Sonntag, 10. Februar 2013

Minigolf statt Grillen im Schnee...

... hat mir der spontane Geburtstagsbesuch von Rajesh, Sathyas Ehemann, beschert. Dass Rajesh Sathya zu ihrem Geburtstag in Turku überraschen will, wusste ich zwar schon - immerhin brauchte er einen Komplizen bei der Planung - aber ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, die Beiden außerhalb von Sathyas Geburtstagsfeier am Sonntag zu treffen. Somit habe ich vor einigen Tagen eine Einladung von Lowa (französische Austauschstudentin, die ich über Couchsurfing kenne) angenommen, mit ein paar Leuten in ihrem Garten zu grillen. Ein Grillfest im Winter, natürlich ganz tapfer auch mit Essen im Schnee. Aber diesen Winterspaß habe ich dann doch noch kurzfristig abgesagt, um mit Sathya und Rajesh Minigolf spielen zu gehen. Schließlich weiß ich nicht, wann ich Sathya (und somit auch Rajesh) nach dem Ende ihres Austauschprogramms im Februar wiedersehe, während ich Lowa noch eine ganze Weile in Turku treffen kann. Auch wenn ich zugeben muss, dass Grillen im Schnee doch nach einer lustigen Erfahrung klingt, ich hoffe, dass sich die Gelegenheit dazu nochmal ergeben wird. Das Minigolf-Spiel war auch sehr unterhaltsam. Die Minigolf-Halle war mit viel Blaulicht und Neonfarben gestaltet und generell eher für junges Publikum ausgelegt. Aber es gab auch vier Bahnen mit einer Altersbeschränkung, die ein bisschen Horrorfilm-Charakter hatten - wobei es für Erwachsene doch auch eher lustig als gruselig wirkt. 
Unsere Minigolf-Fähigkeiten waren aber ziemlich miserabel, wir haben zweieinhalb Stunden für 15 Bahnen benötigt und auf den meisten Bahnen deutlich zu viele Schläge gebraucht. Aber wenigstens haben wir uns alle drei ziemlich doof angestellt und hatten viel zu Lachen. Zum Abschluss des lustigen Nachmittags waren wir noch gemeinsam Abendessen und sind dann alle drei ins Studentendorf gefahren. Dort war ich mit Milena verabredet, um auf eine brasilianische Karnevalsparty zu gehen. Matti hatte mich diese Woche beim Squash spielen zu der Feier eingeladen und da Milena auch eingeladen war, haben wir uns gemeinsam vom Wohnheim aus auf den Weg gemacht. 

Nachdem die Feier am Samstag Abend doch sehr lange ging, habe ich heute, am Sonntag, erst einmal lange ausgeschlafen und mich dann fertig gemacht für Sathyas Geburtstagsfeier. Genau zu ihrem Geburtstag wurde in Logomo ein indischer Film vorgeführt. Logomo ist ein alter Lokschuppen, der für einige Events zur Kulturhauptstadt 2011 verwendet wurde und seitdem öfter für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Der ausgewählte Film (Vishwaroopam) war allerdings kein typischer Bollywood-Film mit viel Gesang und Tanz (das beschränkte sich zum Glück auf die ersten 15 Minuten), sondern eher ein Action-Film, eine Art indischer James Bond-Film. Der Film ist noch sehr neu, er ist erst Ende Januar in die Kinos gekommen. Wenn sich jemand also für indische Filme ohne Tanz und Gesang und dafür eher mit Action und ein wenig Politik interessieren kann, so wäre dieser Film wohl ein guter Tipp. Leider gibt es den Film bisher jedoch nur in Hindi/Tamil mit englischem Untertitel.

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