Mittwoch, 29. Februar 2012

Die nächsten Tage...

... werden relativ erholsam für mich - wenn man davon absieht, dass ich Dienstag und Mittwoch jeweils einen Vortrag halten werde. Morgen Nachmittag gehe ich mit ein paar anderen Studenten zum Eisschwimmen. Oder weniger abschreckend gesagt, wir gehen in die Sauna und zum Abkühlen stürzen wir uns in die Ostsee. Ich weiß nicht so recht, warum ich mir das noch einmal antun möchte. Schließlich habe ich den Spaß doch schon Ende Oktober ausprobiert ( Sauna und Schwimmen auf einer Konferenz ). Eigentlich wollte ich diesmal nur Sathya dazu überreden, an dem Sauna-Ausflug Teil zu nehmen - scheinbar haben meine "Argumente" mich selbst überzeugt...

Freitag ist Erholungs-Tag auf Arbeit, das heißt, statt zu arbeiten, unternimmt die ganze Abteilung gemeinsam etwas Nettes.  Freitag vormittag fahren wir deshalb nach Ruissalo, eine der Inseln vor Turku, gehen dort ein wenig spazieren, essen Erbsensuppe und Pfannkuchen und fahren anschließend zurück auf Arbeit. 

Für Sonntag planen wir Doktoranden dann eine Fahrt nach Hirvensalo, eine andere Archipel-Insel vor Turku, die mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist. Dort gibt es eine ganz kleine Ski-Piste, ideal für Anfänger und Wiedereinsteiger. Und da das ganze praktisch vor der Haustür zu finden ist, müssen wir doch auch mal diesen Wintersport wiederbeleben bzw. neu entdecken :).

So, da ihr nun wisst, was in den kommenden Tagen so bei mir ansteht, werdet ihr mir sicherlich auch nachsehen, dass der heutige Tag alles andere als interessant war. Ich saß den gesamten Tag am Mikroskop und dem dazugehörigen Computer um Bilder von meinen Gebeweproben aufzunehmen für das Gruppen-Meeting am kommenden Dienstag.

Und zurück aus der Filmwelt...

... direkt rein in den Laboralltag. Das heißt, Proben von einem Gefäß ins Andere geben, mit bunten Flüssigkeiten mischen, in Geräte stellen und vor sich hinwerkeln lassen. Also im Grunde nichts Spektakuläres - Alltag eben. Zum Ende des Arbeitstages habe ich Janne noch bei seiner Urlaubsplanung für eine kurze Reise quer durch Deutschland geholfen. Ich glaube er hatte gehofft, ich würde günstigere Preise für die ICE-Verbindungen finden :). Aber dabei helfen auch die Sprachkenntnisse nicht weiter. Nach der Arbeit habe ich noch dem Brettspiel-Club für zwei Stunden einen Besuch abgestattet. 
Zuhause habe ich mich dann daran gesetzt, meine nächste Präsentation vorzubereiten. Jeden Mittwoch halten zwei Studenten einen Vortrag für die Abteilung. Ein Vortragender stellt seine Arbeit, die bisherigen Ergebnisse und die weiteren Pläne für das Projekt vor. Die zweite Präsentation dient dazu, neue wissenschaftliche Artikel genauer unter die Lupe zu nehmen und die wichtigsten Aussagen in der Präsentation hervor zu heben. Nächste Woche Mittwoch bin ich zum ersten Mal mit einem Vortrag dran und habe mir zwei Artikel ausgesucht, die mit meinem Forschungsthema zu tun haben. Und um meine guten Vorsätze umzusetzen, nicht jeden Termin auf den letzten Drücker einzuhalten, habe ich heute Abend bereits mit der Arbeit angefangen.

Dienstag, 28. Februar 2012

Direkt von der Arbeit in's Paris der 30er...

... Jahre?! Kino macht's möglich :). Zusammen mit Stefania (französische Masterstudentin) und Sathya (indische Doktorandin) war ich heute im Kino den 3D-Film um "Hugo" (in Deutschland: "Hugo Cabret") anzusehen. Die Vorschau wirkte eher wie ein seichter Kinderfilm, doch die Kritiken waren sehr gut und deuteten an, dass der Film auch Erwachsene anspricht. Nachdem "Hugo" in der letzten Nacht auch noch 5 Oskar abgeräumt hat - u.a. für beste Spezialeffekte, Kamera und Ton - waren die Erwartungen heute Nachmittag recht groß. Und zumindest aus meiner Sicht wurden sie vollkommen erfüllt. Die Geschichte des Films gefiel mir sehr gut. Da vielleicht einige von euch sich nun noch überlegen, ihn anzusehen möchte ich diese hier jedoch nicht verraten. Es kann ja jeder bei Wikipedia nachlesen ( Handlung ). Von der Handlung einmal abgesehen, waren die Bilder im Film wirklich verzaubernd - und durch den 3D-Effekt wurde man in die Geschichte hinein gezogen. Vielleicht gefiel er mir deshalb so gut. Stefania gefiel er sicherlich auch deshalb, weil sie ihre Heimat im Film bewundern konnte. Und für Sathya war es der erste Film in 3D und allein deshalb schon etwas Besonderes :).

Der Start in die Arbeitswoche verlief auch sehr angenehm, ich habe mich heute als Mitglied der amerikanischen Endokrinologie-Gesellschaft beworben - wodurch die Konferenz in Texas im Juli ein bisschen billiger wird. Außerdem kann man sich als Mitglied später bei anderen Konferenzen auf einen Zuschuss für die Reisekosten bewerben und man kann die von der Gesellschaft herausgegebene Fachliteratur vergünstigt erwerben. Den Nachmittag haben Janne und ich damit verbracht, uns mit einem neu angeschafften Mikroskop vertraut zu machen, ein paar Bilder von unseren Proben aufzunehmen und ein wenig über die Ergebnisse zu diskutieren. Den morgigen Tag werde ich mich wohl komplett am Mikroskop aufhalten um schöne Bilder für das nächste Team-Meeting in einer Woche zusammen zu tragen...

Sonntag, 26. Februar 2012

Und noch ein Tag auf dem Eis...

... hat sich gestern Abend angebahnt. Wie angekündigt habe ich mich gestern Abend noch mit einigen Studenten aus meinem Fachbereich in einer Bar getroffen. Insgesamt waren wir zu sechst - ein Doktorand und ein Masterstudent aus Italien, ein Doktorand und eine Doktorandin aus Indien (Sathya), die französische Masterstudentin (Stefania) und ich. Eigentlich gibt es über solche Barbesuche ja nicht viel zu sagen ;). Man trinkt ein paar Bier, Cider oder Softdrinks und redet und lacht... Der indische Student, Ashuntosh, wollte uns eigentlich gestern beim Eislaufen begleiten, was für ihn wie für Sathya der zweite Versuch auf dem Eis gewesen wäre. Leider war er dann jedoch länger als geplant im Labor beschäftigt und hatte somit erst am Abend Zeit. Als wir ihm von der Eisbahn erzählten, wollte er ihn unbedingt am Sonntag, also heute, ausprobieren. Somit bot sich mir eine neue Gelegenheit noch einmal Eislaufen zu gehen. Diesmal habe ich euch sogar ein paar Fotos von der Anlage mitgebracht:

 Die Eisfläche, unterteilt in den Eishockey-Übungspark hinter der schwarzen Linie und den Eislauf-Teil vor der Linie...

 ... auf dem auch Kinder (und natürlich Erwachsene) das Schlittschuhfahren lernen können - Mit oder ohne Eislauf-Rollator.

 Hinter der weißen Absperrung und dem Maschendraht-Zaun befindet sich dann die Eishockey-Spielfläche. Da die Pucks darin gerne einmal so richtig rumfliegen, hat die Absperrung auch richtig was zu tun :).

Der Eislauf-Rollator mit verstellbarem Griff. Ich hatte so etwas vor gestern noch nie gesehen, aber an sich ist es eine einfache und schlaue Konstruktion...

Mein Kollege Ashuntosh hat sich für das zweite Mal Eislaufen im Leben wirklich gut angestellt. Den Rollator hat er nicht angerührt und da sind drei Stürze in drei Stunden eine wirklich gute Quote. Zumindest eine gute Quote für ihn als Beginner, für mich als "Eislauf-Lehrerin" und "Notfall-Festhalthilfe" wohl eher eine schlechte Quote. Wobei es mich bei dem Versuch ihm vor den Fallen zu bewahren auch einmal zu Fall gebracht hat. Nach drei lustigen Stunden beim Eislaufen haben wir dann Stefania und Sathya zum Mittagessen in einem indischen Restaurant getroffen. Die beiden haben den heutigen Vormittag im Labor verbracht und konnten daher leider heute nicht mit. 

Auf dem Weg vom Restaurant nach Hause habe ich euch noch kurz das schöne Wetter, die weiße Schneedecke auf dem Fluss und den Dom auf einem Bild eingefangen:

Die Kathedrale bei schönem Winterwetter :)

Samstag, 25. Februar 2012

Es ist Samstag und meine Kollegen wollten...

... Schlittschuhlaufen gehen :-). Zum ersten Mal seit Jahren kamen meine Schlittschuhe endlich wieder zum Einsatz. In Jena gab es zwar auf dem Weihnachtsmarkt eine kleine Eisbahn, aber irgendwie habe ich es nie geschafft, sie mal zu testen. Somit war ich zu Zeiten meines Bachelor-Studiums das letzte Mal auf dem Eis. Umso größer war meine Vorfreude auf den heutigen Tag - endlich wieder Schlittschuh laufen. 
Zusammen mit einer indischen Doktorandin und einer Masterstudentin aus Frankreich habe ich mich vom Markt aus auf dem Weg gemacht. Die Eisbahn ist erstaunlich nah an meiner Wohnung, liegt jedoch recht versteckt hinter der Philharmonie. Da es zumindest im Süden Indiens keinen Schnee und kein Eis gibt, war Sathya, die indische Studentin, bisher nur einmal Schlittschuh fahren. Was beim ersten Versuch natürlich eher in Schlittschuh schlittern und fallen ausartete. Darum haben wir ihr versprochen, auf sie Acht zu geben, ihr ein wenig zu helfen und ihr das Fahren etwas beizubringen. Nach der ersten Enttäuschung, dass die Bahn kein Geländer zum Festhalten hatte, haben wir eine Art "Rollator" fürs Eis entdeckt. Sathya war total glücklich, dass sie nun das Fahren üben konnte, ohne alle paar Sekunden hinzufallen. Und für Stefanie, die französische Studentin, und mich bedeutete dies, dass wir auch mal eine Runde in schnellerem Tempo fahren konnten ohne uns sorgen zu müssen, dass unsere Kollegin sich was bricht :). Nachdem sie zwei Stunden mit dem Eislauf-Rollator geübt und von uns mit Tipps bombardiert wurde, hat sie sich (nach etwas Überredungsarbeit) auch getraut, ohne Hilfe zu fahren. Insgesamt hat sie vier Runden ohne Hilfe geschafft und ist dabei vier Mal gestürzt. Für den zweiten Tag auf Schlittschuhen gar nicht so schlecht. Zumal sie bei ihren allerersten Versuchen alle zwei Meter hingefallen sei... Insgesamt also ein erfolgreicher Tag - für sie beim Lernen und für uns beim "Lehren". Und ein spaßiger Tag, Schlittschuhlaufen bringt echt Spaß und den Anblick von 8 Asiaten mit diesen Eislauf-Rollatoren werde ich wohl mein Leben lang nicht mehr vergessen ;). Ein Foto mit diesem lustigen Gerät folgt hoffentlich bald. Ich hatte allerdings mein Handy zusammen mit allen anderen Wertgegenständen im Schließfach verstaut. Schließlich weiß man nie, was einen zu Fall bringen könnte und was dabei zu Bruch gehen kann... Aber Stefania hatte ihre Kamera dabei und ich werde euch bald mit einem ihrer Bilder versorgen.
Gleich geht's nochmal los, mit den Beiden und ein paar anderen Doktoranden eine Bar unsicher machen. Schließlich wollen wir ja den finnischen Lebensstil verstehen. Und dazu gehört auch, Samstag Abend mal Trinken zu gehen. Außerdem ist sowas auch gut für den Teamgeist im Labor :).

Von wegen, Finnland erhebt sich nach der Eiszeit...

... auch heute noch und gewinnt somit ständig neue Landmasse hinzu. Wollt ihr die Wahrheit wissen? Meine ganz persönliche Wahrheit?! Finnland erhebt sich wirklich jedes Jahr je nach Region ein paar Millimeter oder gar Zentimeter vom Meeresspiegel. Aber nicht, weil es sich von der Last der Eiszeit erholt. Es handelt sicher eher um die Altlasten der saisonalen Eiszeit, auch Winter genannt. Die Unmengen Split, die hier nach jedem Schneefall gestreut werden, sind schuld! Ich hab sogar ein Beweisfoto:

Beachtet nur all die schwarzen Punkte. Alles kleine Steinchen, die im Frühling liegen bleiben.

Sehr ihr das? So viele Steine, überall! Ich frage mich, wie hoch die Steinhügel wohl sein werden, wenn die aufgehäuften Schneeberge weggeschmolzen sind.
Natürlich ist das nur meine kleine Theorie dazu, vielleicht sollte man sie nicht allzu ernst nehmen. Ich hoffe, sie hat euch jedoch unterhalten. Eigentlich wollte ich euch Freitag Abend schon damit erfreuen, aber mein Internet hat sich erfolgreich dagegen gewehrt...

Donnerstag, 23. Februar 2012

Das Winterende naht...

... so langsam. Nachdem es die letzten Tage viel geschneit hatte, wurde es seit gestern Mittag immer wärmer. Heute morgen wäre ein Regenschirm schon angebracht gewesen und die weiße Schneepracht schmilzt langsam vor sich hin und verwandelt sich in rutschiges Eis... Darum hab ich euch einen kleineren Schneeberg mal bildlich festgehalten. Schließlich weiß man mit der Klimaerwärmung ja nie so genau, wie lange es noch Schnee gibt und wie schnell sich Finnland in den nächsten Tagen aufwärmt ;-)

Der Schneeberg im Hintergrund ... von dieser Perspektive betrachtet wirkt er klein, aber verglichen mit dem Bus, der in gleicher Entfernung von mir steht, gewinnt der Hügel schon wieder an Größe.

Heute Vormittag habe ich meine Bewerbung auf einen Reisekostenzuschuss für die Konferenz in Texas fertig gestellt und sie in der Mittagspause der Sachbearbeiterin vorbei gebracht. Denn trotz aller guten Vorsätze, nicht mehr jede Deadline bis zum Ende auszureizen, wurde auch diese Bewerbung mal wieder erst am letzten Tag fertig. Allerdings schiebe ich das auf meine Erkältung der letzten Tage :(. Immerhin habe ich mich bereits vor zwei Wochen darüber informiert, wo ich das Formular erhalten kann und welche zusätzlichen Informationen benötigt werden... Das nächste Mal muss ich es dann nur noch schaffen, mich nicht nur rechtzeitig um das benötigte Material zu kümmern, sondern es auch vor Ablauf der Frist auszufüllen.

Zurück zum Business...

... oder besser gesagt Labortisch - hieß es heute für mir. Immerhin habe ich lang genug im Bett gelegen und mich gesund zu schlafen. Und die letzten Kopfschmerzen habe ich mit Kaffee und Ibuprofen bekämpft. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich erst einmal gestaunt. In den letzten Tagen muss es ziemlich viel geschneit haben. Überall lagen Schneeberge :-). Die Arbeit lief soweit gut, aktuell steht wieder einmal Fördermittel beantragen auf dem Plan, denn mit etwas Glück zahlt die Universität einen Teil meiner Reisekosten für die Konferenz in Texas, auf die ich im Sommer wohl fahre. Bisher habe ich mich noch nicht angemeldet oder Flüge gebucht, aber immerhin läuft bereits die Bewerbung als Mitglied der Endokrinologie-Gesellschaft - für Mitglieder kostet die Konferenz nur die Hälfte.


Dienstag, 21. Februar 2012

Ich bin langsam auf dem Weg...

... der Besserung :-). Die meiste Zeit des heutigen Tages haben mich nur noch Kopfschmerzen geplagt. Da ich die sicherlich mit ein paar Kopfschmerz-Tabletten in den Griff bekomme, werde ich morgen wieder arbeiten gehen. Wenn ich dann auf Arbeit merke, dass es doch noch keinen Sinn macht, kann ich ja jederzeit wieder nach Hause fahren. Auch der heutige Tag bestand hauptsächlich aus Schlafen, ein wenig lesen, im Internet surfen und etwas Ordnung schaffen. Ich hoffe, dass es dann morgen wieder mehr zu berichten gibt :).

Montag, 20. Februar 2012

Ich bin immer noch krank...

... und langsam nervt es richtig :-(. Erst die Erkältung und nun spielt mein Magen verrückt. Meine Strategie heute war, den Großteil des Tages zu verschlafen. Wenn es morgen immer noch nicht besser wird oder noch mehr Symptome hinzukommen, werde ich wohl mal einen Arzt aufsuchen müssen. Ärgerlich ist vor allem, dass ich mich diese Woche mal richtig auf die Team-Besprechung gefreut hatte, weil die Versuche in den letzten Wochen gut geklappt hatten und ich einiges zu präsentieren habe. Außerdem trifft sich morgen wieder der Brettspiel-Club, aber bisher sieht es nicht so aus, als wäre ich morgen wieder fit. Und selbst wenn es zum Arbeiten reicht, sollte ich vermutlich den Abend eher noch zum Ausruhen im Bett nutzen als zum Spielen. Ich hoffe, euch da draußen geht es besser :).

Samstag, 18. Februar 2012

Meiner Erkältung geht es gut...

... mir dafür weniger :-(. Ich bin immer noch krank, aber ich hoffe, dass sich das bis Montag wieder bessert. Heute wurde ich im Fieber-Wahn dazu überredet, Stein-Schere-Papier um meinen coolen Bank-Biber zu spielen und hab auch noch verloren. Schön, wie mein Bruder und seine Freundin meine Erkältung ausnutzen :-O. Aber wenigstens bleibt mir der Biber noch, bis ich mal wieder nach Deutschland komme... 
 
Meine Präsentation für die Besprechung am Montag ist leider immer noch nicht fertig, aber mir bleibt ja noch der morgige Tag um produktiv zu werden. Heute habe ich nur literweise Tee in mich geschüttet, viel geschlafen und ein wenig im Internet gestöbert - ein unspannender Tag also.

Freitag, 17. Februar 2012

Ein Winter ohne Erkältung...

... wäre wohl kein richtiger Winter :-(. Allerdings hatte ich schon zu meinem Weihnachtsurlaub damit zu kämpfen. Nun fühle ich mich seit zwei Tagen total müde, habe Schnupfen und Kopfschmerzen. Darum kommt der Beitrag auch so spät, ich bin beim Lesen eingeschlafen bevor ich die Chance hatte, den Blogeintrag zu schreiben. Und natürlich streckt einen so eine Erkältung nicht dann nieder, wenn man sowieso recht wenig Stress hat und dem Körper die Auszeit gerne gibt. Sondern dann, wenn man eigentlich viel schaffen müsste. 

Meinen Arbeitstag habe ich deshalb heute recht kurz gehalten. Nachdem ich am Morgen eine Weile verzweifelt erfolglos in der Bank versucht hatte, eine Überweisung nach Deutschland zu tätigen, bin ich später als gewöhnlich auf Arbeit angekommen. Durch meine späte Ankunft waren bereits die beiden Geräte reserviert, die ich für meine aktuell anstehenden Versuche verwenden würde. Also habe ich den Vormittag damit zugebracht, mir einen Überblick zu verschaffen wie viele Proben ich insgesamt habe und welche Test damit schon gemacht wurden und noch durchgeführt werden müssen. Danach konnte ich dann weitere Versuche für die nächsten Tage planen. Am Nachmittag habe ich meine Präsentation für das nächste Teammeeting weitergebastelt und mich nach kurzer Zeit entschlossen, dass ich diese Arbeit auch im Bett, mit einer Tasse Tee und meinem Laptop erledigen könnte.

Also bin ich angenehm früh von der Arbeit nach Hause gefahren. Da ich also früher als am Morgen erwartet wieder in der Stadt war, habe ich noch einen Abstecher zu meiner Bank gemacht. Ich dachte, irgendwie muss es schließlich möglich sein, Geld ins Ausland zu überweisen. Da dies am Terminal nicht ging und ich noch kein Internet-Banking für mein finnisches Bankkonto habe, musste die Überweisung am Schalter getätigt werden. Internet-Banking wäre mir bedeutend lieber, da ich dann die Überweisungen jederzeit tätigen kann. Außerdem kostete die Überweisung am Schalter 5 € Bearbeitungsgebühr. Leider durfte ich als Ausländer bei der Eröffnung des Kontos noch kein Online-Banking beantragen. Heute meinte die Dame am Schalter jedoch, dass ich ja nun über 6 Monate Kunde bei ihnen bin und noch einige Zeit hier leben werde, weshalb ich mich nun einen Zugang zum Internet-Banking beantragen dürfe. Allerdings nur mit Reisepass. Da ich den natürlich nicht ständig mit mir führe - immerhin habe ich einen Personalausweis - konnte sie das nicht gleich heute erledigen. Zum Trost bekam ich aber einen orangen Biber-Schlüsselanhänger... Die Box aus der sie den Anhänger holte, erinnerte mich etwas an die Tapferkeits- & Trostbox für Kinder beim Arzt. Ich habe also für 5 Euro einen Biber-Anhänger bekommen. Und natürlich den Service, dass die Bankangestellte meine Überweisungsdaten manuell in ihren Computer übertragen hat...

Auch wenn ich bezweifle, dass ihr wirklich sehen möchtet, wie ein 5 € Biber-Schlüsselanhänger aussieht, habe ich euch die Front- und Rückenansicht mal hier rein gestellt:

 Der Biber von vorne. Ihr fragt euch, warum ich so sicher bin, dass es sich hierbei um einen Biber handelt und nicht um irgendein anderes Nagetier? Gaaanz einfach,...

... der Schwanz verrät es. Und man kann auch gleich sehen, welche Bank dieses tolle Werbegeschenk verteilt. Danke Nordea.

Dienstag, 14. Februar 2012

Der Motivationsschub, der von guten Ergebnissen...

... ausgelöst wird, ist wirklich faszinierend. Kaum sieht man mal ein paar klare, deutlich erkennbare Unterschiede die sogar statistisch relevant sind, schon ist man bereit, all seine Freizeit zu opfern... Nicht genug, dass ich letzte Woche zeitweise das Gefühl hatte, nur zum Schlafen und Duschen nach Hause zu kommen. Nun sitze ich diese Woche noch tagelang an der Auswertung. Immerhin will ich meine Ergebnisse noch für das nächste Team-Treffen optimal zusammenstellen. Insgesamt wollte ich bis zum nächsten Treffen am Montag mal zusammenstellen, welche Daten ich bisher insgesamt habe und welche Versuche unbedingt noch erfolgen müssen... Darum habe ich heute die erste Spielrunde beim Brettspiel-Club verpasst und es gerade noch zum Einstieg in die zweite Runde geschafft - Die Arbeit geht eben doch noch vor, auch wenn das Spielen wirklich viel Spaß macht und es nett ist, immer neue Leute kennen zu lernen. 

Auf dem Heimweg von der Bücherei nach Hause, was eine kurze Strecke von 4-5 Minuten Fußweg ist, hatte ich mein erstes "Auf der Straße gegrüßt werden"-Erlebnis in Finnland. Da ich bisher noch nicht so viele Leute kenne und die meisten davon mit Schal und Mütze vermummt sowieso nicht wiedererkennen würde, achte ich wenig auf die Menschen, die mir entgegen kommen. Ich versuche lieber selbst, möglichst viele Teile meines Gesichts mit Mütze und Schal vor der Kälte zu verstecken... Aber Ida, die Doktorandin mit der ich im Oktober zusammen auf dem Entwicklungsbiologie-Kongress war, hat mich dennoch erkannt und glücklicher Weise habe ich sie auch früh genug gesehen und ihr Gesicht zuordnen können, um zurück zu grüßen :). Langsam sollte ich also damit rechnen, dass ich Leute auf der Straße kenne...

Sonntag, 12. Februar 2012

Weggehen mit Couchsurfern...

... ist immer wieder interessant. Gestern waren 11 Leute aus 9 verschiedenen Ländern da - Die USA war eindeutig in der Überzahl, aber selbst so kleine Staaten wie Österreich oder Zypern waren vertreten. Zum Glück war auch eine einheimische Person dabei. Erstaunlicher Weise waren nur wenige Austauschstudenten dabei, die nach ein bis zwei Semestern wieder fahren. Das meiste waren Angestellte oder Doktoranden. Nach den typischen Kennenlern-Gesprächen über die Heimat, Arbeit/Studium und die. Isherigen Erfahrungen mit Finnland, haben wir ein paar runden Tischfußball gespielt, was getrunken und über alles mögliche gequatscht... Beim Tischfußball habe ich für Deutachland den Sieg über Amerika hart erkämpft. Natürlich ist es schwer an einem Abend 10 Leute besser kennen zu lernen, aber ich bin sicher den einen oder anderen Couchsurfer werde ich sicher nichmal wiedersehen :). Heute wurde dann all der Kram erledigt, der unter der Woche etwas zu kurz kam und selbst zum Lesen habe ich endlich einmal wieder Zeit gefunden...

Samstag, 11. Februar 2012

Mit Cupcakes, Sauna und Comedy-Serien ...

... haben Linnea, Mikael und ich gestern in Linneas Geburtstag reingefeiert :). Nachdem ich die letzten Tage recht viel gearbeitet hatte, bestand mein Arbeitstag am Freitag lediglich daraus, überschüssiges Wachs von Plastikblöcken abzuschmelzen - eine stupide Arbeit, die eben gemacht werden muss und auf alle Doktoranden aufgeteilt wird, so dass jeder von uns mal eine Woche zuständig ist, bis alle dran waren und der Spaß von vorne los geht. Glücklicher Weise waren diese Woche nicht viele solcher Blöcke zu bearbeiten, so dass ich früh Feierabend machen konnte. Nach der Arbeit ging es direkt weiter zu Linnea und Mikael, wo wir erst einmal anfingen Muffins bzw. Cupcakes zu backen und zu verzieren - bis zur Abendbrotzeit haben wir zwei Bleche lustig verzierter, leckerer Cupcakes gebacken und dann das Abendbrot vorbereitet. Mikael hat sich in der Zeit um die Sauna gekümmert, so dass wir nach dem Abendbrot gleich mit dem erholsamen Teil des Abends beginnen konnten: Sauna mit Abkühlung auf dem Balkon... Nach der Sauna haben wir eines der Spiele, die ich zu Weihnachten bekomme, ausprobiert – Rory‘s Story Cubes. Man hat 9 Würfel mit verschiedenen Symbolen und soll dann anhand der Bilder auf den Würfeln eine Geschichte erzählen. Da die Grundregeln meist zu sehr kurzen Kurzgeschichten führen, die jeweils 2-4 Würfel in einem Satz unterbringen und somit selten mehr als 4 Sätze lang sind, haben wir die Regeln etwas modifiziert :). Wir haben anhand der gleichen 9 Bilder immer im Wechsel die Geschichte weitererzählt. Linnea war total begeistert von dem Spiel, zumal sie seit Weihnachten mit dem Gedanken gespielt hat, sich die digitale Version für ihr Handy zu kaufen (und ich glaube, das hat sie gestern Abend auch noch gemacht). Anschließend an das Spiel haben Linnea und ich uns mit ein paar der frisch gebackenen Cupcakes und Getränken bewaffnet, um unseren Serien-Marathon von "2 Broke Girls" weiterzuführen, während Mikael sich für eine Runde Computer spielen ins Arbeitszimmer zurück gezogen hatte - Ich glaube er ist froh, dass Linnea andere Leute hat, die sich solche Serien mit ihr anschauend und er die Zeit somit ohne schlechtes Gewissen am Rechner verbringen kann. Gegen halb 3 Uhr nachts siegte dann die Müdigkeit und ich habe mich langsam auf dem Heimweg gemacht.... 

Gestern hatte ich vor der Arbeit sogar noch etwas Zeit, zur Post zu gehen und endlich mein Geburtstagpaket abzuholen :) Heute wurden dann all die Sachen in der Wohnung verstaut und/oder ausprobiert. Nachher geht es dann noch mit ein paar Leuten von Couchsurfing in eine Bar, ein finnisches Wochenende erleben.