Dienstag, 24. Januar 2012

Das Rätsel um die Blutprobe...

... ist gelüftet :-). Wie nicht anders erwartet, ist es wohl eine meiner Proben. Und damit sich die neue Probe nicht so einsam fühlt, sollte ich heute aus der Turkuer Uniklinik noch eine weitere Blutprobe abholen. Der Teil des Krankenhauses, in dem sich das Labor befindet, liegt ein ganzes Stück von meinem Arbeitsplatz entfernt, auf einer anderen Straßenseite. Durch ein Tunnel-System sind alle Gebäude miteinander verbunden. Ich war bereits zweimal bei dem Labor der Klinik, jedoch war Pirjo, unsere Koordinatorin, beide Male dabei. Das erste Mal um mir zu zeigen, wo sich das Labor befindet. Das zweite Mal um sicher zu stellen, dass ich den Weg finde - was mit kleinen Tipps auch gelang. Heute sollte ich nun also den Weg ganz alleine meistern. Ganze zwei Monate nach dem letzten Versuch. 

Wer mich etwas besser kennt, weiß, dass es um meine Orientierung nicht gerade gut gestellt ist. Für die, die das tatsächlich noch nicht wissen: ich bin in München (als wir schon Jahre in der Umgebung davon lebten) einmal komplett um die Theresienwiese gelaufen, dem großen Platz, auf dem das Oktoberfest immer stattfindet. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo ich denn hier gelandet bin, und wie ich wieder zum Hauptbahnhof komme. Bis ich mir dachte, dass ich die U-Bahn-Station doch kenne, die direkt an dem Platz ist... Das reicht noch nicht als Beweis? Mein Fahrlehrer hat mich bestimmt 10-mal zu einer bestimmten Kreuzung in München geleitet, die etwas knifflig zu fahren war (man musste zum links abbiegen erst einmal die Rechtskurve des normalen Straßenverlaufs fahren und dann erst abbiegen, statt die Kurve zu schneiden. Da sich auf der Mitte der Kreuzung ein Kanaldeckel befand, nannte er die Kreuzung "Kanaldeckelkreuzung - nicht allzu kreativ aber logisch).  Bei einer der letzten Fahrstunden meinte er "und, wo fahren wir nun wohl hin". Ich war etwas verwirrt über die Frage, woher sollte ich das schließlich wissen und meinte lediglich ich hätte keine Ahnung. Er versuchte, mir Tipps zu geben "bunte Häuserreihe, Tankstelle,..." worauf hin ich nur meinte "es gibt sicherlich viele Ecken in München mit bunten Häusern.". Netter Weise gab er dann recht schnell auf und erklärte mir, dass wir gleich zur Kanaldeckel-Kreuzung kommen. Ich würde mich auch heute im Leben nicht mehr dorthin finden. 

So, zurück zur Blutprobe. Da stand ich also, bewaffnet mit einer Styroporbox voll Eis - falls der Fahrstuhl stecken bleibt, das soll im Krankenhaus des Öfteren vorkommen - und einem finnisch-sprachigen Zettel, dass ich die Blutproben abholen möchte :). Bis in den Hauptteil des Krankenhauses hatte ich es leicht geschafft, da führt nur ein Tunnel hin. Im Krankenhaus selbst wurde es kompliziert. Ich wusste, dass ich die Abzweigung zu einem langen Tunnel nehmen sollte, war mir jedoch vor dem Tunnel nicht mehr sicher, ob dies der richtige Weg sei, da neben dem Eingang Krankenhausbetten standen und die Betten beim letzten Mal erst nach der ersten Kurve im Tunnel zu sehen waren. Als ich grübelt um Gang stand kam eine Krankenschwester auf mich zu um mir zu helfen, sprach jedoch kein Englisch. Sie versuchte dann, einen anderen Krankenhausmitarbeiter zu finden, der des englischen mächtig war. Da mein Finnisch nicht ausreichte um zu sagen "vielen Dank für Ihre Hilfe, aber ich versuch diesen Weg einfach mal", konnte ich mich auch nicht davon stehlen. Die dritte Schwester, die sie ansprach konnte glücklicher Weise Englisch und bestätigte mir, dass ich den vor mir liegenden Tunnel nutzen muss, um zum gesuchten Labor zu gelangen. Auf dem Rückweg habe ich nochmal versucht, mir markante Punkte einzuprägen... Fragt sich nur, ob ein Feuerlöscher rechts neben dem Eingang wirklich markant ist. Die Krankenhausbetten, die davor standen wollte ich mir lieber nicht merken, schließlich trugen sie maßgeblich zu meiner Verwirrung auf dem Hinweg bei ;-).

Die restlichen Tage der Woche werde ich mein Labor dann erst einmal nicht mehr verlassen, schließlich ist nächsten Dienstag schon die nächste Teambesprechung und ich brauche noch ein paar neue Daten zum präsentieren...

Sonntag, 22. Januar 2012

Meine Deutschland-Erkältung...

... scheint sich endlich wieder zu legen. Ob das nun an einem ruhigen Wochenende mit viel Tee, im Bett rumlümmeln, lesen und Filme schauen liegt, oder die Erkältung sowieso langsam abgeklungen wäre, mag ich lieber nicht beurteilen - ich fand das Rumlümmel-Wochenende schön. Ein bisschen Zeit zum planen der nächsten Versuche habe ich auch gefunden und mein Fahrrad ist soweit fit für Eis und Schnee. Mit anderen Worten, die neue Woche kann kommen :). Wenn das Wetter etwas mitspielt und ich nach der Arbeit noch Zeit finde, folgen dann in den kommenden Tagen hoffentlich auch ein paar neue Fotos von Turku bei Schnee. Naja, Turku bei sehr wenig Schnee...

Samstag, 21. Januar 2012

Weit und breit kein Neuschnee ...

... und die Temperaturen steigen schon wieder gefährlich an :-(. Somit bildete sich im Laufe des Tages aus der leichten Schneedecke auf den Fußwegen mittlerweile eine rutschige Eisschicht. Und für die heutige Nacht wurde gefrierende Nässe gemeldet... Das wird morgen früh sicherlich lustig auf den Straßen. Zumindest kann ich das Thema "richtig viel Schnee" wohl für diesen Winter abhaken und mein Fahrrad wieder fit machen.

Auf Arbeit war soweit alles ruhig. Das einzige, was etwas Spannung in den Tag gebracht hat, war die Tatsache, dass eine Blutprobe an unsere Abteilung gesendet wurde, die von niemandem erwartet wurde. Da scheinbar nur ich zurzeit ab und an mit Patientenblut hantiere, durfte ich das Blut abholen und erst einmal in meinem Tiefkühlschrank verstauen. Nun warte ich erst einmal Jukkas Antwort an, ob die Blutspenderin auch wirklich zu unserem Projekt gehört... Das Wochenende werde ich mal dazu nutzen, endlich meine Tasche vollständig auszupacken, die restliche Wäsche zu waschen, meine nächsten Versuche zu planen und das Fahrrad zu putzen und schneetauglich zu machen :).

Freitag, 20. Januar 2012

50-60 cm Neuschnee...

... sind heute leider noch nicht gefallen. Die Finnen schwindeln also, was das Wetter angeht. Janne hat heute extra den Arbeitsweg zu Fuß bestritten, damit er nicht im vielen Schnee nach Hause fahren müsste und selbst die Tageszeitungen behaupteten "Lunta tulee ja paljon" - wortwörtlich: "Schnee kommt und viel" oder in besserem Deutsch: "Der Schnee kommt, und das in Mengen"...  Aber vielleicht verzögert sich das ganze ja nur um einen Tag.
Etwas Gutes hatte diese Schneeankündigung dennoch, ich glaube, ich habe heute das Bussystem verstanden. Zumindest wurde mir heute beim Blick auf eine Tariftabelle direkt hinter dem Fahrersitz klar, weshalb ich am Montag Abend bei der Fahrt vom Flughafen in die Stadt einen Euro mehr bezahlen musste, als sonst bei jeder Fahrt. Die verlangen nach 23:00 Uhr einen Nachtzuschlag ;-).
Auch gelang es mir heute, an der Bushaltestelle auszusteigen, an der ich aussteigen wollte. Am Dienstag morgen habe ich im Internet gesucht, welche Busse mich zur Arbeit bringen würden und alle aufgelisteten Nummern notiert. Leider übersah ich dabei die Information, wie viele Meter ich zusätzlich noch laufen muss. Somit fand ich mich am Dienstag in einem Bus wieder, der zwar auf der Hauptstraße recht nah am Klinikum hielt, jedoch nicht die Kurve direkt zur Klinik fuhr - ich hätte eben die paar Meter laufen müssen. Die nächste Haltestelle - immer noch an der Hauptstraße - lag dann jedoch hinter den Bahngleisen und der Weg zurück zur Klinik stellte sich als deutlich schwerer heraus, als erwartet. Da ein Parkhaus als Brücke über die Bahnschienen gebaut wurde, versuchte ich, durch das Parkhaus zurück zur richtigen Seite der Gleise zu gelangen. Von da führte aber kein Weg zu dem Gebäude, in dem ich arbeite - letztendlich musste ich somit den gesamten Weg zurück laufen. Am Abend auf dem Heimweg habe ich mir dann die Busnummern gemerkt, die direkt vor der Klinik halten. Gestern stieg ich dann in einen dieser Busse ein, bekam jedoch an der Klinik-Haltestelle auf der Hauptstraße Panik - was, wenn der Bus hinzu eine andere Route fährt, als auf dem Rückweg in die Stadt?! Und sitze ich wirklich im richtigen Bus? Die Aussicht, nochmal den gesamten Weg des Vortages zurück zu laufen brachte mich dazu, eine Station vor der geplanten Haltestelle auszusteigen und lieber zu beobachten, welchen Weg der Bus wohl wählen würde. Wie sich heraus stellte, hätte ich noch kurz sitzen bleiben können. Heute morgen habe ich somit den gleichen Bus gewählt und es tatsächlich geschafft, an der richtigen Station auszusteigen :-). Nun muss ich nur noch herausfinden, an welcher Seite des Marktplatzes die beiden anderen Buslinien abfahren, die mich zur Arbeit bringen würden. Wenn der Wintereinbruch und der viele versprochene Schnee nun doch noch kommen, weiß ich aber vorerst zumindest eine Haltestelle und Buslinie, die mich sicher an mein Ziel bringt.

Nach meinem Feierabend habe ich heute noch dem Mobilfunkbetreiber einen Besuch abgestattet, bei dem ich meinen Internetvertrag habe. Schließlich brauche ich langsam einen richtigen Handyvertrag und wollte mir wenn möglich die erneute Zahlung von 300 Euro Kaution ersparen. Allerdings konnte mir der Mitarbeiter nicht versprechen, dass man meine bisherige Kaution auch für diesen Vertrag verwenden könnte, da ich bisher noch keine Rechnungen bekommen habe und somit nicht klar sei, ob ich diese Rechnungen auch pünktlich begleichen würde. Dass das Problem bei den Rechnungen für den Internetvertrag bei der Firma lag und nicht bei mir, hat er gerne übersehen ;-). Genauso, wie er bei der "Beratung" den für mich optimalen Vertrag nicht selbst gesehen hat (schnelles Internet via Handy und günstige Gesprächskosten ohne Freiminuten, da ich selbst die kleinste Menge von 150 Minuten im Monat wohl nicht voll bekäme). Aber trotz mangelnder Finnisch-Kenntnisse habe ich ja den passenden Vertrag in ihrem Angebot gefunden, mir nochmal erklären lassen, dass es tatsächlich das war, wonach ich suchte und diesen Vertrag dann abgeschlossen. Nun muss ich lediglich abwarten, ob die Karte in den nächsten Tagen freigeschalten wird, oder eine Rechnung für die Kaution in meinem Briefkasten landet.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Und schon hat mich der Alltag...

... wieder. Schreibtisch - Labor - Mensa - Schreibtisch - Mittwochsseminar besuchen - Schreibtisch - Feierabend. Bei einem der vielen Schreibtisch-Besuche fiel mir auf, dass ich scheinbar nicht alle Info-eMails der Universität erhalte. Zumindest erzählte mir Pirjo, unsere Lektorin/Koordinatorin, dass irgendwann im Januar ein Seminar für Doktoranden angeboten wird, bei dem wir hilfreiche Tipps erhalten sollen. Doch auch nach zweimaligem durchsuchen meiner Mails fand ich keine entsprechende Einladung. Bei weiterem nachforschen stellte sich heraus, dass ich eigentlich wöchentlich einen Newsletter erhalten solle, der nun für mich bestellt wurde. Allerdings war die Veranstaltung bereits am vergangenen Freitag, so dass die fehlenden eMails zumindest für diesen Fall kein wirkliches Problem waren. Um mich wenigstens für irgendeinen Kurs neu einzuschreiben, habe ich mich mal für einen "Academic Presentation Skills"-Kurs beworben - Also lerne ich hoffentlich ab April, wie man wissenschaftliche Vorträge hält. Einen Kurs zum wissenschaftlichen Schreiben gibt es erst ab September wieder. Hoffentlich verpassen Janne und ich dieses Jahr nicht wieder den Beginn der Einschreibungsfrist, denn dieser Kurs ist immer hoffnungslos überfüllt.
Da mein Fahrrad aktuell noch in der Wohnung steht und auf eine Grundreinigung und das Schmieren der Kette wartet, habe ich die letzten beiden Tage den Arbeitsweg zu Fuß und mit Bus gemeistert. Über das finnische Bussystem werde ich allerdings morgen erst berichten... ich will die Hoffnung noch nicht aufgeben, das Bussystem vielleicht doch zu verstehen :) Und da mich meine Erkältung aus Deutschland immer noch plagt und für die heutige Nacht und den morgigen Tag viel Neuschnee angesagt wird, lasse ich mein Fahrrad mal noch 1-2 Tage warten.

Dienstag, 17. Januar 2012

Mein erster Arbeitstag...

... im neuen Jahr ging ziemlich ruhig los. Erst einmal wurde nachgeschaut ob die ausstehenden Lieferungen mittlerweile eingetroffen sind und sich am richtigen Lagerplatz befinden, dann die eMails der letzten Wochen nochmal gesichtet und in entsprechende Ordner sortiert - man will ja schließlich alles wiederfinden wenn man es mal braucht. Anschließend habe ich zusammengesucht welche Proben bearbeitet werden müssen und ob dafür das jeweilige Material bereit steht. Nun habe ich erst einmal wieder einen groben Überblick was ich in der nächsten Zeit machen will/darf/muss und die nächsten Tage werden dann wieder zunehmend unruhiger (stressiger klingt ja so negativ). 
Auf dem Heimweg habe ich noch schnell dafür gesorgt, dass wieder Nahrung in meinem Kühlschrank liegt. Nun stellt sich mir allerdings die Frage, wieso es mich Monate gebraucht hat, um mich an die finnischen Preise zu gewöhnen... Und all die harte Anpassungsarbeit nach einem Monat in Deutschland wieder zunichte gemacht ist. Einkaufen hier ist wirklich teurer :-/. 
Da mir mein Souvenir aus der Heimat, die Erkältung, trotz Medikamente zu schaffen macht werde ich heute aber mal wirklich zeitig ins Bett verschwinden und es mit gesund schlafen versuchen :).

Die letzten Tage...


gingen viel zu schnell vorbei. Heute ging es somit über Kopenhagen zurück nach Turku - alles wie geplant. In Turku angekommen habe ich erst einmal meine Post gesichtet. Da fanden sich hauptsächlich Briefe von der Uni bezüglich meiner Einschreibung als Student, eine Stromrechnung und viel KELA-Post. Die KELA hat mir gleich drei KELA-Karten zugeschickt - zwei Karten für Finnland, einmal gültig bis 31.1.2012 und einmal bis 31.12.2012 sowie eine Karte für das europäische Ausland bis zum 31.12.2012. Die Auslandskrankenkassenkarte bis zum 31.01.2012 hat mir die KELA freundlicher Weise schon vor meiner Abreise zugestellt. Ich wurde nun also weiterhin temporär versichert. Mal sehen, ob ich es in den vier Jahren doch noch zu einem permanenten Versicherungsstatus schaffe :).

Da mein letzter Bericht schon eine Weile her ist, kommt hier nochmal eine kurze Zusammenfassung der vergangenen Tage. Nach unserem Wien-Urlaub war ich noch ein paar Tage in München und habe Freunde aus der Grundschule, dem Gymnasium und aus der Studienzeit in Köthen wiedergetroffen - vorzugsweise Abends/Nachts... Am vorletzten Wochenende wollte ich dann mit der Bahn nach Halle, noch einen Studienfreund und dessen Freundin treffen - allerdings wollte die Bahn nicht so recht. Es fuhren zur exakt gleichen Zeit zwei ICEs von München nach Berlin, wobei einer etwas schneller war und über Halle ging und eine langsamere Strecke über Leipzig führte. Leider war auf der großen Anzeigetafel nur ein ICE angezeichnet und der Bahnangestellte meinte, es wäre ja sinnlos wenn zwei Züge zur gleichen Zeit mit dem gleichen Ziel abfahren, der Zug hieße nur anders unter der Woche als am Wochenende. Somit saß ich letztendlich im falschen Zug, wurde aber netter Weise in Leipzig abgeholt :). Nach einem schönen Nachmittag und Abend mit den Beiden ging es dann am Montag Morgen weiter nach Jena. Mein Onkel und seine Familie waren so nett, mir eine Woche lang Asyl zu geben. Durch die Woche in Jena konnte ich dort auch mal wieder viele Freunde wiedersehen, meine Großeltern besuchen und sogar mal an der Fachhochschule schauen, ob da noch alles wie "damals" ist.
Das letzte Wochenende gab es dann eine große Familienfeier zum  80. Geburtstag meiner Oma - die nächste schöne Gelegenheit viele Leute mal wieder zu sehen, die ich teilweise schon einige Jahre nicht mehr getroffen hatte. 

Ab morgen hat mich dann der Alltag wieder,... für euch bedeutet das: wieder regelmäßiger neuen Lesestoff :)

Mittwoch, 4. Januar 2012

Drei Tage Wien...

... über Silvester war eines meiner Weihnachtsgeschenke. Unter dem Weihnachtsbaum fanden sich außerdem noch ein paar Bücher, Kopfhörer, eine Tasche und eine Dose Kakao mit Marshmallows. 
Am Morgen des 29. Dezembers ging es los Richtung Wien, so dass wir mittags schon die ersten Eindrücke sammeln konnten. Nach dem Mittagessen haben wir den Stephansdom sowie die Krypta unter dem Dom besichtigt - die Führung durch die Krypta war gespickt mit trockenen, sarkastischen Kommentaren des Kryptenführungsmenschen. Seine 1:1-Übersetzung auf Englisch für die ausländischen Teilnehmer war jedoch eher unfreiwillig komisch denke ich :). Am Abend habe ich den Wellness-Bereich des Hotels ausprobiert - ich wollte schließlich sehen, was man in Österreich als finnische Sauna bezeichnet. Die Sauna an sich war nett, allerdings wurde sie bevor ich rein bin wohl eine Weile nicht genutzt, so dass die Luft viel zu trocken war. Und die Sanduhr an der Wand wirkte etwas seltsam, denn in Finnland hieß es immer, man solle einfach so lange drin bleiben bis man es nicht mehr aushält. Egal ob 5, 10 oder 30 Minuten. 

 Der Stephansdom bei Nacht.

Eine Seite der Hofburg...

 ... natürlich mit Denkmal auf dem Vorplatz.

Innenhof der Hofburg.

Am 30. Dezember stand am Morgen die Hofburg mit dem Sissi-Museum auf dem Programm... Die Hofburg ist riesig, also wirklich richtig richtig groß. Daher sind dort sehr viele Museen untergebracht, aber bei drei Tagen Aufenthalt muss man sich eben auf das bekannteste beschränken :). Am Nachmittag haben wir die Einkaufsmeile Wiens erkundet. Silvester, der letzte volle Tag in Wien, begann mit einem Besuch des Schloss Schönbrunn, natürlich wieder mit Museumsbesuch. Um das schöne Wetter zu genießen ging es danach noch ein Stück durch den Schlossgarten. 

 Schloss Schönbrunn von vorne...

 ... und von hinten.

Brunnen im Schlossgarten.

Am Nachmittag waren wir dann am Wiener Prater. Auch wenn zu Silvester nicht alle Fahrgeschäfte geöffnet waren, fand ich den Prater toll. Vom Riesenrad aus hatte man einen schönen Blick über die Stadt und zwei schnellere Fahrgeschäfte mit Überschlägen haben mir danach noch einen netten Adrenalinausstoß beschert :-).

 Das Riesenrad in der Ferne...

... bietet einen schönen Blick über die Stadt ...

... und einen netten Anblick im Dunkeln.

Nach dem Prater-Besuch haben wir noch eine Stunde im Hotel entspannt bevor wir in die Stadt zum Abendessen und Silvester feiern gefahren sind. In der Innenstadt gab es mehrere Bühnen mit Live-Musik und natürlich viele Stände die die feiernde Menge mit Sekt und Co. versorgt haben. Den Start ins neue Jahr haben wir dann auf dem Stephansplatz gefeiert:

Feuerwerk am Stephansplatz.

An Neujahr fuhren wir dann wieder zurück nach Hause und hielten unterwegs noch an der Klosteranlage Melk. Natürlich gibt es auch hiervon noch ein Foto:

 Eingang zum Kloster...

... und der Innenhof der Anlage.

Sonntag, 1. Januar 2012

Silvester-Sonderbeitrag...

... Für meine Großeltern: ich wünsche euch ein gesundes und frohes Neues Jahr! Allen anderen fleißigen Lesern natürlich auch ein schönes neues Jahr. Wenn ich von der Silvesterreise zuruck bin, gibt es hier wieder mehr zu lesen :-).

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Urlaub im Schnee...

... bietet sich mir nun seit einigen Tagen im münchner Süden :). Wenn der Wetterbericht nicht Recht behält und es püntklich zu Weihnachten nochmal wärmer wird, sind sogar die Chancen für eine weiße Weihnacht sehr gut. Generell ist es schön, mal wieder hier zu sein, mit der Familie was zu unternehmen und Freunde zu treffen. Und natürlich, mal von der Arbeit abzuschalten.

Samstag, 17. Dezember 2011

Sicher angekommen ...

... in München (und zwischendrin in Kopenhagen) hab ich nun nach langer Zeit mal wieder deutschen Boden unter den Füßen. Es ist echt nett, wieder hier zu sein, auch wenn ich heute noch oft verwirrt war, in welcher Sprache ich gerade spreche und in welcher Sprache ich sprechen sollte. Statt "Danke" rutscht mir immer noch schnell ein finnisches "kiitos" oder zumindest das englische "sorry" raus. Aber ich bin sicher, dass sich mein Gehirn schnell wieder umstellen wird.

Freitag, 16. Dezember 2011

Die Tasche ist gepackt,...

... die Wohnung auf Fordermann gebracht und bald gehts zum Flughafen :).
Gestern Abend waren Linnea und Mikael zum Abendessen und DVD schauen da. Wir haben einen Finnischen Weihnachtsmann-Film gesehen - Rare Export. Wobei dieser finnische Weihnachtsmann wohl mehr Ähnlichkeit mit einem "Dämon" oder einem Naturgeist hat (der nicht immer nett ist) als mit einem weißbärtigen, dicklichen Mann im roten Anzug. Nach dem netten Abend bin ich totmüde ins Bett gefallen. Die letzten Arbeitstage waren recht stressig. Aber nun steht ja Weihnachtsurlaub an. Heute Mittag geht mein Flug...

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Ich packe meinen Koffer...

... und nehme warme Winterkleidung mit. Hier habe ich sie bisher ja nicht gebraucht, aber irgendwann muss doch der Schnee kommen. Immerhin ist bald Weihnachten! Natürlich finden auch ein paar Süßigkeiten und Geschenke ihren Platz im Koffer. Ansonsten habe ich heute wenig erlebt, muss ja immer noch meine Versuche abschließen und hier ein wenig Ordnung schaffen. Also alles beim Alten..

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Das Chaos der letzten Vorurlaubstage...

... nimmt mich im Moment ganz schön ein. Wohnung auf Vordermann bringen, alle Kleidung nochmal Waschen und Koffer packen, Mitbringsel zusammentragen. Und natürlich will auf Arbeit auch alles erledigt sein, bevor ich abreise. Die letzten beiden Tage stand ich somit viel im Labor und der gestrige Abend fiel meiner Präsentation für das Teammeeting heute morgen zum Opfer. Aber bisher liege ich gut im Plan, wenn mir nichts mehr dazwischen kommt, schaffe ich alle Vorbereitungen bis Donnerstag Nachmittag. Am Abend kommen Linnea und Mikael zu einem Videoabend vorbei und Freitag Vormittag geht es dann ab zum Flughafen und auf nach München :-). Spätestens dann ist der Stress auch erst einmal für einige Tage vorbei. Auch wenn ich einiges an Computer-Arbeit mitnehme, kann ich mir die Zeit doch angenehmer einteilen und auch mal einige Tage nichts für die Arbeit machen. 
Heute gab es auf Arbeit schon ein kleines Weihnachtsgeschenk, mein Arbeits-PC ist endlich da und wurde ans Uninetzwerk angeschlossen. Da es sich um einen Apple-Rechner (also Mac) handelt, saß ich heute erst einmal fragend davor und habe mich gefühlt, als würde ich das erste mal einen Computer bedienen. Vor allem, nachdem die gewohnten Tastenkombinationen für "kopieren", "einfügen" oder das @-Zeichen nicht funktionierten. Ich denke, ein paar Tage werde ich noch brauchen, bis ich mich an das System gewohnt habe. Die einfache Bedienung der Maus und eines Trackpads gefällt mir aber jetzt schon. Mit dem Trackpad kann man mit den Fingern drauf rumwischen und den Mauszeiger darüber bewegen, Bilder mit einer Handbewegung vergrößern oder verkleinern und andere kleinere Spielereien machen.
Da der Rechner an Jukkas altem Arbeitsplatz installiert wurde, habe ich nun mein Büro gewechselt. Als ich angefangen habe war sowieso geplant, dass ich auf Jukkas Platz wechsle, sobald die Austauschstudentin wieder abgereist ist, welche dort im Sommer und Herbst saß. Nun teile ich mir das Büro mit Janne und Fuping - das hat den Vorteil, dass ich meine Versuche nun leichter mit Fuping besprechen kann, der einer meiner Betreuer ist. Und mit Janne im Büro habe ich immerhin jemanden neben mir sitzen, der mir mit den Kleinigkeiten des Studentenlebens in Finnland helfen kann - wie zum Beispiel die angebotenen Vorlesungen finden, bevor die Anmeldefrist abgelaufen ist :).

Sonntag, 11. Dezember 2011

Noch eine Weihnachtsfeier...

... sollte mir meinen gestrigen Feierabend verschönern. Ich hatte eigentlich schon wieder ganz vergessen, dass die Couchsurfing-Gruppe eine Weihnachtsfeier geplant hatte, für die ich vor ein paar Wochen zugesagt habe. Aber gestern hat mich eine eMail wieder daran erinnert und nachdem ich den ganzen Tag im Labor verbracht habe, schien es mir eine gute Idee mal etwas unter neue Leute zu kommen und zu feiern :). Also hab ich mich nach der Arbeit mit ein paar Getränken und Chips eingedeckt um dann direkt zur Weihnachtsfeier zu fahren. Insgesamt waren etwa 20 Leute da, hauptsächlich Finnen und Finnlandschweden, ein Student aus Ungarn und noch 3 weitere Deutsche. Zum einen Stefan, einen Biologen, den ich auf meiner ersten Symposium schon getroffen hatte ( hier nochmal zu finden: Jena ist ein Dorf... )  und dessen Frau. Außerdem war noch ein Arbeitskollege von Stefan dabei. Gegen 2 Uhr nachts haben wir herausgefunden, dass er der deutsche Mitarbeiter war, der bei meinem ersten telefonischen Vorstellungsgespräch für die Stelle, die ich damals nicht bekommen hatte mit in der Telefonkonferenz war. Die Welt ist eben doch nicht so groß, wie man immer denkt...
Gegen 3 Uhr, als noch 10 tapfere Gäste anwesend waren, schlug die Gastgeberin dann ein Trinkspiel vor. Im Nachhinein betrachtet hätte ich besser genau in dem Moment das Weite suchen sollen, aber ich war gerade in eine Unterhaltung vertieft und es war einfach angenehm den Abend mit diesen Leuten zu verbringen. Das war es auch noch während eine Flasche nach der anderen für das Spiel geholt wurden, nur konnte ich heute meine Pläne, ein wenig zu Arbeiten danach vergessen. Gegen 7 Uhr war ich endlich zuhause, bin in mein Bett gefallen und ein paar Stunden später mit den üblichen Symptomen nach zu großem Alkoholgenuss aufgewacht. Freundlicher Weise hat mein Magen gut durchgehalten und sich nach einer Suppe zum Mittagessen auch wieder beruhigt. Nach ein paar weiteren Stunden Schlaf ging es mir dann auch wieder richtig gut. Nur die Arbeit blieb leider liegen...

Samstag, 10. Dezember 2011

Erst die Arbeit,...

... dann das Vergnügen. Heute war die Weihnachtsfeier meiner Abteilung :-). Nachdem ich die letzten beiden Tage daran rumgewerkelt habe, Jukkas Versuchspläne so gut wie möglich umzusetzen, wurde heute Abend mal schön gefeiert. Und morgen geht es dann wieder ins Labor. Ich würd gern vor meinem Urlaub die wichtigsten Versuche abgeschlossen haben. Vor allem meine kultivierten Zellen will ich noch nutzen. Sie wachsen nun endlich so, wie sie es sollten. 
Die Weihnachtsfeier war schön gestaltet. Nach dem Abendbrot-Büffet wurde ein erstes Spiel zum warm werden gespielt - Mitarbeiter-Fotos erraten. Nach dem Dessert und einem weiteren Spiel hat uns Matti, der Professor, mit einigen Zaubertricks erheitert. Das war in meinen Augen eindeutig  das Highlight des Tages. Dass Matti nicht immer so ernst ist, wie er anfangs wirkt, habe ich ja schon gelernt. Aber die Zauber-Comedy-Show hat mich wirklich überrascht. Danach wurde die Musik für die Tanzwütigen etwas lauter gedreht und geplaudert, getrunken und getanzt. Für mich war es eine gute Gelegenheit, ein paar Kollegen besser kennen zu lernen, mit denen ich auf Arbeit bisher nicht viel Kontakt hatte.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Neue Pläne,...

... neuer Stress. Jukka hat mir heute morgen eine eMail mit neuen Versuchsplänen geschickt. An sich freu ich mich ja immer, wenn ich mal eine strukturierte eMail mit klareren Anweisungen bekomme. Allerdings fände er es schön, wenn ich einige der Versuche noch vor meinem Urlaub durchführen könnte. Das waren mit dem heutigen Tag noch 9 Tage inklusive Wochenende. Auch das wäre an sich kein Problem, wenn ich sofort starten könnte. Klar, es wäre stressiger als geplant, aber danach kann ich mich ja eine Weile ausruhen :). Das Problem ist nur, dass ich für den wichtigsten Versuch noch Chemikalien bestellen muss, die nicht auf Lager sind. Und die Lieferung muss erst einmal bei uns ankommen vor meinem letzten Arbeitstag. Also habe ich auch heute meine eigentliche Arbeitsplanung über den Haufen geworfen - mich zeitgleich damit abgefunden zumindest einen Tag am Wochenende ins Labor gehen zu müssen - und den Vormittag damit verbracht, die Chemikalien zusammen zu suchen um zu überprüfen, was fehlt. Dann musste ich die Person, die sich um die Bestellungen kümmert überreden, meine Bestellung noch anzunehmen obwohl sie eigentlich schon mit dieser Arbeit fertig war und nur einmal die Woche bestellt wird. Nun muss ich nur noch hoffen, dass die Ware pünktlich eintrifft. Und meine Versuche für die künftigen Tage noch einmal durchplanen, da ich meine bisherige Planung nun vergessen kann. Also geh ich jetzt brav schlafen. Gute Nacht Welt :)

Der finnische Unabhängigkeitstag...

... war irgendwie nichts besonderes. Klar, alle Läden hatten geschlossen, aber in der Stadt war nicht gerade viel los. Es ist natürlich im Dezember auch etwas kalt für große Aktionen unter freiem Himmel. Auch wenn der Schnee mittlerweile wieder verschwunden ist :-(. Aber, wie zu jeden wichtigeren Feiertag in Finnland üblich, hing überall die Flagge. Fast jedes größere Haus in der Stadt hat irgendwo einen Fahnenmast. Entweder im Vorgarten des Hauses, auf dem Dach oder zumindest eine Halterung für Fahnenstangen, die an der Hauswand nahe des Eingangs befestigt ist.
Ich habe den Tag genutzt um mal lange auszuschlafen und dann in Ruhe auf Arbeit alle Versuche durchzuplanen, meine Boxen in den verschiedenen Laboren ordentlich zu sortieren und mit dem notwendigen Material aufzufüllen und all den Kram den ich an normalen Tagen nie schaffe. Den geplanten Versuch konnte ich heute nicht durchführen, weil ich feststellen musste, dass der alte Test komplett aufgebraucht war. Es war zwar schon ein neuer Test bestellt, aber der wurde noch nicht geliefert... Also bin ich nach zwei Stunden schon wieder nach Hause und hab mich ein wenig um meine Weihnachtseinkäufe gekümmert. Mittlerweile habe ich fast alle Geschenke zusammen oder zumindest eine Idee, was ich schenken möchte und muss das Geschenk nur noch besorgen. Nur eine Person bereitet mir noch Kopfzerbrechen.Weihnachten rückt ja immer näher und in 10 Tagen geht bereits mein Flugzeug nach Deutschland. Darum habe ich heute auch mal begonnen, meinen Koffer zu packen und die Kleidung beiseite zu legen, die ich gern mitnehmen möchte.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Der erste Schnee...

... fiel heute Abend. Schade nur, dass es in der Innenstadt noch zu warm war, um nun eine weiße Winterlandschaft zu haben. Dennoch ist der erste Schnee doch immer noch etwas Schönes :) Zumindest, solange man ihn von zuhause aus betrachten kann und sich keine Gedanken um rutschige Straßen machen muss.

Der Schnee war eigentlich auch schon das Beste am Tag. Auf Arbeit musste ich feststellen, dass meine kultivierten Zellen immer noch nicht das machen, was sie machen sollten und so langsam gehen mir die Ideen aus, wie ich dieses Problem beheben könnte. Außerdem wurde ich gebeten, den Bericht für den Bildgebungskurs noch einmal zu überarbeiten. Zum Abgabetermin der Arbeiten hatten noch ein paar Daten gefehlt, die ich nun verwenden sollte, um den Bericht vollständig zu machen. Dann wird er für die anderen Studenten als Beispielarbeit zugänglich gemacht. Zusammen mit der Arbeit einer anderen Doktorandin sind unsere "Werke" dann zwei Musterlösungen, wie man einen solchen Bericht schreiben sollte. Pirjo, die Koordinatorin des Kurses, war scheinbar wirklich unzufrieden mit den Arbeiten der Masterstudenten... Also habe ich den heutigen Nachmittag darauf verwendet, die neuen Daten auszuwerten, grafisch aufzubereiten und in den Text einzufügen. Morgen werde ich dann wohl den eigentlich für heute geplanten Versuch durchführen, außer es fällt mir doch noch ein besserer Weg ein, den finnischen Unabhängigkeitstag zu feiern. Allerdings werde ich ja über Weihnachten/Silvester einen Monat unterwegs sein und hätte gern so viele Versuchsreihen abgeschlossen, wie möglich. Mal sehen, wie groß meine Motivation morgen früh noch ausfällt. 

Sonntag, 4. Dezember 2011

Ein Adventsspaziergang...

... und ein Konzert haben den heutigen Tag wirklich schön gestaltet :-). Nachdem heute tagsüber die Sonne geschienen hat, wollte ich unbedingt ein bisschen raus und das tolle Wetter genießen. Außerdem war ich neugierig, wie ein finnischer Weihnachtsmarkt wohl aussieht. Und die Erfahrung wollte ich mir auch nicht davon vermiesen lassen, dass mein Besuch nicht kommen konnte. Also bin ich über den Marktplatz Richtung Bibliothek gelaufen, vorbei an dem Gebäude der Tageszeitung Turun Sanomat - das besondere an dem Gebäude ist allerdings weniger die Zeitung als die Architektur. Es wurde geplant von Alvar Aalto, einem der bekanntesten Finnischen Designer des 20. Jahrhunderts. Allerdings merkt man meiner Meinung nach an diesem Haus nicht viel von seinem "Talent":

Es handelt sich um das graue Gebäude in der Mitte, mit dem Läufer rechts an der Seite und der Leuchtschrift auf dem Dach.

Von Weihnachtsmarkt selbst habe ich keine brauchbaren Fotos gemacht, allerdings ist der Markt auch nicht so viel anders, als in Deutschland. Es wird Handwerkskunst wie selbst gestrickte Mützen und Handschuhe oder Adventskränze angeboten. Allerdings standen keine Glögi- oder Glühweinstände zwischen den anderen Buden. Da mein Finnisch nicht gut genug ist und ich auch nicht herum fragen wollte, bin ich mir nicht ganz sicher, aber ich vermute, dass es für die Lebensmittelstände einen extra Bereich gab, den ich noch nicht entdeckt habe. Aber von der Kathedrale und dem großen Weihnachtsbaum habe ich zwei neue Fotos geschossen:

 
 Die Kathedrale und der Baum bei Tag (man beachte den schönen blauen Himmel)...

 ... und bei Nacht. Oder besser gesagt kurz nach dem Sonnenuntergang.

Nach dem Spaziergang war ich noch schnell einkaufen, hab dann ein wenig am PC gearbeitet und mich schon einmal musikalisch auf den Abend eingestimmt. Seit mehreren Wochen habe ich auf das Konzert von Poets of the Fall gewartet :). Bisher hab ich die Band einmal live in Berlin gesehen. Allerdings war der Sänger damals nicht gut in Form, die Gruppe hat nicht einmal eine Stunde gespielt und nach 6 Liedern hatte man deutlich gemerkt, dass der Sänger immer wieder Pausen braucht um durchzuatmen. Dennoch war das Konzert damals schön und ich hatte einfach gehofft, dass die Leistung in Berlin nicht normal war. Heute Abend war es dann endlich soweit. Der Nachtclub Kooma in dem die Band auftrat öffnete um 22 Uhr und Poets of the Fall trat kurz nach Mitternacht endlich auf die Bühne. Die Zeit bis dahin wurde mit normaler Disko-Musik überbrückt. Insgesamt scheint das Kooma eher eine Diskothek mit mehreren Tanzflächen/Bereichen zu sein, als eine typische Konzert-Location. Diesmal hatte der Sänger eine deutlich bessere Kondition als bei dem berliner Konzert. Etwa nach der Zeit, der Auftritt in Berlin insgesamt gedauert hat, hat die Band heute die erste Pause eingelegt. Was mich jedoch erstaunt hat war, dass nicht deutlich mehr Menschen heute in Turku waren, als damals in Berlin. Für eine Gruppe die aus Finnland stammt, wirkt das schon ungewöhnlich. Immerhin sind die meisten Bands in ihrer Heimat doch erfolgreicher als im Ausland. Aber somit war es wenigstens möglich, selbst aus einer der letzten Reihen die Bandmitglieder noch zu erkennen :).

 Beweisfoto von der hintersten Reihe :) Hinter mir kommt dann schon die Bar.


Samstag, 3. Dezember 2011

Meinen Lotteriegewinn ...

... habe ich heute der Abteilung geschenkt. Naja, noch nicht ganz, da das Produkt erst geliefert werden muss. Aber ich habe mich dafür entschieden, etwas zu wählen, was wirklich immer wieder gebraucht wird und nicht die Aufbewahrungsboxen zu wählen. Nach dieser "schweren" Entscheidung habe ich den restlichen Tag damit zugebracht, meine Anmeldung als Student endlich weiter voran zu treiben. Leider gibt es keine Übersicht, welche Daten benötigt werden und so kommen immer neue Dinge hinzu, die die Anmeldung verzögern... Nun muss der Leiter des Fachbereichs noch einen Zettel unterschreiben. Das wird er hoffentlich dann am 12.12. machen, wenn er von einer Geschäftsreise aus Genf zurückkehrt. Außerdem habe ich versucht, dem Mikroskop viele schöne Bilder von meinen Proben zu entlocken. Nun muss Jukka mir nur noch helfen, zu deuten, was man unter dem Mikroskop eigentlich genau sieht.

Für den Abend war eigentlich geplant, mit einem Freund von mir, der übers Wochenende zu Besuch kommen wollte - morgen findet ein Konzert statt auf das wir zusammen gehen wollten - die Stadt unsicher zu machen. Leider haben sich Ende letzter Woche auf seiner Arbeit unerwartete Probleme aufgetan, so dass er dieses Wochenende arbeiten muss statt sich in den Flieger setzen zu können :-(. Echt schade, wir hatten uns beide darauf gefreut uns zu treffen. Ich hoffe nur, dass die Reiserücktrittsversicherung für die Flugkosten aufkommt. Und nun muss ich entweder allein auf das Konzert, oder ich finde über Couch-Surfing doch noch eine Begleitung. Linnea ist morgen Abend auf einer Weihnachtsfeier und kann somit nicht mitkommen und Renato befindet sich mit seinen Kollegen auf den Åhland-Inseln. Aber egal wie es kommt, ich werde mir das Konzert nicht vermiesen lassen. Immerhin bin ich für diese Gruppe auch schon nach Berlin gefahren, um sie auf ihrem einzigen Konzert in Deutschland live zu sehen. Da lasse ich mich hier in Turku nicht von einer fehlenden Begleitung abhalten :). Auch wenn es dennoch echt schade ist, dass meine Couch nun doch nicht okkupiert wurde. 

Freitag, 2. Dezember 2011

Sie haben in der Lotterie gewonnen...

... so etwas liest doch jeder gern :). Zumindest, wenn man in einer Lotterie mitgespielt hat. Als letzte Woche in unserem Kaffeeraum eine kleine Ausstellung von einem Distributor stattfand, der all die netten Tests und Materialien in Finnland verkauft, habe ich an einem Gewinnspiel teilgenommen - immerhin konnte man Kinokarten gewinnen. Soooo viel Glück hatte ich leider nicht, für mich gibt es eins von 5 Produkten umsonst. Leider kann ich keines dieser Geschenke wirklich gebrauchen. Für meinen eigenen Nutzen kämen eigentlich nur Aufbewahrungsdosen in Frage, in denen ich die kleinen Reaktionsgefäße lagern könnte. ist immerhin praktischer als die hier im Labor verbreiteten Ziplock-Beutel ;). Andererseits könnte ich einfach eines der teureren Produkte wählen und es der Allgemeinheit spenden. Ich werde mal noch eine Nacht darüber schlafen. Ehrlich gedacht hatte ich nicht damit gerechnet, dass da überhaupt wirklich jemand etwas gewinnen kann und hatte den Spaß schon wieder vergessen. 
Der restliche Tag war eher unspektakulär. Meine Zellen wachsen nun zwar wieder, sehen aber sehr merkwürdig aus. Also habe ich die meiste Zeit des Tages damit verbracht, zu recherchieren, was mit ihnen los sein könnte und wie man das Problem beheben kann. Nun ist weiter warten und vor allem Hoffen angesagt. Ansonsten muss ich nochmal Zellen auftauen und eventuell etwas in der Handhabung ändern.