Freitag, 30. September 2011

Den Herbst erkunden...

... stand heute auf dem Programm. Nach dem obligatorischen Freitagsmeeting wollte ich noch ein paar Dinge mit einer Kollegin/Betreuerin abklären. Das Gespräch endete damit, dass ich zwar bis nächsten Freitag einiges zu tun haben werde (auf ein Stipendium bewerben und für einen Kongress anmelden/bewerben), aber dass ich doch lieber das sonnige Wetter genießen solle, da so schöner Sonnenschein wie heute und morgen mit angenehmen Temperaturen von 15-20°C im Schatten nicht der finnische Standard seien. Wörtlich übersetzt meinte sie: "Jeder, der kann, sollte so schnell wie möglich aus dem Büro verschwinden und das Wetter genießen". Worauf hin ich meinte "Naja, wenn Du das rätst (oder Sie?). Dann wünsche ich mal ein schönes Wochenende." Ich habe nur schnell meinen Laptop in der Wohnung verstaut, die Wasserflasche aufgefüllt und mich wieder aufs Rad geschwungen. Der Plan war, mal in eine andere Richtung von Turku zu fahren, entlang des Westufers des Flusses rauf Richtung Norden. 


Blick auf den Dom von der anderen Flussseite aus. 

Dort kommt man sehr schnell zu einem schönen Fußweg, direkt am Ufer des Flusses entlang. Anschließend kreuzt sich der Weg wieder mit dem Fahrradweg und führt entlang eines "Trimm-Dich-Pfads" zu den Außenbezirken von Turku. Ich hatte bereits den Eindruck, außerhalb der Stadt zu sein, nachdem ich Brücke über einen Seitenarm des Aurajokis überquert habe. Doch dann kam ich auf einmal an einem Studentenwohnheim und einem Wohnviertel raus. Auch eine schöne alte Kirche mit Friedhof war nicht weit von dort entfernt.

 Kunst entlang des Weges.

Die Brücke.

 Ein Reiterhof. Ich glaube, ein Teil der Gebäude sind eine Art Freilichtmuseum?! Aber da mal wieder alles auf Finnisch war, bleibt es bei Vermutungen.

Die Kirche, gut versteckt hinter Bäumen.

An der Wohnsiedlung habe ich mich weiter Richtung Norden gehalten und bin bei der erstbesten Möglichkeit in den Wald abgebogen. Dort habe ich dann eine kurze Pause eingelegt, bevor ich weiter über Wald- und Feldwege gefahren bin. Irgendwann kam ich in einen Bereich des Waldes, an dem mehrere Wanderwege ausgezeichnet waren. Darunter ein Weg Richtung Fluss, dem ich anschließend gefolgt bin und der an eine Fährstelle führte. Die Fähre war jedoch schon außer Betrieb. Weil es langsam Zeit wurde, wieder nach Hause aufzubrechen (ich hatte keine Fahrradlampen mit und es wird mittlerweile doch recht früh dunkel), folgte ich dem Weg entlang des Flusses. Meine zweite Pause habe ich dann in etwa auf Höhe des Reiterhofs gemacht.
 
 Der erste Rastplatz, mittem im Wald.

 Der Weg entlang des Flusses...

 ... bot wirklich schöne Bilder :).

 Der zweite Rastplatz.
 
Von da an ging es dann fast die gleiche Strecke zurück. Ich muss aber doch irgendwo falsch abgebogen sein, da ich auf einmal am Wasserwerk/Stausee raus kam. Vermutlich wollte ich irgendwo doch näher am Fluss bleiben als beim Hinweg. Am Stausee gab es eine Kanu-Leihstation. Das werde ich im nächsten Sommer auf jeden Fall mal ausprobieren :-).

 Der Stausee...

... am Wasserkraftwerk.

Ich finde, mit dieser Tour habe ich das schöne Wetter gebührend ausgekostet.

Donnerstag, 29. September 2011

Meine ersten Finnisch-Stunden...

... sind nun vorüber. Was ich bisher gelernt habe?! Das Alphabet, die Zahlen, ein paar Floskeln wie "guten Tag", "wie geht es dir?" und "schön, dich kennenzulernen". Der Unterricht ist etwas ungewohnt. Und das nicht nur, weil alles auf Englisch ist, man die Buchstaben im Finnischen aber sehr ähnlich zum Deutschen betont. Sondern auch, weil die Lehrerin v.a. darauf setzt, einen Satz dreimal zu wiederholen, ihn uns dann noch fünfmal nachsprechen lässt und hofft, dass wir nächste Woche noch wissen, wie das alles war. Aber nach zwei Stunden kann man auch noch nicht so richtig abschätzen, wie erfolgreich diese Methode am Ende wirklich ist. 

Wie geplant habe ich heute ein anderes Einkaufszentrum aufgesucht und das mit den 3+1-Tagen gemieden. Es liefen schon wieder viele Leute mit pinken Tüten in der Stadt rum. Im anderen Laden war es dafür erstaunlich ruhig. Leider habe ich dort die passende fünfte Glühbirne nicht gefunden. Fazit: Morgen folgt dann Einkaufszentrum Nummer 3. Wenn das auch nicht erfolgreich ist, muss ich bis Montag warten, wenn die 3+1-Tage vorbei sind. Denn dieses Gedrängel, rumgeschubse und Nummern ziehen möchte ich mir nicht für eine Glühbirne antuen.

Heute Nachmittag hatte ich mich noch beschwert, dass ich nichts arbeiten kann, weil ich für jeden Versuch entweder noch Material brauche, oder genauere Anweisungen von meinem Betreuer. Nun kam die langersehnte Antwort-Mail und schon frage ich mich, wann ich das alles machen soll ;-). Wobei sich das alles sicher in den nächsten Tagen auch wieder aufdröseln wird.

Mittwoch, 28. September 2011

Ein völlig überfülltes Einkaufszentrum...

 ... hat mich heute nach dem Feierabend erwartet. Da das Mittwochsseminar heute ausfiel und dafür Vorträge auf Finnisch anstanden und zudem die Laborböden gewachst wurden, "musste" ich heute angenehm früh Feierabend machen. Zum Glück, denn ich warte immer noch auf Antwortmails von meinem Betreuer. Montag Abend hatte ich herausgefunden, dass meine Stehlampe nicht wie bisher angenommen beim Transport kaputt gegangen ist, sondern scheinbar nur alle Glühbirnen darunter gelitten haben und das Kontrolllicht des Dimmers nicht mehr leuchtet, wenn alle Birnen durchgebrannt sind. Da das Kontrolllicht nicht leuchtete, ging ich bisher davon aus, dass etwas wichtigeres kaputt ist, wollte aber doch nochmal mit eine neu gekauften Glühbirne testen - eher aus Verzweiflung, weil mich ein Elektriker sicherlich viel Geld kosten würde ;-). Und siehe da, sie ging. Gestern konnte ich mich erst kurz vor 21 Uhr aufraffen, nochmal Lampen kaufen zu gehen, doch da war der Haushaltswaren-Bereich im obersten Stockwerk schon geschlossen. Gestern sah im Laden noch alles normal aus. Und heute: Überall pinke Schilder mit der Aufschrift "3+1 Päivää", also 3+1-Tage, Lautsprecherdurchsagen auf Finnisch, Nummernziehen an der Kasse und Gruschkisten mit reduzierter Ware. Wie das 3+1 funktioniert, wurde mir nicht klar, da ich trotz vier gekaufter Artikel alle vier bezahlt habe. Aber vielleicht muss man 4x das gleiche kaufen?! Nur was macht man dann mit viermal demselben Artikel? Oder die Waren müssen alle aus diesen Gruschkisten stammen. Allen anderen scheint sich das System jedenfalls erschlossen zu haben, da das Einkaufscenter gerammelt voll war. Die Kassiererin, die ich fragen wollte, konnte leider kein Englisch und so habe ich mich mit meinen Glühbirnen und neuem Waschmittel nach Hause begeben. Natürlich wollte ich die Lampe gleich vollständig in Betrieb nehmen, aber Philips machte mir leider einen Strich durch die Rechnung: 

Eine kaputte Glühbirne, alles hängt nur noch an einem kleinen Draht.

Beim Reindrehen der Glühbirne drehte sich der Glasteil leider noch weiter, als der Metallteil bereits fest in der Fassung war. Und rausdrehen ließ sich die Glühbirne auch nicht mehr. Der Glasteil war nicht ausreichend in die Metallfassung geklebt wurden. Also fehlt mir nun eine Glühbirne. Aber bei dem Ausnahmezustand, der noch bis zum 2.10.2011 in dem Laden herrschen wird, wollte ich das Center die nächsten Tage meiden. Morgen werde ich mal in ein anderes Einkaufszentrum schauen. Auch wenn ich vermute, dass alle Läden gerade so eine Art Ausverkauf veranstalten.

Dienstag, 27. September 2011

Mein erstes großes Teammeeting...

... war heute Morgen. Und es war vollkommen anders, als ich erwartet hatte. Bisher habe ich nicht allzu viele Ergebnisse, die sich zu zeigen lohnen. Daher hatte ich eine kleine Präsentation mit zwei Folien zusammengestellt. Sicherlich hätte ich noch Zukunftspläne aufschreiben können, aber auf die Idee bin ich nicht gekommen, beziehungsweise erst, als ich Jannes Präsentation gehört habe. Wie sich jedoch herausstellte, brauchte ich nicht einmal die zwei Folien, die ich bisher erstellt habe. Dafür wird das nächste Meeting bereits in zwei Wochen abgehalten und soll sich dann eigentlich nur um mein Thema drehen. Welche Daten ich bisher habe, welche Daten Jukka hat, welche Daten wir für eine mögliche Veröffentlichung brauchen und so weiter. Nur gut, dass gerade jetzt Jukka so beschäftigt scheint, dass er auf meine Emails nur mit einem "ich werde dir bald auf deine Fragen antworten" reagiert :-(. Bleibt zu hoffen, dass er bis zum Wochenende die Zeit findet, mir zu antworten, damit ich dann in der nächsten Woche noch ein paar Daten sammeln kann, die ich für die Präsentation gebrauchen könnte.

Da ich für viele Versuche erst einmal Jukkas Antwort bräuchte und für andere Versuche Materialien, die noch nicht bereit stehen oder Kollegen, die mich einweisen und keine Zeit haben, habe ich heute recht früh Feierabend gemacht, und mich mit Linnea auf eine Tasse Tee getroffen. Nachdem sie die letzten Tage krank und anschließend verreist war, hatten wir uns leider schon eine Weile nicht mehr gesehen. Umso schöner war es, mal wieder mit ihr zu quatschen. Nach dem Tee sind wir noch in die Stadt gegangen, haben dort Mikael getroffen und noch einen Kaffee getrunken, bevor die Beiden zum Essen und Kleidung shoppen gegangen sind und ich nach Hause geeilt bin, um mit meinem Bruder und meinen Großeltern via Skype zu telefonieren :-). Skype ist schon eine tolle Erfindung, so kann man sich mal sehen, egal wie weit man voneinander entfernt ist. Alles in allem war es also ein ruhiger und schöner Tag.

Montag, 26. September 2011

Die Fährfahrt …


… von Helsinki nach Tallinn und zurück war, wie schon erwähnt, etwas speziell. Am Fährterminal war erst einmal anstehen angesagt um die Tickets für die Hin- und Rückfahrt zu bekommen. Das Ticket dient gleichzeitig als Zugangskarte für die Kabine, falls man eine gemietet hat. Ich bin mit dem Cruise-Schiff nach Tallinn gefahren, habe auf dem Schiff übernachtet und es am nächsten Morgen verlassen. Das Cruise-Schiff ist sozusagen das Partyschiff. Die Fahrt dauert vergleichsweise lang (dreieinhalb Stunden) und an Board gibt es mehrere Restaurants, einen Supermarkt (für Alkohol und Süßes sowie eine Parfümerie und einen Design- und Spielwaren-Shop. Außerdem gibt es mehrere Bars, eine Disko, Karaoke und eine Bühne mit finnischer Stand-up Comedy und eine große Bühne samt Tanzfläche… und die hier allseits beliebten Spieleautomaten. 

Übersicht über das Cruise-Boot.

Zurück ging es dann mit der Shuttle-Fähre, da auf dem Cruise-Schiff kein Platz von Tallinn nach Helsinki mehr frei war. Ansonsten hätte ich auch meine Wertsachen in der Kabine lassen können während des Ausflugs in die Stadt. Die Shuttle-Fähre braucht nur zwei Stunden für die Strecke, dafür ist der Supermarkt kleiner, beziehungsweise Parfümerie und Design-Shop sind in den gleichen Laden integriert. Spieleautomaten und ausreichend Bars gibt es aber auch auf diesem Schiff. 

 Übersicht über das Shuttle-Boot.

Die Kabinen auf dem Schiff sind eigentlich okay, zumindest meine Ein-Mann-Kabine war ganz in Ordnung. Ein Fenster wäre natürlich nett gewesen, hätte allerdings mehr gekostet. Eine 4-Mann-Kabine fände ich dann vergleichsweise klein, da der Platz nicht deutlich mehr wird, nur die Anzahl an Betten (dann übereinander gebaut) nimmt zu. 

 Schlafbereich

Wohnbereich

Badezimmer

Das Publikum war wirklich etwas ungewöhnlich. Natürlich gab es „normale Touristen“ wie Martina und mich, die einfach günstig von Helsinki nach Tallinn kommen wollten, um die Stadt zu sehen. Im Restaurant beim Buffet gab es auch eine Familie, die auf dem Schiff den Geburtstag eines älteren Herren gefeiert haben. Und vereinzelt waren auch Familien mit kleineren Kindern auf dem Schiff. Aber die Mehrheit der Cruise-Schiff-Nutzer schienen hauptsächlich deswegen mit der Fähre zu fahren, weil man dort günstig Alkohol einkaufen kann. Die normalen Menschen haben sich vermutlich in ihre Kabinen verzogen oder aufs Außendeck oder in eines der Restaurants begeben. Der Rest teilte sich auf zwischen den Bars und dem Supermarkt. Theoretisch ist der Verzehr mitgebrachter oder auf dem Schiff gekaufter Getränke verboten. Aber das scheint nur wenige zu stören. Wer etwas mehr Geld hat und nicht auf dem Gang oder der Kabine mit dem Supermarkt-Alkohol feiern wollte, lies sich eben für etwas mehr Geld in der Bar reichlich mit Alkohol versorgen. Auch hier war das trinken noch günstiger, als in finnischen Bars. Nach etwa zwei Stunden fiel es die ersten Passagiere sichtlich schwer, noch gerade zu laufen und sicher zu stehen. Etwa zu der Zeit begannen die heranwachsenden weiblichen Passagiere, sich aufzutakeln für die Board-Disco oder das Abend-Programm auf der Bühne. Der Zweck dessen erschloss sich mir nicht ganz, da zu diesem Zeitpunkt wohl die wenigsten Jungs noch in der Lage gewesen wären, sie klar und deutlich statt doppelt und dreifach zu sehen ;-). 
Da wir das Schiff am Abend nicht mehr verlassen konnten, weil wir auf dem Schiff schlafen wollten, sind Martina und ich nach 2 Stunden zum Büffet gegangen, um Abendbrot zu essen. Hier konnte man viele der normalen Touristen wiedersehen, aber auch von denen waren recht viele schon leicht angetrunken. Was mich wirklich etwas schockierte war der Fakt, dass nicht nur junge Erwachsene sich auf dem Schiff die Kante gegeben haben, sondern auch Mittvierziger/ und –fünfziger nach etwa vier Stunden Hilfe beim Laufen gebrauchen konnten – Männer und Frauen. Nach vier Stunden hing dann auch schon ein vereinzelter Schuh irgendwo am Geländer im Gang und die ersten Leute irrten komplett orientierungslos über das Deck… Eine Weile war es lustig, die Leute zu beobachten, gegen Mitternacht haben wir dann dennoch entschlossen, in unsere Kabinen zu gehen. Immerhin wollten wir Tallinn sehen und ab 8:30 konnte man das Schiff morgens verlassen. In der Kabine habe ich den Fernseher noch einmal kurz eingeschalten. Man bekommt zwei Programme – ein Werbesender über die Fährgesellschaft und eine Live-Übertragung aus der Disco und dem Bühnenraum, immer im Wechsel geschalten. Nach Mitternacht war dort richtig was los und vom Geräuschpegel auf dem Flur ging die Feier die gesamte Nacht durch.
Entsprechend viele fertige Gesichter waren am nächsten Morgen zu sehen… Und so war es auch nicht verwunderlich, dass Martina und ich als eine der ersten das Schiff verließen und die Innenstadt erreichten. Dadurch kam auch zu den Bildern einer menschenleeren Stadt. Gegen 11:00 Uhr füllte sich die Stadt dann jedoch schlagartig, da dann die ersten Shuttle-Fähren für die Tagestouristen, die nicht auf einem Boot nächtigen, anlegten. Die Stadtbeschreibung gab es ja bereits gestern, also kommt nun nur noch ein kurzer Bericht über die Rückfahrt.

Die Shuttle-Fähre wurde eindeutig von mehr normalen Touristen bereist, der Altersschnitt schien höher zu sein verglichen mit dem Cruise-Schiff und es gab tatsächlich mehrere Menschen, die Wasser oder Cola getrunken haben. Aber auch hier sah man Jugendliche und Erwachsene (auch 50+) mit Getränkedosen in der Hand, bevor das Schiff überhaupt den Hafen verlassen hat… Der Supermarkt war anfangs auch sehr voll, jedoch verglichen mit der Cruise-Fähre schon fast leer. Immerhin konnte man sich in den Gängen bewegen und die Kassenschlagen waren ein Zehntel so lang. Zugeschlagen wurde auch hier ordentlich. Immerhin sind die Angebote schon entsprechend gemacht. Die harten Alkoholika kosten in etwa so viel, wie am Flughafen im DutyFree-Shop. Außerdem gibt es zahlreiche nimm 3 für 2 oder 4 für 3-Angebote beim Alkohol und den Süßigkeiten… Und das besondere Highlight: 4 x 24 Dosen á 33cl Bier (0,33 Liter, also normale Dosen) in Pappkartons mit kleinem Rollwagen, damit man die Einkäufe auch komfortabel transportieren kann. Und das dann noch für 71% weniger Geld, als in Finnland. Hier mal das Plakat:

Für jeden Geschmack was dabei.

Wie gesagt, Tallinn gefiel mir wirklich gut, aber das nächste Mal werde ich wohl in beide Richtungen die Shuttle-Fähre buchen und dann über Couchsurfing nach einer günstigen Schlafgelegenheit in der Stadt schauen. Dann hab ich auch gleich nette Stadtführer und die Möglichkeit, mir mehr Zeit zum Sightseeing zu nehmen :).

Tallinn...

... ist echt schön. Die Stadt hat meiner Meinung nach den Titel "Europäische Kulturhauptstadt 2011" deutlich mehr verdient als Turku, mit der sie sich den Titel teilt. Das liegt einfach daran, dass Tallinn noch viele alte Gebäude hat, die zum Großteil wirklich schön erhalten oder restauriert worden sind. Die Altstadt hat einfach viel mehr Charme als diese 60er/70er-Jahre (neue) Innenstadt von Turku. 
Aber von Anfang an: Samstag Vormittag ging es mit dem Zug nach Helsinki, die Innenstadt ein wenig erkunden.

 Zunächst zur Felsenkirche (Temppeliaukiokirche)...

 die in den Felsen reingesprengt und dann zum Teil gemauert wurde. 


 Nur die rosa Polster-Bezüge passen meiner Meinung nach nicht rein.

 Dann vorbei an der orthodoxen Kirche...

 ... sowie dem protestantischen Dom. 

  Am späten Nachmittag ging es dann zum Fährhafen um mit der Fähre nach Tallinn überzusetzen. Zu der Fähre und der Fahrt werde ich morgen mehr schreiben (ist ja schon spät ;-) ). Das Schiff konnten wir, da wir auf dem Schiff übernachtet haben, leider erst am nächsten Morgen verlassen. Also ging es Sonntag früh los Richtung Innenstadt, vorbei an einem kleinen Schlosspark und durch das Stadttor hindurch. 

 Schlosspark

 Stadttor

Der erste Blick auf die Altstadt...

 ... mit schönen alten Häusern ...

 gefiel mir wirklich gut.

Um einen besseren Überblick über die Stadt zu bekommen, sind wir anschließend auf einen Kirchturm gestiegen, von dem aus man einen schönen Ausblick Richtung Meer und Innenstadt genießen konnte.

 Blick zur Ostsee

 und zur orthodoxen Kirche

sowie zum Schloss.

 Das Schloss von nahem...

 ... und der Marktplatz.

Nach der Kurzerkundung der Altstadt ging es weiter Richtung neuem Marktplatz/Innenstadt. Auch hier hat Tallinn optisch etwas mehr zu bieten, als Turku oder Helsinki. Als alte Hansestadt war wohl einfach mehr Geld da, um die Stadt schön aufzubauen. Dann weniger Feuer, die die Stadt zerstören und schon hat man einen tollen Altstadtkern. Solange nicht irgendwelche Idioten meinen, die Altstadt in einem Krieg kaputt zu bomben. Aber wie dem auch sei, die Bausünden der 60er und 70er Jahre halten sich in Tallinn wirklich im Rahmen.

 Der neue Marktplatz...

 ... mit einer Art modernem Denkmal.

 ein älteres Backstein-Gebäude neben einem Neubau. Die Mischung macht's...

 ... auch hier.

Leider war es dann um die Mittagszeit auch schon wieder so weit, morgen ist Arbeiten angesagt und somit ging es zurück nach Finnland. Erst per Fähre nach Helsinki und anschließend mit dem Zug nach Turku. Da die Fähr-Überfahrt an sich nicht sehr teuer ist und man wirklich schnell (je nach Fähre zwei bis drei Stunden) von Helsinki nach Tallinn fahren kann, werde ich sicherlich die Stadt noch weiter erkunden. Für einen ersten, wirklich schönen Eindruck haben die paar Stunden am heutigen Vormittag auf jeden Fall gereicht :-).

 Tschüß Tallinn...

 ... für mich geht es über die Ostsee...

... zurück nach Helsinki.