungen angesammelt hat. Für eine Sache - von neuem Wissen mal abgesehen - war der Kurs bereits gut... Ich weiß nun von den meisten Dozenten meines Fachbereichs, ob sie gute Vorlesungen halten. Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass es für den Kurs spricht, dass ich mich auf die Vortragsweise des Dozenten konzentrieren kann. Zumindest spricht es für das Department, dass die Vorlesungen meiner Kollegen zu den besseren Vorlesungen gehörten.
Dass ich sonst nichts zu berichten habe, spricht aber generell gegen mein Zeitmanagement, ich erlebe einfach zu wenig zwischen und nach den Vorlesungen... Hoffentlich wird sich das nach der Klausur am Freitag wieder verbessern :-).

Sonntag, 3. Juni 2012

Unsere französische Masterstudentin...

... startet morgen in ihre letzte Woche in Finnland. Dieses Wochenende war somit ihr letztes Wochenende in Turku und das bedeutete, Abschied nehmen... Freitag Nachmittag habe ich mich daher zuerst mit Sathya in der Stadt getroffen, um ein kleines Abschiedsgeschenk für Stefania zu suchen. Nach dem Shoppen haben wir uns ein Restaurant zum Abendessen gesucht und dort auf Stefanie und zwei weitere Freunde gewartet. Zu fünft ging es dann zum Feiern in eine kleine Bar, ein Bier/Cider trinken, quatschen und Späße machen.
Samstag vormittag habe ich in der Stadt noch den letzten Teil unseres Abschiedsgeschenkes besorgt, eine Flasche Wein namens "Jorma", ein kleiner Scherz da ihr Betreuer in Turku Jorma heißt :). Mittags habe ich mich mit meinem Betreuer getroffen, um unsere Pläne für den Sommer durchzusprechen. Da er ab Montag für 4 Monate in der Klinik arbeiten wird, wollten wir schon einmal durchsprechen, welche Versuche unser Sommerstudent im Juli machen könnte und wobei mir eine Praktikantin helfen kann, die im Juli und August für uns arbeiten wird. Und auch die Konferenz in Houston rückt immer näher, so langsam mussten wir entscheiden, welche Ergebnisse wir dort vorstellen wollen, und was wir besser noch geheim halten, um unsere Konkurenz nicht erst auf neue Ideen zu bringen... Auf dem Weg nach Hause habe ich noch den Wochenend-Einkauf erlerdigt und Muffin-Zutaten gekauft, um für Stefanias Abschiedsfeier das Desert zu backen. Mit den Geschenken und Muffins im Gepäck ging es dann zum Studentenwohnheim zu Stefanias Abschiedsfeier.

 Die Jungs beim Essen kochen...

 ... und das fertige Ergebnis. Curry-Hühnchen, indisches Fladenbrot, Ofenkartoffeln und Weißkohl.

Nachtisch gab es anschließend auch noch. Erdbeeren, Rührkuchen und Krümelmonster-Muffins.

Zugegeben, irgendwie haben wir die Menge an Essen unterschätzt. Selbst wenn einer unserer Kollegen nicht abgesagt hätte, wäre es noch viel zu viel gewesen. Nach dem Abendbrot waren die Geschenke an der Reihe. "Jorma", der Wein, kam besser an als vermutet. Stefania freute sich auch über das Backbuch, das Sathya am Freitag ausgewählt hatte.

Für heute hatte ich eigentlich meinen Ikea-Besuch vorgesehen. Der fiel ja letztes Wochenende wegen Pfingsten aus. Allerdings hat sich mein Magen über die Nacht dazu entschlossen, mal ein wenig zu rebellieren und meine Sonntagspläne zu durchkreuzen. Entweder mir hat das gestrige Essen auf den Magen geschlagen, oder ich hab mir einen kleinen Infekt eingefangen. So oder so, den heutigen Tag habe ich hauptsächlich mit Schlafen und Tee trinken zugebracht. Und Ikea muss noch einmal warten :-(.