Dienstag, 17. Januar 2012

Mein erster Arbeitstag...

... im neuen Jahr ging ziemlich ruhig los. Erst einmal wurde nachgeschaut ob die ausstehenden Lieferungen mittlerweile eingetroffen sind und sich am richtigen Lagerplatz befinden, dann die eMails der letzten Wochen nochmal gesichtet und in entsprechende Ordner sortiert - man will ja schließlich alles wiederfinden wenn man es mal braucht. Anschließend habe ich zusammengesucht welche Proben bearbeitet werden müssen und ob dafür das jeweilige Material bereit steht. Nun habe ich erst einmal wieder einen groben Überblick was ich in der nächsten Zeit machen will/darf/muss und die nächsten Tage werden dann wieder zunehmend unruhiger (stressiger klingt ja so negativ). 
Auf dem Heimweg habe ich noch schnell dafür gesorgt, dass wieder Nahrung in meinem Kühlschrank liegt. Nun stellt sich mir allerdings die Frage, wieso es mich Monate gebraucht hat, um mich an die finnischen Preise zu gewöhnen... Und all die harte Anpassungsarbeit nach einem Monat in Deutschland wieder zunichte gemacht ist. Einkaufen hier ist wirklich teurer :-/. 
Da mir mein Souvenir aus der Heimat, die Erkältung, trotz Medikamente zu schaffen macht werde ich heute aber mal wirklich zeitig ins Bett verschwinden und es mit gesund schlafen versuchen :).

Die letzten Tage...


gingen viel zu schnell vorbei. Heute ging es somit über Kopenhagen zurück nach Turku - alles wie geplant. In Turku angekommen habe ich erst einmal meine Post gesichtet. Da fanden sich hauptsächlich Briefe von der Uni bezüglich meiner Einschreibung als Student, eine Stromrechnung und viel KELA-Post. Die KELA hat mir gleich drei KELA-Karten zugeschickt - zwei Karten für Finnland, einmal gültig bis 31.1.2012 und einmal bis 31.12.2012 sowie eine Karte für das europäische Ausland bis zum 31.12.2012. Die Auslandskrankenkassenkarte bis zum 31.01.2012 hat mir die KELA freundlicher Weise schon vor meiner Abreise zugestellt. Ich wurde nun also weiterhin temporär versichert. Mal sehen, ob ich es in den vier Jahren doch noch zu einem permanenten Versicherungsstatus schaffe :).

Da mein letzter Bericht schon eine Weile her ist, kommt hier nochmal eine kurze Zusammenfassung der vergangenen Tage. Nach unserem Wien-Urlaub war ich noch ein paar Tage in München und habe Freunde aus der Grundschule, dem Gymnasium und aus der Studienzeit in Köthen wiedergetroffen - vorzugsweise Abends/Nachts... Am vorletzten Wochenende wollte ich dann mit der Bahn nach Halle, noch einen Studienfreund und dessen Freundin treffen - allerdings wollte die Bahn nicht so recht. Es fuhren zur exakt gleichen Zeit zwei ICEs von München nach Berlin, wobei einer etwas schneller war und über Halle ging und eine langsamere Strecke über Leipzig führte. Leider war auf der großen Anzeigetafel nur ein ICE angezeichnet und der Bahnangestellte meinte, es wäre ja sinnlos wenn zwei Züge zur gleichen Zeit mit dem gleichen Ziel abfahren, der Zug hieße nur anders unter der Woche als am Wochenende. Somit saß ich letztendlich im falschen Zug, wurde aber netter Weise in Leipzig abgeholt :). Nach einem schönen Nachmittag und Abend mit den Beiden ging es dann am Montag Morgen weiter nach Jena. Mein Onkel und seine Familie waren so nett, mir eine Woche lang Asyl zu geben. Durch die Woche in Jena konnte ich dort auch mal wieder viele Freunde wiedersehen, meine Großeltern besuchen und sogar mal an der Fachhochschule schauen, ob da noch alles wie "damals" ist.
Das letzte Wochenende gab es dann eine große Familienfeier zum  80. Geburtstag meiner Oma - die nächste schöne Gelegenheit viele Leute mal wieder zu sehen, die ich teilweise schon einige Jahre nicht mehr getroffen hatte. 

Ab morgen hat mich dann der Alltag wieder,... für euch bedeutet das: wieder regelmäßiger neuen Lesestoff :)

Mittwoch, 4. Januar 2012

Drei Tage Wien...

... über Silvester war eines meiner Weihnachtsgeschenke. Unter dem Weihnachtsbaum fanden sich außerdem noch ein paar Bücher, Kopfhörer, eine Tasche und eine Dose Kakao mit Marshmallows. 
Am Morgen des 29. Dezembers ging es los Richtung Wien, so dass wir mittags schon die ersten Eindrücke sammeln konnten. Nach dem Mittagessen haben wir den Stephansdom sowie die Krypta unter dem Dom besichtigt - die Führung durch die Krypta war gespickt mit trockenen, sarkastischen Kommentaren des Kryptenführungsmenschen. Seine 1:1-Übersetzung auf Englisch für die ausländischen Teilnehmer war jedoch eher unfreiwillig komisch denke ich :). Am Abend habe ich den Wellness-Bereich des Hotels ausprobiert - ich wollte schließlich sehen, was man in Österreich als finnische Sauna bezeichnet. Die Sauna an sich war nett, allerdings wurde sie bevor ich rein bin wohl eine Weile nicht genutzt, so dass die Luft viel zu trocken war. Und die Sanduhr an der Wand wirkte etwas seltsam, denn in Finnland hieß es immer, man solle einfach so lange drin bleiben bis man es nicht mehr aushält. Egal ob 5, 10 oder 30 Minuten. 

 Der Stephansdom bei Nacht.

Eine Seite der Hofburg...

 ... natürlich mit Denkmal auf dem Vorplatz.

Innenhof der Hofburg.

Am 30. Dezember stand am Morgen die Hofburg mit dem Sissi-Museum auf dem Programm... Die Hofburg ist riesig, also wirklich richtig richtig groß. Daher sind dort sehr viele Museen untergebracht, aber bei drei Tagen Aufenthalt muss man sich eben auf das bekannteste beschränken :). Am Nachmittag haben wir die Einkaufsmeile Wiens erkundet. Silvester, der letzte volle Tag in Wien, begann mit einem Besuch des Schloss Schönbrunn, natürlich wieder mit Museumsbesuch. Um das schöne Wetter zu genießen ging es danach noch ein Stück durch den Schlossgarten. 

 Schloss Schönbrunn von vorne...

 ... und von hinten.

Brunnen im Schlossgarten.

Am Nachmittag waren wir dann am Wiener Prater. Auch wenn zu Silvester nicht alle Fahrgeschäfte geöffnet waren, fand ich den Prater toll. Vom Riesenrad aus hatte man einen schönen Blick über die Stadt und zwei schnellere Fahrgeschäfte mit Überschlägen haben mir danach noch einen netten Adrenalinausstoß beschert :-).

 Das Riesenrad in der Ferne...

... bietet einen schönen Blick über die Stadt ...

... und einen netten Anblick im Dunkeln.

Nach dem Prater-Besuch haben wir noch eine Stunde im Hotel entspannt bevor wir in die Stadt zum Abendessen und Silvester feiern gefahren sind. In der Innenstadt gab es mehrere Bühnen mit Live-Musik und natürlich viele Stände die die feiernde Menge mit Sekt und Co. versorgt haben. Den Start ins neue Jahr haben wir dann auf dem Stephansplatz gefeiert:

Feuerwerk am Stephansplatz.

An Neujahr fuhren wir dann wieder zurück nach Hause und hielten unterwegs noch an der Klosteranlage Melk. Natürlich gibt es auch hiervon noch ein Foto:

 Eingang zum Kloster...

... und der Innenhof der Anlage.

Sonntag, 1. Januar 2012

Silvester-Sonderbeitrag...

... Für meine Großeltern: ich wünsche euch ein gesundes und frohes Neues Jahr! Allen anderen fleißigen Lesern natürlich auch ein schönes neues Jahr. Wenn ich von der Silvesterreise zuruck bin, gibt es hier wieder mehr zu lesen :-).

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Urlaub im Schnee...

... bietet sich mir nun seit einigen Tagen im münchner Süden :). Wenn der Wetterbericht nicht Recht behält und es püntklich zu Weihnachten nochmal wärmer wird, sind sogar die Chancen für eine weiße Weihnacht sehr gut. Generell ist es schön, mal wieder hier zu sein, mit der Familie was zu unternehmen und Freunde zu treffen. Und natürlich, mal von der Arbeit abzuschalten.

Samstag, 17. Dezember 2011

Sicher angekommen ...

... in München (und zwischendrin in Kopenhagen) hab ich nun nach langer Zeit mal wieder deutschen Boden unter den Füßen. Es ist echt nett, wieder hier zu sein, auch wenn ich heute noch oft verwirrt war, in welcher Sprache ich gerade spreche und in welcher Sprache ich sprechen sollte. Statt "Danke" rutscht mir immer noch schnell ein finnisches "kiitos" oder zumindest das englische "sorry" raus. Aber ich bin sicher, dass sich mein Gehirn schnell wieder umstellen wird.

Freitag, 16. Dezember 2011

Die Tasche ist gepackt,...

... die Wohnung auf Fordermann gebracht und bald gehts zum Flughafen :).
Gestern Abend waren Linnea und Mikael zum Abendessen und DVD schauen da. Wir haben einen Finnischen Weihnachtsmann-Film gesehen - Rare Export. Wobei dieser finnische Weihnachtsmann wohl mehr Ähnlichkeit mit einem "Dämon" oder einem Naturgeist hat (der nicht immer nett ist) als mit einem weißbärtigen, dicklichen Mann im roten Anzug. Nach dem netten Abend bin ich totmüde ins Bett gefallen. Die letzten Arbeitstage waren recht stressig. Aber nun steht ja Weihnachtsurlaub an. Heute Mittag geht mein Flug...

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Ich packe meinen Koffer...

... und nehme warme Winterkleidung mit. Hier habe ich sie bisher ja nicht gebraucht, aber irgendwann muss doch der Schnee kommen. Immerhin ist bald Weihnachten! Natürlich finden auch ein paar Süßigkeiten und Geschenke ihren Platz im Koffer. Ansonsten habe ich heute wenig erlebt, muss ja immer noch meine Versuche abschließen und hier ein wenig Ordnung schaffen. Also alles beim Alten..

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Das Chaos der letzten Vorurlaubstage...

... nimmt mich im Moment ganz schön ein. Wohnung auf Vordermann bringen, alle Kleidung nochmal Waschen und Koffer packen, Mitbringsel zusammentragen. Und natürlich will auf Arbeit auch alles erledigt sein, bevor ich abreise. Die letzten beiden Tage stand ich somit viel im Labor und der gestrige Abend fiel meiner Präsentation für das Teammeeting heute morgen zum Opfer. Aber bisher liege ich gut im Plan, wenn mir nichts mehr dazwischen kommt, schaffe ich alle Vorbereitungen bis Donnerstag Nachmittag. Am Abend kommen Linnea und Mikael zu einem Videoabend vorbei und Freitag Vormittag geht es dann ab zum Flughafen und auf nach München :-). Spätestens dann ist der Stress auch erst einmal für einige Tage vorbei. Auch wenn ich einiges an Computer-Arbeit mitnehme, kann ich mir die Zeit doch angenehmer einteilen und auch mal einige Tage nichts für die Arbeit machen. 
Heute gab es auf Arbeit schon ein kleines Weihnachtsgeschenk, mein Arbeits-PC ist endlich da und wurde ans Uninetzwerk angeschlossen. Da es sich um einen Apple-Rechner (also Mac) handelt, saß ich heute erst einmal fragend davor und habe mich gefühlt, als würde ich das erste mal einen Computer bedienen. Vor allem, nachdem die gewohnten Tastenkombinationen für "kopieren", "einfügen" oder das @-Zeichen nicht funktionierten. Ich denke, ein paar Tage werde ich noch brauchen, bis ich mich an das System gewohnt habe. Die einfache Bedienung der Maus und eines Trackpads gefällt mir aber jetzt schon. Mit dem Trackpad kann man mit den Fingern drauf rumwischen und den Mauszeiger darüber bewegen, Bilder mit einer Handbewegung vergrößern oder verkleinern und andere kleinere Spielereien machen.
Da der Rechner an Jukkas altem Arbeitsplatz installiert wurde, habe ich nun mein Büro gewechselt. Als ich angefangen habe war sowieso geplant, dass ich auf Jukkas Platz wechsle, sobald die Austauschstudentin wieder abgereist ist, welche dort im Sommer und Herbst saß. Nun teile ich mir das Büro mit Janne und Fuping - das hat den Vorteil, dass ich meine Versuche nun leichter mit Fuping besprechen kann, der einer meiner Betreuer ist. Und mit Janne im Büro habe ich immerhin jemanden neben mir sitzen, der mir mit den Kleinigkeiten des Studentenlebens in Finnland helfen kann - wie zum Beispiel die angebotenen Vorlesungen finden, bevor die Anmeldefrist abgelaufen ist :).

Sonntag, 11. Dezember 2011

Noch eine Weihnachtsfeier...

... sollte mir meinen gestrigen Feierabend verschönern. Ich hatte eigentlich schon wieder ganz vergessen, dass die Couchsurfing-Gruppe eine Weihnachtsfeier geplant hatte, für die ich vor ein paar Wochen zugesagt habe. Aber gestern hat mich eine eMail wieder daran erinnert und nachdem ich den ganzen Tag im Labor verbracht habe, schien es mir eine gute Idee mal etwas unter neue Leute zu kommen und zu feiern :). Also hab ich mich nach der Arbeit mit ein paar Getränken und Chips eingedeckt um dann direkt zur Weihnachtsfeier zu fahren. Insgesamt waren etwa 20 Leute da, hauptsächlich Finnen und Finnlandschweden, ein Student aus Ungarn und noch 3 weitere Deutsche. Zum einen Stefan, einen Biologen, den ich auf meiner ersten Symposium schon getroffen hatte ( hier nochmal zu finden: Jena ist ein Dorf... )  und dessen Frau. Außerdem war noch ein Arbeitskollege von Stefan dabei. Gegen 2 Uhr nachts haben wir herausgefunden, dass er der deutsche Mitarbeiter war, der bei meinem ersten telefonischen Vorstellungsgespräch für die Stelle, die ich damals nicht bekommen hatte mit in der Telefonkonferenz war. Die Welt ist eben doch nicht so groß, wie man immer denkt...
Gegen 3 Uhr, als noch 10 tapfere Gäste anwesend waren, schlug die Gastgeberin dann ein Trinkspiel vor. Im Nachhinein betrachtet hätte ich besser genau in dem Moment das Weite suchen sollen, aber ich war gerade in eine Unterhaltung vertieft und es war einfach angenehm den Abend mit diesen Leuten zu verbringen. Das war es auch noch während eine Flasche nach der anderen für das Spiel geholt wurden, nur konnte ich heute meine Pläne, ein wenig zu Arbeiten danach vergessen. Gegen 7 Uhr war ich endlich zuhause, bin in mein Bett gefallen und ein paar Stunden später mit den üblichen Symptomen nach zu großem Alkoholgenuss aufgewacht. Freundlicher Weise hat mein Magen gut durchgehalten und sich nach einer Suppe zum Mittagessen auch wieder beruhigt. Nach ein paar weiteren Stunden Schlaf ging es mir dann auch wieder richtig gut. Nur die Arbeit blieb leider liegen...

Samstag, 10. Dezember 2011

Erst die Arbeit,...

... dann das Vergnügen. Heute war die Weihnachtsfeier meiner Abteilung :-). Nachdem ich die letzten beiden Tage daran rumgewerkelt habe, Jukkas Versuchspläne so gut wie möglich umzusetzen, wurde heute Abend mal schön gefeiert. Und morgen geht es dann wieder ins Labor. Ich würd gern vor meinem Urlaub die wichtigsten Versuche abgeschlossen haben. Vor allem meine kultivierten Zellen will ich noch nutzen. Sie wachsen nun endlich so, wie sie es sollten. 
Die Weihnachtsfeier war schön gestaltet. Nach dem Abendbrot-Büffet wurde ein erstes Spiel zum warm werden gespielt - Mitarbeiter-Fotos erraten. Nach dem Dessert und einem weiteren Spiel hat uns Matti, der Professor, mit einigen Zaubertricks erheitert. Das war in meinen Augen eindeutig  das Highlight des Tages. Dass Matti nicht immer so ernst ist, wie er anfangs wirkt, habe ich ja schon gelernt. Aber die Zauber-Comedy-Show hat mich wirklich überrascht. Danach wurde die Musik für die Tanzwütigen etwas lauter gedreht und geplaudert, getrunken und getanzt. Für mich war es eine gute Gelegenheit, ein paar Kollegen besser kennen zu lernen, mit denen ich auf Arbeit bisher nicht viel Kontakt hatte.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Neue Pläne,...

... neuer Stress. Jukka hat mir heute morgen eine eMail mit neuen Versuchsplänen geschickt. An sich freu ich mich ja immer, wenn ich mal eine strukturierte eMail mit klareren Anweisungen bekomme. Allerdings fände er es schön, wenn ich einige der Versuche noch vor meinem Urlaub durchführen könnte. Das waren mit dem heutigen Tag noch 9 Tage inklusive Wochenende. Auch das wäre an sich kein Problem, wenn ich sofort starten könnte. Klar, es wäre stressiger als geplant, aber danach kann ich mich ja eine Weile ausruhen :). Das Problem ist nur, dass ich für den wichtigsten Versuch noch Chemikalien bestellen muss, die nicht auf Lager sind. Und die Lieferung muss erst einmal bei uns ankommen vor meinem letzten Arbeitstag. Also habe ich auch heute meine eigentliche Arbeitsplanung über den Haufen geworfen - mich zeitgleich damit abgefunden zumindest einen Tag am Wochenende ins Labor gehen zu müssen - und den Vormittag damit verbracht, die Chemikalien zusammen zu suchen um zu überprüfen, was fehlt. Dann musste ich die Person, die sich um die Bestellungen kümmert überreden, meine Bestellung noch anzunehmen obwohl sie eigentlich schon mit dieser Arbeit fertig war und nur einmal die Woche bestellt wird. Nun muss ich nur noch hoffen, dass die Ware pünktlich eintrifft. Und meine Versuche für die künftigen Tage noch einmal durchplanen, da ich meine bisherige Planung nun vergessen kann. Also geh ich jetzt brav schlafen. Gute Nacht Welt :)

Der finnische Unabhängigkeitstag...

... war irgendwie nichts besonderes. Klar, alle Läden hatten geschlossen, aber in der Stadt war nicht gerade viel los. Es ist natürlich im Dezember auch etwas kalt für große Aktionen unter freiem Himmel. Auch wenn der Schnee mittlerweile wieder verschwunden ist :-(. Aber, wie zu jeden wichtigeren Feiertag in Finnland üblich, hing überall die Flagge. Fast jedes größere Haus in der Stadt hat irgendwo einen Fahnenmast. Entweder im Vorgarten des Hauses, auf dem Dach oder zumindest eine Halterung für Fahnenstangen, die an der Hauswand nahe des Eingangs befestigt ist.
Ich habe den Tag genutzt um mal lange auszuschlafen und dann in Ruhe auf Arbeit alle Versuche durchzuplanen, meine Boxen in den verschiedenen Laboren ordentlich zu sortieren und mit dem notwendigen Material aufzufüllen und all den Kram den ich an normalen Tagen nie schaffe. Den geplanten Versuch konnte ich heute nicht durchführen, weil ich feststellen musste, dass der alte Test komplett aufgebraucht war. Es war zwar schon ein neuer Test bestellt, aber der wurde noch nicht geliefert... Also bin ich nach zwei Stunden schon wieder nach Hause und hab mich ein wenig um meine Weihnachtseinkäufe gekümmert. Mittlerweile habe ich fast alle Geschenke zusammen oder zumindest eine Idee, was ich schenken möchte und muss das Geschenk nur noch besorgen. Nur eine Person bereitet mir noch Kopfzerbrechen.Weihnachten rückt ja immer näher und in 10 Tagen geht bereits mein Flugzeug nach Deutschland. Darum habe ich heute auch mal begonnen, meinen Koffer zu packen und die Kleidung beiseite zu legen, die ich gern mitnehmen möchte.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Der erste Schnee...

... fiel heute Abend. Schade nur, dass es in der Innenstadt noch zu warm war, um nun eine weiße Winterlandschaft zu haben. Dennoch ist der erste Schnee doch immer noch etwas Schönes :) Zumindest, solange man ihn von zuhause aus betrachten kann und sich keine Gedanken um rutschige Straßen machen muss.

Der Schnee war eigentlich auch schon das Beste am Tag. Auf Arbeit musste ich feststellen, dass meine kultivierten Zellen immer noch nicht das machen, was sie machen sollten und so langsam gehen mir die Ideen aus, wie ich dieses Problem beheben könnte. Außerdem wurde ich gebeten, den Bericht für den Bildgebungskurs noch einmal zu überarbeiten. Zum Abgabetermin der Arbeiten hatten noch ein paar Daten gefehlt, die ich nun verwenden sollte, um den Bericht vollständig zu machen. Dann wird er für die anderen Studenten als Beispielarbeit zugänglich gemacht. Zusammen mit der Arbeit einer anderen Doktorandin sind unsere "Werke" dann zwei Musterlösungen, wie man einen solchen Bericht schreiben sollte. Pirjo, die Koordinatorin des Kurses, war scheinbar wirklich unzufrieden mit den Arbeiten der Masterstudenten... Also habe ich den heutigen Nachmittag darauf verwendet, die neuen Daten auszuwerten, grafisch aufzubereiten und in den Text einzufügen. Morgen werde ich dann wohl den eigentlich für heute geplanten Versuch durchführen, außer es fällt mir doch noch ein besserer Weg ein, den finnischen Unabhängigkeitstag zu feiern. Allerdings werde ich ja über Weihnachten/Silvester einen Monat unterwegs sein und hätte gern so viele Versuchsreihen abgeschlossen, wie möglich. Mal sehen, wie groß meine Motivation morgen früh noch ausfällt. 

Sonntag, 4. Dezember 2011

Ein Adventsspaziergang...

... und ein Konzert haben den heutigen Tag wirklich schön gestaltet :-). Nachdem heute tagsüber die Sonne geschienen hat, wollte ich unbedingt ein bisschen raus und das tolle Wetter genießen. Außerdem war ich neugierig, wie ein finnischer Weihnachtsmarkt wohl aussieht. Und die Erfahrung wollte ich mir auch nicht davon vermiesen lassen, dass mein Besuch nicht kommen konnte. Also bin ich über den Marktplatz Richtung Bibliothek gelaufen, vorbei an dem Gebäude der Tageszeitung Turun Sanomat - das besondere an dem Gebäude ist allerdings weniger die Zeitung als die Architektur. Es wurde geplant von Alvar Aalto, einem der bekanntesten Finnischen Designer des 20. Jahrhunderts. Allerdings merkt man meiner Meinung nach an diesem Haus nicht viel von seinem "Talent":

Es handelt sich um das graue Gebäude in der Mitte, mit dem Läufer rechts an der Seite und der Leuchtschrift auf dem Dach.

Von Weihnachtsmarkt selbst habe ich keine brauchbaren Fotos gemacht, allerdings ist der Markt auch nicht so viel anders, als in Deutschland. Es wird Handwerkskunst wie selbst gestrickte Mützen und Handschuhe oder Adventskränze angeboten. Allerdings standen keine Glögi- oder Glühweinstände zwischen den anderen Buden. Da mein Finnisch nicht gut genug ist und ich auch nicht herum fragen wollte, bin ich mir nicht ganz sicher, aber ich vermute, dass es für die Lebensmittelstände einen extra Bereich gab, den ich noch nicht entdeckt habe. Aber von der Kathedrale und dem großen Weihnachtsbaum habe ich zwei neue Fotos geschossen:

 
 Die Kathedrale und der Baum bei Tag (man beachte den schönen blauen Himmel)...

 ... und bei Nacht. Oder besser gesagt kurz nach dem Sonnenuntergang.

Nach dem Spaziergang war ich noch schnell einkaufen, hab dann ein wenig am PC gearbeitet und mich schon einmal musikalisch auf den Abend eingestimmt. Seit mehreren Wochen habe ich auf das Konzert von Poets of the Fall gewartet :). Bisher hab ich die Band einmal live in Berlin gesehen. Allerdings war der Sänger damals nicht gut in Form, die Gruppe hat nicht einmal eine Stunde gespielt und nach 6 Liedern hatte man deutlich gemerkt, dass der Sänger immer wieder Pausen braucht um durchzuatmen. Dennoch war das Konzert damals schön und ich hatte einfach gehofft, dass die Leistung in Berlin nicht normal war. Heute Abend war es dann endlich soweit. Der Nachtclub Kooma in dem die Band auftrat öffnete um 22 Uhr und Poets of the Fall trat kurz nach Mitternacht endlich auf die Bühne. Die Zeit bis dahin wurde mit normaler Disko-Musik überbrückt. Insgesamt scheint das Kooma eher eine Diskothek mit mehreren Tanzflächen/Bereichen zu sein, als eine typische Konzert-Location. Diesmal hatte der Sänger eine deutlich bessere Kondition als bei dem berliner Konzert. Etwa nach der Zeit, der Auftritt in Berlin insgesamt gedauert hat, hat die Band heute die erste Pause eingelegt. Was mich jedoch erstaunt hat war, dass nicht deutlich mehr Menschen heute in Turku waren, als damals in Berlin. Für eine Gruppe die aus Finnland stammt, wirkt das schon ungewöhnlich. Immerhin sind die meisten Bands in ihrer Heimat doch erfolgreicher als im Ausland. Aber somit war es wenigstens möglich, selbst aus einer der letzten Reihen die Bandmitglieder noch zu erkennen :).

 Beweisfoto von der hintersten Reihe :) Hinter mir kommt dann schon die Bar.


Samstag, 3. Dezember 2011

Meinen Lotteriegewinn ...

... habe ich heute der Abteilung geschenkt. Naja, noch nicht ganz, da das Produkt erst geliefert werden muss. Aber ich habe mich dafür entschieden, etwas zu wählen, was wirklich immer wieder gebraucht wird und nicht die Aufbewahrungsboxen zu wählen. Nach dieser "schweren" Entscheidung habe ich den restlichen Tag damit zugebracht, meine Anmeldung als Student endlich weiter voran zu treiben. Leider gibt es keine Übersicht, welche Daten benötigt werden und so kommen immer neue Dinge hinzu, die die Anmeldung verzögern... Nun muss der Leiter des Fachbereichs noch einen Zettel unterschreiben. Das wird er hoffentlich dann am 12.12. machen, wenn er von einer Geschäftsreise aus Genf zurückkehrt. Außerdem habe ich versucht, dem Mikroskop viele schöne Bilder von meinen Proben zu entlocken. Nun muss Jukka mir nur noch helfen, zu deuten, was man unter dem Mikroskop eigentlich genau sieht.

Für den Abend war eigentlich geplant, mit einem Freund von mir, der übers Wochenende zu Besuch kommen wollte - morgen findet ein Konzert statt auf das wir zusammen gehen wollten - die Stadt unsicher zu machen. Leider haben sich Ende letzter Woche auf seiner Arbeit unerwartete Probleme aufgetan, so dass er dieses Wochenende arbeiten muss statt sich in den Flieger setzen zu können :-(. Echt schade, wir hatten uns beide darauf gefreut uns zu treffen. Ich hoffe nur, dass die Reiserücktrittsversicherung für die Flugkosten aufkommt. Und nun muss ich entweder allein auf das Konzert, oder ich finde über Couch-Surfing doch noch eine Begleitung. Linnea ist morgen Abend auf einer Weihnachtsfeier und kann somit nicht mitkommen und Renato befindet sich mit seinen Kollegen auf den Åhland-Inseln. Aber egal wie es kommt, ich werde mir das Konzert nicht vermiesen lassen. Immerhin bin ich für diese Gruppe auch schon nach Berlin gefahren, um sie auf ihrem einzigen Konzert in Deutschland live zu sehen. Da lasse ich mich hier in Turku nicht von einer fehlenden Begleitung abhalten :). Auch wenn es dennoch echt schade ist, dass meine Couch nun doch nicht okkupiert wurde. 

Freitag, 2. Dezember 2011

Sie haben in der Lotterie gewonnen...

... so etwas liest doch jeder gern :). Zumindest, wenn man in einer Lotterie mitgespielt hat. Als letzte Woche in unserem Kaffeeraum eine kleine Ausstellung von einem Distributor stattfand, der all die netten Tests und Materialien in Finnland verkauft, habe ich an einem Gewinnspiel teilgenommen - immerhin konnte man Kinokarten gewinnen. Soooo viel Glück hatte ich leider nicht, für mich gibt es eins von 5 Produkten umsonst. Leider kann ich keines dieser Geschenke wirklich gebrauchen. Für meinen eigenen Nutzen kämen eigentlich nur Aufbewahrungsdosen in Frage, in denen ich die kleinen Reaktionsgefäße lagern könnte. ist immerhin praktischer als die hier im Labor verbreiteten Ziplock-Beutel ;). Andererseits könnte ich einfach eines der teureren Produkte wählen und es der Allgemeinheit spenden. Ich werde mal noch eine Nacht darüber schlafen. Ehrlich gedacht hatte ich nicht damit gerechnet, dass da überhaupt wirklich jemand etwas gewinnen kann und hatte den Spaß schon wieder vergessen. 
Der restliche Tag war eher unspektakulär. Meine Zellen wachsen nun zwar wieder, sehen aber sehr merkwürdig aus. Also habe ich die meiste Zeit des Tages damit verbracht, zu recherchieren, was mit ihnen los sein könnte und wie man das Problem beheben kann. Nun ist weiter warten und vor allem Hoffen angesagt. Ansonsten muss ich nochmal Zellen auftauen und eventuell etwas in der Handhabung ändern.

Mittwoch, 30. November 2011

Das finnisch Ärztesystem...

... ist tatsächlich noch komplizierter, als das Deutsche. So ganz steige ich da noch nicht durch - aber ich habe hoffentlich bald die Registrierung als Student hinter mir und kann mich dann in dem studentischen Krankensystem versichern. Im Studentendorf, also da, wo die meisten Wohnheime stehen, gibt es dann ein eigenes Ärztehaus und die Zuzahlungen für die Leistungen sind wohl deutlich geringer, als bei den normalen Ärztehäusern. Es gibt es mehrere "Konzerne", die solche Ärztehäuser in Finnland betreiben. Man kann dort online oder telefonisch einen Termin für den jeweiligen Arzt bzw. jeweilige Gruppe von Ärzten machen (Allgemeinmediziner, Orthopäde, HNO,...). Zusätzlich zu den Ärztehäusern gibt es dann noch private Ärzte und wohl auch noch weitere Ärztehäuser für Privatpatienten. Von der Behandlung bei solchen Ärzten zahlt die KELA für gewöhnlich nichts oder nur sehr wenig zurück. Die Behandlung in den anderen Ärztehäusern wird wohl bei den meisten Behandlungen zum Großteil bezahlt. Einen kleinen Teil der Rechnung muss man als Erwachsener aber immer übernehmen. 
Heute dachte ich mir, ich teste das System Mal aus ;-). Na gut, ganz so war es nicht. Irgendwie macht mein rechtes Auge seit gestern Abend nicht das, was es soll. Manchmal wirkt mein Blickfeld kleiner als gewohnt und beim Wechsel zwischen nahen und weiter entfernten Gegenständen spür ich einen stechenden Schmerz hinterm Auge. Da ich ja im Frühling erst mehrere Sitzungen beim Augenarzt hatte um die Netzhaut an allen Stellen wieder anzulasern und dieses komische Gefühl im Laufe des Tages nicht verschwand, wollte ich dann doch mal einen Profi nachschauen lassen, dass alles so aussieht wie es sollte. Der Versuch beim Ärztehaus Nummer 1 scheiterte daran, dass sie scheinbar nicht jeden Tag einen Augenarzt vor Ort haben. Wie sich später rausstellte ist "nicht jeden Tag" schon die beste Option der Ärztehäuser. Denn Ärztehaus Nummer 2 hat in Turku generell keinen Augenarzt. Bei Ärztehaus Nummer 3 musste ich bereits in der Anmelde-Hotline aufgeben. Die einzige freie Mitarbeiterin der Hotline konnte kein Englisch und hat mich immer wieder in die Warteschleife geschubst. Von der ich dann logischer Weise wieder auf ihre Leitung geschickt wurde. Nach dem vierten mal habe ich aufgelegt und Linnea angerufen, ob sie Zeit hätte mir zu helfen :). Sie hat dann nochmals bei dem Ärztehaus angerufen. Die Dame am Telefon meinte, sie hätten keinen Augenarzt in Turku aber sie würde "Instrumentarium" empfehlen, einen großen Optiker - etwas vergleichbar mit Fielmann. Linnea hatte bereits vorher erwähnt, dass die großen Optiker auch Augenärzte angestellt haben. Dort haben wir dann auch einen Termin für den Nachmittag bekommen und die Zeit bis dahin mit einer Tasse Tee überbrückt. Beim Augenarzt stellte sich dann heraus, dass die Netzhaut noch an Ort und Stelle ist, eine Erklärung für die Schmerzen und dieses komische Gefühl, dass das Sichtfeld kleiner ist als gewohnt, konnte der Arzt allerdings nicht liefern. Ich hoffe also, dass das morgen alles wieder normal ist und heute einfach nur ein schlechter Tag für das Auge war. Aber wenigstens weiß ich nun, wo man in Turku einen Augenarzt findet.

Dienstag, 29. November 2011

Glögi und Pfefferkuchen...

... zum Feierabend sind echt was Feines :). Heute war ich nach der Arbeit wieder bei Linnea und Mikael. All die Bäume vom Pfefferkuchen"haus" wurden mittlerweile verspeist und Linnea wollte unbedingt für Nachschub sorgen, nachdem Mikael bereits einen der Hobbits gegessen hatte. Als ich heute ankam waren nur noch der Berg, der Turm und ein paar Krümel übrig. Also haben wir gaaaaanz viele neue Pfefferkuchen-Tannenbäume produziert und auch die Hobbits wurden wiederbelebt. Nach dem Backen und dem Abendbrot haben wir die ersten Kekse getestet und dazu einen Glögi getrunken. Da Mikaels Beschreibung für Glögi sehr treffend war, zitiere ich ihn einfach mal mehr oder weniger... Wenn man vom Glühwein den Alkohol wegnimmt und dafür einem Haufen Zucker dazu mischt, hat man Glögi. Es schmeckt in der Tat wie sehr süßer Kinderpunsch und wird häufig mir Wodka oder Wein gemischt. Traditionell gibt man außerdem Rosinen und Mandelflocken in das Getränk - die fehlten heute mal, aber es hat auch ohne irgendwelche Zusätze gut geschmeckt.

Der Glögi und die Pfefferkuchen.

Und täglich grüßt...

... die KELA. Na gut, nicht täglich. Aber mittlerweile kenne ich das KELA-Büro in und auswendig. Nachdem ich bisher verschiedene Meinungen hatte, was genau nun in meinem Brief von der KELA steht und ich so oder so eine Versicherungskarte beantragen musste, war ich heute morgen mal wieder bei dort. Ich bin also im Moment für 6 Monate bei der KELA versichert - genau so lange, wie ich meine Bezahlung nachweisen konnte. Nun habe ich der netten Sachbearbeiterin erklärt, dass ich insgesamt vier Jahre in Finnland sein werde - wie auch auf einem der Zettel steht, die ich bei der KELA eingereicht habe. Aber da ich nun einmal über verschiedene Stiftungen bezahlt werde, kann ich ihnen noch nicht für die ganzen 4 Jahre Belege liefern. Ich bezweifle. dass Jukka oder Matti oder sonst wer auf Arbeit heute schon weiß, von welcher Stiftung sie in 2 Jahren mein Gehalt bezahlen lassen. Nichts desto trotz wissen sie, dass sie es auch in 2 Jahren zahlen können. Nun hat sie nochmal eine Notiz auf meinen Zettel gekritzelt, dass dieser Zettel sozusagen ein permanentes (= mehr als zweijähriges) Beschäftigungsverhältnis in Finnland nachweist mit ich somit die Richtlinie für eine permanente KELA-Mitgliedschaft erfülle. Hoffentlich hilft das :) Dennoch werde ich auf Arbeit nach weiteren Unterlagen bitten und die KELA dann damit überhäufen bis sie mir eine ECHTE KELA-Karte geben. Denn aktuell bekomm ich eine Karte fürs Ausland (falls ich mal zum Arzt muss) und einen zusätzlichen Brief der mir auch innerhalb Finnlands helfen soll, medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen. Mit der KELA-Karte sind wohl aber noch andere Leistungen verbunden und ich müsste nicht jedes Mal, wenn mein Gehalt von einer neuen Quelle kommt erneut einen Antrag stellen.

Auf dem Weg zur Arbeit fiel mir auf, dass nun auch vor der Kathedrale ein großer Weihnachtsbaum steht:

Der Weihnachtsbaum vor dem Dom zu Turku.

Auf Arbeit angekommen habe ich festgestellt, dass meine Zellen im Zellkultur-Labor nicht so wachsen, wie ich erwartet hätte. Besser gesagt, irgendwie wachsen sie gar nicht mehr :-(. Also habe ich sie von der Petrischale gelöst auf der sie wachsen, und in neues Medium gepackt ohne sie zu verdünnen. Hoffentlich erholen sie sich nun. Eigentlich hätte ich die Zellen heute für den Versuch vorbereiten wollen, aber das wird nun wohl noch ein paar Tage warten müssen.

Sonntag, 27. November 2011

Eine gute Nachricht...

... zum Sonntagabend fand sich heute in meinem eMail-Postfach. Da Jukka nur einmal im Monat in Turku ist, öffnet er auch nur in diesen Abständen seine Post, die für ihn an die Universität gesendet wird. Diesmal fand sich darin ein Brief des Biocenter Finnlands mit der Zusage für ein Stipendium für ein Jahr. Ich hatte mich dort Ende September beworben und werde nun ein Jahr lang durch das Biocenter gefördert - was hauptsächlich bedeutet, dass die Hälfte meines Gehalts darüber finanziert wird. Insgesamt ist somit mein Gehalt nun wohl für meine gesamte Zeit in Finnland gesichert :-). 
Der heutige Tag bestand wie der gestrige Tag vor allem aus Aufräumen, Wäsche waschen und ein wenig entspannen. Außerdem habe ich einen kleinen Nachtspaziergang gemacht, um in die passende Stimmung für den 1. Advent zu kommen. Leider ist es immer noch so warm, dass statt Schneeflocken Regentropfen vom Himmel kommen. Dennoch sieht die weihnachtliche Beleuchtung in der Fußgängerzone im Dunkeln wirklich schön aus.

 Die Beleuchtung der Fußgängerzone.

Ein beleuchteter Tannenbaum vor dem Kunstmuseum.

Nun fehlt eigentlich nur noch der Schnee, damit es hier weihnachtlich wirkt. Aber laut Wetterbericht lässt der noch weiter auf sich warten. Meine Kollegin hat erzählt, dass ihre Kinder sich schon Sorgen machen, wie der Weihnachtsmann sie dann zu Weihnachten erreicht. Denn der Finnische Weihnachtsmann fliegt nicht mit dem Schlitten durch die Luft sondern gleitet wie ein normaler Schlitten auf dem Schnee. Aber es ist ja noch ein knapper Monat Zeit bis zum Fest. Genug Zeit, damit es doch noch schneit und um sich eine Erklärung einfallen zu lassen, wie es der Weihnachtsmann auch ohne Schnee bis zu den Kindern schafft.

Samstag, 26. November 2011

Das erste Weihnachtsgeschenk...

... habe ich mir heute beim Einkaufen schon einmal gesichert. Ehrlich gesagt ist meine Kreativität beim ausdenken guter Geschenke zur Zeit irgendwie gehemmt... Und wie das jedes Jahr so ist, hat mal wieder niemand einen Wunsch. Eigentlich hatte ich für den heutigen Tag gar keinen Weihnachtseinkauf geplant, ich wollte lediglich Lebensmittel kaufen und schnell mal bei der Post erfragen, was der Versand von Paketen und Maxibriefen nach Deutschland so kostet. Doch irgendwie habe ich mich von dem Weihnachtstrubel mitreißen lassen :-). Es liegt zwar immer noch kein Schnee, aber die Innenstadt ist weihnachtlich geschmückt. In der Fußgängerzone sind zwischen den Lampen noch leuchtende Ornamente aufgehangen und überall stehen kleinere Weihnachtsbäume rum. Nachdem ich alle Einkäufe erledigt hatte, stand Finnisch lernen auf dem Programm. Den Abend über hab ich mir ein paar Gedanken über die Arbeit gemacht, nach der Besprechung gestern musste ich erst einmal das Informationschaos in meinem Kopf ordnen und all die neu aufgekommenen Fragen etwas sortieren. Und den restlichen Abend habe ich endlich mal wieder ein Buch gelesen :)