…gingen uns langsam die Sehenswürdigkeiten aus. Selbst das
kleine Touristeninformationsheft war nicht sonderlich kreativer als wir. In
näherer Umgebung zur Stadt blieb uns an interessanten Museen nur noch das
Luftfahrtmuseum Mittelfinnlands, in dem wir unseren Samstag Vormittag
verbrachten. Das Museum erzählte sehr detailliert von der finnischen
Luftfahrtgeschichte. Neben verschiedenen Flugzeugen, die aus Deutschland,
Frankreich und Großbritannien importiert wurden, war auch ein in Finnland
produziertes Flugzeug und der erste Flugsimulator zu sehn. Probesitzen im
Cockpit eines Jets war auch möglich aber
bei so vielen seltsamen Knöpfchen glaube ich, ich bleibe lieber bei meinem
Beruf.
Nein, das ist kein Kinderspielzeug. Das ist ein Flugsimulator für Piloten. Naja, einer der ersten.
Und auch dieses kleine Flugzeug ist kein Spielzeug. Es erreicht eine Flughöhe von bis zu 3000 Metern. Wobei ich finde, dass man sehr lebensmüde sein muss, um das auszuprobieren.
Es gab nicht nur ganze Flugzeuge sondern auch einige Flugzeugwracks zu besichtigen. Mit kleinem Modell, wie das Flugzeug aufgefunden wurde. Dieses hier ist über einem Sumpf abgestürzt.
Ein Rätsel wurde im Museum aber leider nicht geklärt – vielleicht kennt
sich ja jemand von euch genug mit Flugzeugen aus, um mir zu erklären, weshalb
diese Maschine ein nach außen gewölbtes Seitenfenster hat. Die andere Seite der
Maschine war normal, es betrifft nur dieses eine Fenster.
Das dritte Fenster von links ist mir wirklich ein Rätsel.
Am Nachmittag hatte Tarja eine Lehrveranstaltung in der Universität, bei der
sie anwesend sein musste. Da der Kurs an den Samstagsveranstaltungen Filme
schaut und bei 100 Teilnehmern ein Mensch mehr oder weniger nicht auffällt,
sind wir gemeinsam zu ihrer Veranstaltung gegangen. Auf dem Nachhauseweg haben
wir noch einen Geocache eingesammelt und Zutaten für Pfefferkuchen und
Joulutorttu, ein finnisches Weihnachtsgebäck, gekauft. Nachdem wir den fertigen
Pfefferkuchenteig ausgerollt und Plätzchen ausgestochen hatten, beginnen die
(zugegeben sehr einfachen) Vorbereitungen für die Joulutortut (kein
Rechtschreibfehler sondern soweit ich verstanden habe die Mehrzahl des Wortes).
Wir Schnitten den Blätterteig in Quadrate mit eingeschnittenen Ecken. Danach
platzierten wir einen Klecks Pflaumenmus in der Mitte des Vierecks und klappten
von jeder Ecke eine Hälfte nach innen. Der Teig wurde mit Ei bestrichen und
nach 15 Minuten imBackofen waren die Joulutortut fertig. Für Jouni, der keine
Marmelade mag, haben wir das Pflaumenmus mit Gehacktes und Käse ersetzt.
Während die Sauna für den Abend aufgeheizt wurde, haben wir es uns mit einem
frisch gebackenen Joulutorttu, Glögi und Pfefferkuchen auf dem Sofa gemütlich
gemacht.
Die Joulutortut vor...
... und nach dem Backen.






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