... ist zwar keine Garantie dafür, dass der Wissenschaftler auch gute Vorträge halten kann. Aber wie Linnea schon richtig festgestellt hat, er hatte in den letzten Jahren seit dem Nobelpreis viel Zeit, seinen Vortrag zu perfektionieren. Vielleicht konnte Martin Chalfie aber auch schon vor seinem Nobelpreis für Chemie 2008 gute Vorträge halten. Auf jeden Fall hat er heute eine schöne Präsentation über ein grün fluoreszierendes Protein aus einer Leuchtqualle gehalten - und darüber, wie es ihm und seinen Mitarbeitern als erstes gelang, dieses Protein in der Forschung einzusetzen.
Bevor es allerdings zusammen mit Linnea zu diesem Vortrag ging, habe ich meinen Vormittag beim Finanzamt verbracht. Die nächsten 2 Monate werde ich über einen normalen Arbeitsvertrag mit normal zu versteuerndem Einkommen angestellt sein, und dafür benötigte ich noch meine Steuerkarte. Außerdem wurde mir letztens ein Steuerbescheid zugesandt und ich wollte vor dem bezahlen erst einmal wissen, wofür ich mein Geld eigentlich opfern sollte - schließlich habe ich bisher nur Geld aus Stipendien bekommen, welche nicht zu versteuern sind. Allerdings ist der finnische Staat etwas anders organisiert, als Deutschland. Da es nur eine gesetzlich Krankenversicherung gibt, wird auch der Beitrag dafür übers Finanzamt mit dem Steuerbescheid eingezogen. Und ich hatte mich schon gewundert, ob die finnische Krankenversicherung wirklich steuerfrei sei ;-).
Nach dem Vortrag war ich gemeinsam mit Linnea Mittag essen und wir haben uns dann später noch einmal auf einen Tee getroffen. Nach der Arbeit habe ich mich noch mit Sathya, Stefanie und Ashutosh bei Sathya getroffen. Es gab indisches Essen zum Abendbrot und anschließend haben wir uns noch ein paar Stunden geredet.
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