... diente dazu, die kulturellen Höhepunkte Houstons kennen zu lernen. Gleich nach dem Frühstück mit Kasias Mitbewohnerinnen haben wir uns deshalb auf den Weg zur "Menil Collection" gemacht. Der Menil ist private Kunstausstellung, die von altägyptischen und antiken, südamerikanischen Skulpturen über Fotografien bis hin zu Kunstwerken des Kubismus und Surrealismus. Eines der bekanntesten Werke der Menil Collection befand sich während unseres Besuches leider nicht in den Ausstellungsräumen - jemand fand es wohl eine tolle Idee, Picassos "Women in a red Armchair" zu besprühen. Direkt neben dem Menil befindet sich eine kleine Photo-Ausstellung, die wir anschließend besucht haben.
Skulptur auf dem Weg von der Menil Collection zur Photographie-Ausstellung.
Nach den zwei Museumsbesuchen haben wir uns in einem nahegelegenen Restaurant mit zwei von Kasias Freundinnen zum Mittagessen getroffen - Ilirjana und Nicole. Wir haben uns nett unterhalten, und zum Ende des Treffens hat mich Nicole auf ihre Junggesellinen-Party am Samstag abend eingeladen.
Der Weg zum Restaurant führte durch einen ruhigen Stadtteil Houstons, der mehr Vorort-Charakter hatte als ich es innerhalb der Stadt erwartet hätte. Auch das Restaurant hatte seinen eigenen Charme... Laut Restaurant-Führer ist die Bedienung dort unfreundlich. Gemessen an der "Überfreundlichkeit", die einem sonst überall in den USA entgegenströmt, wenn man ein Geschäft oder Restaurant betritt mag das sicherlich stimmen. Für ein deutsches Restaurant wäre der Service wohl Standard gewesen und nach beinahe einem Jahr in Finnland fand ich die Bedienung sehr freundlich ;). Was mich etwas irritiert hat, waren die Plüschtiere, die an den Wänden festgeklebt waren. Aber nach reichlich einer Stunde im Restaurant begann ich, die Kuscheltiere nicht mehr befremdlich und ein wenig unheimlich sondern eher lustig zu finden.
Vorort-Charme in der Nähe des Menils.
Die Plüschtiere waren der Farbe nach sortiert an die Wand geklebt,...
... aber einigen Exemplaren wurde ein besonderer Platz zu teil.
Den Nachmittag haben wir mit einer weiteren Kunstausstellung mit Fotografien und moderner Kunst eingeläutet. Eigentlich ging es uns bei diesem Museumsbesuch hauptsächlich um einen Lichttunnel, aber der Tunnel selbst war am Ende weniger spektakulär, als erwartet - so dass wir uns noch kurz die Kunstausstellung angesehen haben. Während der Ausstellung habe ich mich mit Kasia über Geocaching unterhalten ... und sie mit dem Virus infiziert. Sie war so begeistert von der Idee, dass wir die nächste Gelegenheit ins Internet zu gehen genutzt haben, um Geocaches in unserer Nähe zu suchen. Den restlichen Nachmittag haben wir dann mit der Suche nach kleinen Dosen im Museums-Viertel verbracht. Und wir waren gar nicht mal so unerfolgreich, drei von fünf Caches haben wir entdeckt. Für die zwei fehlenden Geocaches wurden schon mehrere Wochen keine Funde mehr berichtet.
Kirche im Museumsviertel.
Ein kleiner Kunst-Park beim Museumsviertel, den wir unterwegs beim Geocaching entdeckt haben.
Kasias erster Geocache :)
Nach diesem kulturell und hobbymäßig ausgefülltem Tag haben wir uns beim gemeinsamen Abendessen mit Kasias Mitbewohnerinnen gestärkt und nett mit den anderen beiden Mädels unterhalten. Als es dann draußen dunkel wurde, hat mir Kasia beim Abendspaziergang mit dem Hund noch die gesamte Wohnanlage gezeigt. Ihre WG liegt in einem eingezäunten, bewachten Wohngebiet mit zwei Swimmingpools und vielen Grünflächen zwischen den Häusern. Achja: jaaa, in Houston gibt es noch Sonnenuntergänge im Sommer. Man kann nachts sogar ein paar Sterne sehen - die habe ich ehrlich gesagt schon ein wenig vermisst :-O. Nach dem Spaziergang bin ich jetlag-freundlich früh ins Bett gegangen :).
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