Dienstag, 3. Juli 2012

Mein fünfter Tag in Houston...

... war der längste Tag der Konferenz für mich. Und auch der wichtigste Tag, da ich an diesem Tag mein Poster ausgestellt hatte. Am Morgen hieß es deshalb, zunächst mein Poster in der Posterhalle aufzuhängen, bevor die ersten Vorträge losgingen. In der Mittagspause habe ich mir schnell ein belegtes Brötchen in der Messehalle geholt, um noch einen Blick auf einige andere Poster zu werfen. Danach musste ich mich  für die Poster-Ausstellung neben meinem eigenen "Werk" postieren. Schließlich sollte das Poster andere Wissenschaftler dazu anregen, meine Arbeit mit mir zu diskutieren, Anregungen zu geben oder eine Zusammenarbeit mit ihrer Arbeitsgruppe vorzuschlagen. 
Kollaborationen mit anderen Laboren haben sich zwar nicht aus den Gesprächen über mein Poster ergeben, aber ein paar nette Unterhaltungen und einige Anregungen waren doch dabei. Nach der Poster-Ausstellung ging der Tag weiter mit einigen Vorträgen. Für den Montag-Abend hatte ich dann zusätzlich zur Konferenz noch ein Seminar hinzu gebucht - es gab bei der Anmeldung zur Konferenz die Möglichkeit, zu bestimmten Themen noch Abendseminare zu besuchen. Ich hatte mich dafür entschieden, ein bisschen mehr über die Bewerbung für Fördermittel zu informieren. Schließlich kann es nie schaden, etwas mehr Geld für die Arbeitsgruppe einzuwerben oder die Reisekosten für eine Konferenz durch ein Stipendium zu decken.
Was ich bei diesem Seminar jedoch nicht erwartet hatte, war die Tatsache, dass während der Vorträge Abendessen serviert wurde. Schließlich musste man im Voraus für das Abendseminar bezahlen und ich hatte es als Extraleistung aufgefasst, dass man uns abends noch mit zusätzlichen Informationen füttert... Ich bin mir nicht einmal sicher, ob der Teilnehmerbeitrag die Kosten für das Buffet gedeckt haben. Leider habe ich es den gesamten Tag nicht geschafft, neue Fotos zu machen - aber ich zeige euch einfach ein paar Bilder der anderen Tage, die ich hier bisher nicht veröffentlicht habe:

 Nette Häuser nahe der Menil Collection.

 Ein alter Chevrolet Pick-Up in einem ruhigen Stadtviertel mit Vorort-Atmosphäre.

 Moderne Kunst im Museumsviertel.

 Ein weiterer "Springbrunnen" im Discovery Green-Park, der Kindern Abkühlung bietet.

Nach dem Seminar über Stipendienbewerbungen habe ich den letzten Shuttle-Bus zu meinem Hotel genommen, wo ich eine kleine Dankeskarte des Zimmermädchens fand. Da mein Rückflug erst zwei Tage später, am Mittwoch, erfolgen sollte, war ich leicht erstaunt, diese Karte bereits am Montag in meinem Zimmer zu entdecken. Offensichtlich hatte ich es geschafft, mein Hotelzimmer eine Nacht weniger zu reservieren, als notwendig.
An diesem Punkt habe ich realisiert, wie hilfreich Couchsurfing sein kann. Man kennt bereits Leute in der Stadt, die einem einen Schlafplatz anbieten könnten - oder zumindest Freunde haben, die ein Gästebett oder ein Sofa bereitstellen könnten :). Also habe ich Kasia gefragt, ob ich noch eine weitere Nacht, von Dienstag auf Mittwoch, in ihrer Wohngemeinschaft übernachten könnte. Für den Dienstag Abend hatte ich mich sowieso bereits mit ihr und ihren Mitbewohnern auf ein letztes Abendessen in Houston verabredet. Glücklicher Weise war es für sie auch kein Problem, mir eine weitere Nacht ein Dach über dem Kopf anzubieten. Ja, manchmal habe ich eindeutig mehr Glück als Verstand!

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