... Art war sehr interessant. Laut Tarja und Jouni, meinen Couchsurfer-Gastgebern gibt es keine großartigen Traditionen an diesem Tag. Dennoch gibt es ein paar Sachen, die nicht jeden Tag in Finnland passieren.
Als das typisch finnische Mittagessen - Makkaroni-Auflauf mit Hackfleisch - im Backofen garte, haben wir einen Spaziergang rund um die Wohnsiedlung gemacht. Jouni und Tarja wohnen am Stadtrand Jyväskyläs, zwei Minuten vom nächsten See entfernt. eine Downhill-Ski- und eine Skisprung-Anlage befindet sich in Sichtweite und die nächste öffentliche Sauna befindet sich auf einer Insel im See.
Als das typisch finnische Mittagessen - Makkaroni-Auflauf mit Hackfleisch - im Backofen garte, haben wir einen Spaziergang rund um die Wohnsiedlung gemacht. Jouni und Tarja wohnen am Stadtrand Jyväskyläs, zwei Minuten vom nächsten See entfernt. eine Downhill-Ski- und eine Skisprung-Anlage befindet sich in Sichtweite und die nächste öffentliche Sauna befindet sich auf einer Insel im See.
Die Skisprung- und Downhill-Skianlage in der direkten Nachbarschaft. Für größere Berge und höhere Sprungschanzen muss man eine halbe Stunde Fahrt auf sich nehmen, um ins nächstgelegene, größere Skigebiet zu kommen.
Nach dem Rundgang und dem Mittagessen haben wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht. Jouni hat Tarja und mich an der "Taulumäki"-Kirche abgesetzt und seiner Mutter einen kurzen Besuch abgestattet. Von der Kirche ging es über den Friedhof zur Fußgängerzone Jyväskyläs, die ziemlich klein ist aber überdurchschnittlich viele Bars aufweist - ein typisches Merkmal von Studentenstädten. Am Ende der Fußgängerzone angekommen liefen wir als nächstes zur Stadtkirche im Stadtpark. Von dort aus machten wir uns auf den Weg zum Freilicht-Museum mit alten Bauwerken aus der Umgebung, die für das Museum an einem neuen Standort zusammengetragen worden. Das Museum wurde erst diesen Sommer errichtet und bietet seit diesem Jahr auch Platz für einen Weihnachtsmarkt. Während ich mit Tarja das Einkaufsangebot in den Holzhütten des Weihnachtsmarktes anschaute, stieß Jouni wieder zu uns. Gemeinsam haben wir uns bei einem Glögi aufgewärmt und einem Schmied dabei zugesehen, wie er Garderobenharken aus einer Eisenstange formte.
Die "Taulumäki"-Kirche liegt nicht weit entfernt von...
... Jyväskyläs Fußgängerzone. Das Foto ist vom Anfangspunkt der Fußgängerzone aufgenommen.
Der Stadtpark mit der Stadtkirche.
Klein aber fein ist er, der laut meinen Gastgebern erste Weihnachtsmarkt der Stadt.
Das nächste Ziel der Stadterkundungstour war die Universität von Jyväskylä - mit dem von Alvar Aalto designten Hauptgebäude. Am Rande des Campus bekam ich sogar die Gelegenheit, am ältesten Gebäude der Stadt meinen ersten Geocache in Jyväskylä zu finden - gar nicht so leicht in der Dunkelheit. Danach wollten die Beiden mich zu einem Aussichtspunkt bringen, von dem man über die gesamte Stadt sehen kann. Das Gebäude war allerdings heute am Feiertag nicht zugänglich. Somit musste ein Café in der Innenstadt zum Aufwärmen und Zeit vertreiben herhalten. Um 18 Uhr sollte ein Gedenkumzug von der Universität in Richtung Friedhof starten. Als eine große Gruppe Menschen mit Fackeln und Kerzen das Café passierten, haben wir uns für den Rest des Weges zum Friedhof der Menschenmenge angeschlossen. Am Friedhof fand eine Gedenkfeier zu Ehren der Opfer des zweiten Weltkrieges statt - diese Gedenkfeier wird jedes Jahr vom ersten Semester der Lehramts-Studenten organisiert. Auf allen Gräbern für die Gefallenen des Krieges wurden Kerzen aufgestellt. Vor dem Gefallenendenkmal war eine kleine Bühne aufgestellt, auf der ein Veteran und ein Student eine kurze Rede hielten. Ein Chor, der neben dem Denkmal positioniert war, sang die Nationalhymne Finnlands und mehrere Kirchenlieder. Den Inhalt der Reden habe ich leider nicht verstanden. Mir wurde auch nicht wirklich klar, weshalb man am Unabhängigkeitstag gerade den Gefallenen des zweiten Weltkriegs gedenkt, wenn Finnland doch während des ersten Weltkriegs seine Unabhängigkeit erklärt hat. Ein möglicher Grund laut meinen beiden Gastgebern ist, dass die Finnen während des zweiten Weltkrieges große Angst hatten, dass Finnland seine Unabhängigkeit erneut verlieren könnte im zweiten Weltkrieg.
Das Hauptgebäude der Universität von Jyväskylä wurde genauso von Alvar Aalto designed...
... wie dieses Gebäude der Sportwissenschafts-Fakultät.
Das älteste Gebäude der Stadt ist ein schöner Ort für einen Geocache :).
Die Gedenkfeier am Friedhof.
Wieder bei Tarja und Jouni zuhause haben wir den Fernsehr angeschalten und die Empfangsveranstaltung für den Unabhängigkeits-Ball beim Präsidenten verfolgt - zwei Stunden Händeschütteln und Small Talk. Die Veranstaltung ist sozusagen das "Who is Who" Finnlands. Der Präsident läd u.a. Sportler, Musiker, Professoren, Botschafter und die ehemaligen Präsidenten zum Tanzen ein und ganz Finnland verfolgt die Veranstaltung im TV und diskutiert die Kleiderwahl der Damen - passend zum Anlass des Balls beschränkt sich die Farbwahl v.a. auf blau, weiß und schwarz.
So also zelebriert Finnland seine Unabhängigkeit... zumindest in Jyväskylä.
So also zelebriert Finnland seine Unabhängigkeit... zumindest in Jyväskylä.









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