... hatte am Morgen eine positive Überraschung für uns parat: Sonnenschein! Nach dem vielen Schnee am Vortag und dem Schneeregen in Helsinki hatten wir uns eigentlich in Gedanken schon damit abgefunden, dass uns das schlechte Wetter die gesamte Reise über begleitet. Beim Frühstück haben wir uns dann entschieden, das Freiluftmuseum "Rocca al Mare" zu besichtigen, um das schöne Wetter auch ordentlich zu nutzen. Und die meisten anderen Museen waren am Ostersonntag sowieso geschlossen. Den Namen verdankt das Museum seiner Lage direkt an der Ostsee, an einem Küstenabschnitt, an dem von der letzten Eiszeit viele Findlinge zurück gelassen wurden. Das Freilichtmuseum stellt insgesamt 80 alte Gebäude aus Estland aus: Wohnhäuser, eine alte Schule, eine Holzkirche, verschiedenste Werkstätten und Farmen, Mühlen und ein Restaurant. Leider sind viele Häuser in der Wintersaison nicht zugänglich, aber ein paar Innenräume haben wir trotz der falschen Jahreszeit zu Gesicht bekommen:
Die Findlinge im Meer ...
... und am Meer.
Am Eingang des Museums konnte man üben, sich bei den niedrigen Türen nicht zu stoßen.
Die kleinste Holzhütte, die ich je gesehen habe...
... aber zum Glück gab es in Tallinn auch größere Gebäude. Wie dieses Restaurant mit einladendem Biergarten ;).
Eine alte Windmühle am Meer.
... um sich ein Bild zu machen von der antiken Wohnzimmereinrichtung...
... und dem noch funktionstüchtigen, alten Ofen in der Küche.
Und dieses rote Holzhaus diente einst als Dorfschule.
Nach dem Besuch des Freilicht-Museums fuhren wir zurück in die Innenstadt, um auch die mittelalterliche Innenstadt bei dem schönen Wetter zu genießen. Die Straßenbahn-Haltestelle liegt an dem großen Marktplatz der modernen Innenstadt, direkt am Rande der Altstadt-Mauern nahe der orthodoxen Kathedrale.
... und dieser Kirche auf der anderen Seite.
Nahe des Kriegsdenkmals hinter den Stadtmauern der Altstadt findet sich die orthodoxe Kathedrale.
An der Stadtmauer war auch ein Bogenschieß-Stand aufgebaut.
Die Gelegenheit, nach einer kurzen Erklärung selbst einmal auszuprobieren, wie man mit Pfeil und Bogen schießt, konnte ich einfach nicht verstreichen lassen. Es hat Spaß gemacht und meine Schuss-Bilanz war gar nicht mal so schlecht. Auch wenn ich die goldene Mitte nicht getroffen habe, alle 5 Pfeile saßen in den drei Ringen um die Mitte herum.
Nach dem Bogenschießen ging es weiter durch die Altstadt von Tallinn, vorbei an Gilde-Häusern aus der Hansezeit, alten Kirchen und vielen Toren und Türmen der Stadtmauer. Bei schönem Wetter ist der mittelalterliche Stadtkern Tallinns wunderschön. Auch beim Spaziergang durch die nächtliche Altstadt nach dem Abendessen zeigte sich die Stadt von seiner schönsten Seite :).
Das Parlament.
Blick über einen Teil der Altstadt in Richtung Meer.
Eines der vielen Tore von Tallinns Stadtmauer.
Der Marktplatz bei Nacht...
...mit dem alten Rathaus.
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