... Schlittschuhlaufen gehen :-). Zum ersten Mal seit Jahren kamen meine
Schlittschuhe endlich wieder zum Einsatz. In Jena gab es zwar auf dem
Weihnachtsmarkt eine kleine Eisbahn, aber irgendwie habe ich es nie geschafft,
sie mal zu testen. Somit war ich zu Zeiten meines Bachelor-Studiums das letzte
Mal auf dem Eis. Umso größer war meine Vorfreude auf den heutigen Tag - endlich
wieder Schlittschuh laufen.
Zusammen mit einer indischen Doktorandin und einer Masterstudentin aus Frankreich
habe ich mich vom Markt aus auf dem Weg gemacht. Die Eisbahn ist erstaunlich
nah an meiner Wohnung, liegt jedoch recht versteckt hinter der Philharmonie. Da
es zumindest im Süden Indiens keinen Schnee und kein Eis gibt, war Sathya, die
indische Studentin, bisher nur einmal Schlittschuh fahren. Was beim ersten
Versuch natürlich eher in Schlittschuh schlittern und fallen ausartete. Darum
haben wir ihr versprochen, auf sie Acht zu geben, ihr ein wenig zu helfen und
ihr das Fahren etwas beizubringen. Nach der ersten Enttäuschung, dass die Bahn
kein Geländer zum Festhalten hatte, haben wir eine Art "Rollator"
fürs Eis entdeckt. Sathya war total glücklich, dass sie nun das Fahren üben
konnte, ohne alle paar Sekunden hinzufallen. Und für Stefanie, die französische
Studentin, und mich bedeutete dies, dass wir auch mal eine Runde in schnellerem
Tempo fahren konnten ohne uns sorgen zu müssen, dass unsere Kollegin sich was
bricht :). Nachdem sie zwei Stunden mit dem Eislauf-Rollator geübt und von uns
mit Tipps bombardiert wurde, hat sie sich (nach etwas Überredungsarbeit) auch
getraut, ohne Hilfe zu fahren. Insgesamt hat sie vier Runden ohne Hilfe
geschafft und ist dabei vier Mal gestürzt. Für den zweiten Tag auf
Schlittschuhen gar nicht so schlecht. Zumal sie bei ihren allerersten Versuchen
alle zwei Meter hingefallen sei... Insgesamt also ein erfolgreicher Tag - für
sie beim Lernen und für uns beim "Lehren". Und ein spaßiger Tag,
Schlittschuhlaufen bringt echt Spaß und den Anblick von 8 Asiaten mit diesen
Eislauf-Rollatoren werde ich wohl mein Leben lang nicht mehr vergessen ;). Ein
Foto mit diesem lustigen Gerät folgt hoffentlich bald. Ich hatte allerdings
mein Handy zusammen mit allen anderen Wertgegenständen im Schließfach verstaut.
Schließlich weiß man nie, was einen zu Fall bringen könnte und was dabei zu
Bruch gehen kann... Aber Stefania hatte ihre Kamera dabei und ich werde euch
bald mit einem ihrer Bilder versorgen.
Gleich geht's nochmal los, mit den Beiden und ein paar anderen Doktoranden eine Bar unsicher machen. Schließlich wollen wir ja den finnischen Lebensstil verstehen. Und dazu gehört auch, Samstag Abend mal Trinken zu gehen. Außerdem ist sowas auch gut für den Teamgeist im Labor :).
5 Tage war das J.krank,jetzt säuft sie wieder ,gott sei dank.;-)
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