... begann mit einer langen Zugfahrt. 21 Stunden im ICE von Jena nach Berlin, dem Nachtzug von Berlin nach Kopenhagen und einem Schnellzug von Kopenhagen ans Ziel, Stockholm, gehen. Natürlich sollte das bei mir mit der Deutschen Bahn nicht ohne Probleme ablaufen. Die Sitzplatzreservierung für meinen ersten Zug war gleich hinfällig, als ein Ersatzzug statt des eigentlilchen ICEs ankam. Wenigstens erreichten wir Berlin ohne merkliche Verspätung, so dass das Erreichen des Anschlusszuges kein Problem war. Aber mit dem Zug reisen so ganz ohne Verspätungen, das geht natürlich nicht - zumindest nicht, wenn ich unterwegs bin. Ich ziehe das scheinbar magisch an ;-). Denn mein Nachtzug nach Kopenhagen brauchte dann dank eines 3-stündigen Zwischenstops ganze 6 Stunden für den Weg von Berlin nach Hamburg. Nach dem Aufwachen eine halbe Stunde vor der geplanten Ankunft war dann Bangen und Hoffen angesagt, mit 3 Stunden Verspätung hätte ich den Anschlusszug in Kopenhagen nicht mehr erwischt. Glücklicher Weise konnte der Zug aber noch eine dreiviertel Stunde Verspätung wieder gut machen, so dass ich meinen Zug nach Stockholm gerade noch bekommen habe.
Dort angekommen wurde ich am S-Bahnhof von dem Couchsurfer abgeholt, bei
dem ich die kommenden Tage schlafen sollte. Es war gerade noch genug
Zeit zum Duschen und dann ging es weiter auf eine Silvesterparty im
Fußballverein des Couchsurfers. Bei dem Vereinshaus, in dem die Feier
stattfand, handelte es sich um einen alten Bauernhof, der umgebaut
wurde. Ein Teil der alten Landwirtschaftsgeräte waren noch in einer
kleinen Ausstellung zu sehen. Und da das Gebäude auf einem Hügel steht,
konnten wir um Mitternacht einen netten Blick über die Stadt genießen
und das Feuerwerk betrachten.
Nach der Silvesterparty haben wir Neujahr eher ruhig begonnen, haben
lange geschlafen und am Nachmittag einen Spaziergang um einen See in der
Nachbarschaft gemacht. Am Abend ging es dann doch noch einmal gemeinsam
in die Stadt um einen ersten Überblick über die Innenstadt zu bekommen.
Ausblick auf die Stadt von der Museumsinsel Skeppholmen.
Die Wachablösung am Palast konnte man mehrfach am Tag verfolgen.
Stockholm ist umringt von Wasser...
... und voller schöner, alter Bauwerke.
Die kommenden drei Tage in Stockholm habe ich mich allein durch die Museenwelt Stockholms geschlagen. Das Museum für moderne Kunst und das Architektur-Museum füllten meinen ersten Tag gut aus. Zum Abschluss habe ich mir noch die St. Nikolai-Kirche angeschaut, bevor ich mich am Abend mit ein paar Couchsurfern aus Stockholm getroffen habe. Am zweiten Tag habe ich mir die Stadt noch einmal genauer angesehen und das gute Wetter genossen - es war zwar zu kalt, um viel draußen zu unternehmen. Aber für einen Stadtbummel reichte es dann doch. Den Nachmittag habe ich im Nobel-Museum verbracht. Das Museum ist wirklich schön aufgebaut und bietet eine Menge an Informationen. Es war also ein Leichtes, sich dort einen ganzen Nachmittag aufzuhalten. Für meinen letzten Tag in Stockholm hatte ich eigentlich den Besuch eines Bootsmuseums geplant, von dem mir mehrfach erzählt wurde. Allerdings wollte ich am Morgen erst einmal den Weg zum Fährterminal ablaufen, um am kommenden Morgen mein Boot zurück nach Turku auch sicher zu erwischen. Der Weg von der Fähre zurück in die Stadt führte mich vorbei am Fotografie-Museum. Und da ich schon einmal dort war, habe ich mir auch die Ausstellung von David LaChapelle angesehen. Glücklicher Weise habe ich mir vorab keine Kritiken durchgelesen, vermutlich hätte ich mir die Aussellung ansonsten nicht angesehen. LaChapelles Fotografien sind doch etwas speziell (falls ihr mehr wissen wollt, hilft google sicherlich weiter). Aber interessant war der Besuch des Museums allemal. Den restlichen Tag habe ich wieder in der Fußgängerzone verbracht. Am Abend war dann Sachen packen angesagt, da meine Nacht schon halb 5 beendet war, um pünktlich an der Fähre zu sein.

Um das Nobel-Museum herum befinden sich viele schöne Häuser.
Alfred Nobels Totenmaske und sein Testament... Das Testament, das den von Wissenschaftlern so begehrten Preis ins Leben gerufen hat. Hach ja, man wird ja noch träumen dürfen... :)
St. Georg kämpft mit dem Drachen in der St. Nikolai-Kirche.
Moderne Kunst eben.
Angekommen in Turku habe ich am Abend nur kurz meine Sachen in der Wohnung verstaut und mich dann erst einmal auf den Weg zu Linnea gemacht, um nach der langen Fahrt auf der Fähre ein wenig soziale Kontakte zu pflegen, einen Film zu schauen und zu reden :).