Donnerstag, 21. März 2013

5 Tage Düsseldorf...

... und mein erster Fachvortrag auf einer großen Konferenz liegt hinter mir. Ja, ich weiss, der erste Vortrag auf einer Konferenz war schon in Dresden im letzten Herbst. Aber vor Nachwuchsforschern spricht es sich dann doch noch einmal einfacher, als vor Professoren, Dozenten, Arbeitsgruppenleitern und Ärzten. Dementsprechend stressig waren die letzten Tage vor meiner Abreise. Alle wichtigen Versuche noch abchließen, die Daten optisch schön aufbearbeiten und die Präsentation erstellen und üben - und abends noch Freunde Treffen, Squash spielen und den Brettspielclub besuchen.
Vor einer Woche flog ich also früh am Morgen von Turku nach Düsseldorf. Da angekommen habe ich mein Gepäck im Hotel abgestellt und mich zum Messezentrum aufgemacht. Allerdings war ich so früh vor Ort, dass die Auswahl an Vorträgen sehr klein und Firmenpräsentations-Stände noch nicht aufgebaut waren. Zum späten Nachmittag hin füllte sich die Konferenz dann aber endlich auch mit anderen Doktoranden und Post-Docs. Für das Abendprogramm hatten sich die Veranstalter etwas nettes einfallen lassen - zuerst ging es in eine Ausstellung für Moderne Kunst mit privater Führung und anschließend gab es Abendessen in einem nahegelegenen Restaurant. Der zweite Konferenztag war angenehm ruhig und bot genug Gelegenheiten, andere Wissenschaftler kennen zu lernen - auch das Abendprogramm mit Livemusik und Poster-Vorträgen brachte ein paar nette Unterhaltungen und neue Kontakte. Am nächsten Tag war es dann vorbei mit der Ruhe. Der Raum, in dem ich meinen Vortrag gegeben habe war voll mit "wichtigen Leuten" und dementsprechen hoch war meine Aufregung. Aber am Ende lief alles gut, ich habe einige brauchbare Vorschläge bekommen und nette Diskussionen über die Arbeit geführt. Und zum Abschluss des Tages habe ich noch einen Studienfreund in Köln besucht und mit ihm und seinen Freunden seinen Geburtstag gefeiert. Samstag war dann der letzte Konferenztag, es wurden noch ein paar Visitenkarten ausgetauscht und die nächsten Meetings mit anderen "Jungen Wissenschaftlern" geplant, bevor alle Teilnehmer wieder ihren Heimweg antragten. Am Abend stand die nächste Geburtstagsfeier eines Freundes in Essen an. Glücklicher Weise konnte ich die letzte Nacht in Deutschland bei diesem Freund und seiner Freundin auf der Couch verbringen, so dass die Feier bis in die frühen Morgenstunden gehen konnte. Und am nächsten Tag musste ich bereits wieder nach Turku.
Entgegen meiner Erwartungen kam ich leider nicht dazu, mir Düsseldorf oder Köln mal etwas anzusehen oder gar Fotos zu machen. Ich habe am Ende doch jeden Tag komplett auf der Konferenz verbracht, denn selbst wenn es keine interessanten Vorträge gab, konnte man immer ein paar Gesprächspartner finden und interessante Unterhaltungen führen. Darum gibt es also heute nur Text und keine Bilder...

Donnerstag, 7. März 2013

Estlands Unabhängigkeit...

... liegt zwar schon eine Weile zurück - und auch die Feierlichkeiten dazu sind nun schon einige Tage vorbei - aber ein kurzer Bericht zur estnischen Unabhängigkeitsparty wollte ich doch noch schreiben. Mir fehlt im Moment nur Abends meist die Zeit, ich bin entweder bis spät am Abend im Büro oder ich verbringe den Abend noch mit Kollegen und/oder Freunden... Aber ich versuche, das nächste mal nicht wieder erst 11 Tage nach dem eigentlichen Ereignis einen Beitrag zu schreiben.

Eigentlich feiert man in Estland am 24. Februar den Unabhängigkeitstag, doch dieses Datum fiel dieses Jahr auf einen Sonntag, so dass meine estnische Kollegin und ein paar ihrer Freunde die Feierlichkeiten auf Samstag Abend vorverlegt haben, mit dem Ziel, dass die Feier am eigentlichen Unabhängigkeitstag enden konnte und wir uns tagsüber am Sonntag noch erholen konnten, bevor wir am Montag wieder arbeiten mussten. 
Zur Begrüßung gab es ganz nach estnischer Tradition einen Wodka und einen Toast auf die Unabhängigkeit Estlands - natürlich auf estnisch: Terviseks! Nach dem Begrüßungsdrink nahm der Abend mit estnischen Snacks, Kartoffelsalat und Würstchen, estnischer Musik und vielen lustigen Gesprächen seinen Lauf. Um Mitternacht wurde dann noch einmal angestoßen und anschließend haben wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht, um dort in einem Nachtclub weiter zu feiern. Irgendwann in der Nacht wurde uns der Musikgeschmack des DJs doch etwas zu skuril, so dass die meisten von uns wieder zum Studentenwohnheim gegangen sind. Dort haben wir dann noch eine Weile zusammen gesessen, Musik gehört und unser Wissen über Estland mit einem Quiz erweitert.

 Ein Teil der estnischen Spezialitäten. Mit selbstgemalten Fähnchen :).


In den letzten Tagen hat der finnische Winter noch einmal gut nachgelegt mit Neuschnee. Überall ist es weiß und winterlich. So winterlich, dass sich sogar ein Schneemann vor das Gebäude des Medizin-Fachbereichs getraut hat. Ich muss zugeben, unser kleiner Schneehaufen für Olivers Geburtstag vor einigen Wochen kann mit diesem Schneemann leider nicht mithalten.

Ein Schneemann vor der Uni... ist es dann ein Schneestudent?!