Montag, 10. Dezember 2012

Am dritten Tag in Jyväskylä…


…gingen uns langsam die Sehenswürdigkeiten aus. Selbst das kleine Touristeninformationsheft war nicht sonderlich kreativer als wir. In näherer Umgebung zur Stadt blieb uns an interessanten Museen nur noch das Luftfahrtmuseum Mittelfinnlands, in dem wir unseren Samstag Vormittag verbrachten. Das Museum erzählte sehr detailliert von der finnischen Luftfahrtgeschichte. Neben verschiedenen Flugzeugen, die aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien importiert wurden, war auch ein in Finnland produziertes Flugzeug und der erste Flugsimulator zu sehn. Probesitzen im Cockpit eines Jets war auch möglich  aber bei so vielen seltsamen Knöpfchen glaube ich, ich bleibe lieber bei meinem Beruf.

 Nein, das ist kein Kinderspielzeug. Das ist ein Flugsimulator für Piloten. Naja, einer der ersten.

 Und auch dieses kleine Flugzeug ist kein Spielzeug. Es erreicht eine Flughöhe von bis zu 3000 Metern. Wobei ich finde, dass man sehr lebensmüde sein muss, um das auszuprobieren. 

Es gab nicht nur ganze Flugzeuge sondern auch einige Flugzeugwracks zu besichtigen. Mit kleinem Modell, wie das Flugzeug aufgefunden wurde. Dieses hier ist über einem Sumpf abgestürzt.

Ein Rätsel wurde im Museum aber leider nicht geklärt – vielleicht kennt sich ja jemand von euch genug mit Flugzeugen aus, um mir zu erklären, weshalb diese Maschine ein nach außen gewölbtes Seitenfenster hat. Die andere Seite der Maschine war normal, es betrifft nur dieses eine Fenster.

 Das dritte Fenster von links ist mir wirklich ein Rätsel.

Am Nachmittag hatte Tarja eine Lehrveranstaltung in der Universität, bei der sie anwesend sein musste. Da der Kurs an den Samstagsveranstaltungen Filme schaut und bei 100 Teilnehmern ein Mensch mehr oder weniger nicht auffällt, sind wir gemeinsam zu ihrer Veranstaltung gegangen. Auf dem Nachhauseweg haben wir noch einen Geocache eingesammelt und Zutaten für Pfefferkuchen und Joulutorttu, ein finnisches Weihnachtsgebäck, gekauft. Nachdem wir den fertigen Pfefferkuchenteig ausgerollt und Plätzchen ausgestochen hatten, beginnen die (zugegeben sehr einfachen) Vorbereitungen für die Joulutortut (kein Rechtschreibfehler sondern soweit ich verstanden habe die Mehrzahl des Wortes). Wir Schnitten den Blätterteig in Quadrate mit eingeschnittenen Ecken. Danach platzierten wir einen Klecks Pflaumenmus in der Mitte des Vierecks und klappten von jeder Ecke eine Hälfte nach innen. Der Teig wurde mit Ei bestrichen und nach 15 Minuten imBackofen waren die Joulutortut fertig. Für Jouni, der keine Marmelade mag, haben wir das Pflaumenmus mit Gehacktes und Käse ersetzt. Während die Sauna für den Abend aufgeheizt wurde, haben wir es uns mit einem frisch gebackenen Joulutorttu, Glögi und Pfefferkuchen auf dem Sofa gemütlich gemacht. 
 
 Die Joulutortut vor...

 ... und nach dem Backen.

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