... so wie es Vorweihnachts-Stress gibt? Oder
entsteht der Vorweihnachts-Stress nur durch die vollen Fußgängerzonen und die
Suche nach den perfekten Geschenken und ist somit nicht auf die Oster-Zeit
übertragbar? Ob nun Ostern und die zwei freien Wochentage Schuld an meinem
aktuellen vor-österlichen Freizeitmangel sind, oder ob es einfach der generelle
Arbeitsstress ist, der nur zufällig auf die Woche vor Ostern fällt, macht für
mich ja aber sowieso keinen Unterschied. So oder so waren die letzten Tage
stressig und vollgepackt mit Arbeit im Labor und am PC. Und auch der morgige
Tag wird nochmal ziemlich lang - der Wissenschaftliche Präsentationen-Kurs
beginnt diese Woche. Aber das lange Osterwochenende ist ja schon in greifbarer
Nähe und 4 Tage Tallinn mit Freunden sollten zum Abschalten ja genügen
:).
Meine Vorfreude auf Ostern kann aktuell nichts
schmälern. Weder die viele Arbeit, noch die traditionelle, finnische
Osterspeise "Mämmi". Mämmi ist ein Roggen-Malz-Pudding, der kalt
gegessen wird. Das Zeug sieht nicht sonderlich appetitlich aus, es ist ein
schwarz-brauner, zäher Brei - ich kann euch ja morgen mal ein Foto hochladen,
falls Interesse besteht ;). Der Geschmack erinnert ein wenig an Blockmalz-Bonbons,
ist allerdings leicht salzig. Um diesen Malz-Roggen-Geschmack zu übertünchen,
wird Mämmi von den Finnen meist mit Milch oder Sahne und Zucker oder alternativ
mit Vanilleeis gegessen. Aber wie das so mit Traditionen ist, als Finne isst
man an Ostern zumindest einmal Mämmi, auch wenn man den Geschmack vielleicht
nicht sonderlich mag... Ich war neugierig, was dieser Brei nun ist und wie er
wirklich schmeckt. Meine Lieblingsspeise wird Mämmi aber sicherlich nicht. Es
gibt in Finnland zwar Sachen, die deutlich schlimmer schmecken - ich erinnere
mich nur mit Grauen an die Teer-Limonade - aber es finden sich im Supermarkt
auch leckerere Dinge als Mämmi. ;)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen