Sonntag, 4. Dezember 2011

Ein Adventsspaziergang...

... und ein Konzert haben den heutigen Tag wirklich schön gestaltet :-). Nachdem heute tagsüber die Sonne geschienen hat, wollte ich unbedingt ein bisschen raus und das tolle Wetter genießen. Außerdem war ich neugierig, wie ein finnischer Weihnachtsmarkt wohl aussieht. Und die Erfahrung wollte ich mir auch nicht davon vermiesen lassen, dass mein Besuch nicht kommen konnte. Also bin ich über den Marktplatz Richtung Bibliothek gelaufen, vorbei an dem Gebäude der Tageszeitung Turun Sanomat - das besondere an dem Gebäude ist allerdings weniger die Zeitung als die Architektur. Es wurde geplant von Alvar Aalto, einem der bekanntesten Finnischen Designer des 20. Jahrhunderts. Allerdings merkt man meiner Meinung nach an diesem Haus nicht viel von seinem "Talent":

Es handelt sich um das graue Gebäude in der Mitte, mit dem Läufer rechts an der Seite und der Leuchtschrift auf dem Dach.

Von Weihnachtsmarkt selbst habe ich keine brauchbaren Fotos gemacht, allerdings ist der Markt auch nicht so viel anders, als in Deutschland. Es wird Handwerkskunst wie selbst gestrickte Mützen und Handschuhe oder Adventskränze angeboten. Allerdings standen keine Glögi- oder Glühweinstände zwischen den anderen Buden. Da mein Finnisch nicht gut genug ist und ich auch nicht herum fragen wollte, bin ich mir nicht ganz sicher, aber ich vermute, dass es für die Lebensmittelstände einen extra Bereich gab, den ich noch nicht entdeckt habe. Aber von der Kathedrale und dem großen Weihnachtsbaum habe ich zwei neue Fotos geschossen:

 
 Die Kathedrale und der Baum bei Tag (man beachte den schönen blauen Himmel)...

 ... und bei Nacht. Oder besser gesagt kurz nach dem Sonnenuntergang.

Nach dem Spaziergang war ich noch schnell einkaufen, hab dann ein wenig am PC gearbeitet und mich schon einmal musikalisch auf den Abend eingestimmt. Seit mehreren Wochen habe ich auf das Konzert von Poets of the Fall gewartet :). Bisher hab ich die Band einmal live in Berlin gesehen. Allerdings war der Sänger damals nicht gut in Form, die Gruppe hat nicht einmal eine Stunde gespielt und nach 6 Liedern hatte man deutlich gemerkt, dass der Sänger immer wieder Pausen braucht um durchzuatmen. Dennoch war das Konzert damals schön und ich hatte einfach gehofft, dass die Leistung in Berlin nicht normal war. Heute Abend war es dann endlich soweit. Der Nachtclub Kooma in dem die Band auftrat öffnete um 22 Uhr und Poets of the Fall trat kurz nach Mitternacht endlich auf die Bühne. Die Zeit bis dahin wurde mit normaler Disko-Musik überbrückt. Insgesamt scheint das Kooma eher eine Diskothek mit mehreren Tanzflächen/Bereichen zu sein, als eine typische Konzert-Location. Diesmal hatte der Sänger eine deutlich bessere Kondition als bei dem berliner Konzert. Etwa nach der Zeit, der Auftritt in Berlin insgesamt gedauert hat, hat die Band heute die erste Pause eingelegt. Was mich jedoch erstaunt hat war, dass nicht deutlich mehr Menschen heute in Turku waren, als damals in Berlin. Für eine Gruppe die aus Finnland stammt, wirkt das schon ungewöhnlich. Immerhin sind die meisten Bands in ihrer Heimat doch erfolgreicher als im Ausland. Aber somit war es wenigstens möglich, selbst aus einer der letzten Reihen die Bandmitglieder noch zu erkennen :).

 Beweisfoto von der hintersten Reihe :) Hinter mir kommt dann schon die Bar.


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