... war für mich bisher ein Buch mit sieben
Siegeln. Seit Donnerstag sind einige dieser Siegel zerbröckelt... Aber bevor
ich ins Detail gehe: Es geht mir gut. Es gibt keinen Grund, sich Sorgen zu
machen.
In den letzten Tagen war mir gelegentlich für einige Sekunden schwindlig - ein Zustand, der natürlich nicht allzu angenehm ist, aber immer schnell wieder verschwand. Die ersten Tage dachte ich, es legt sich sicherlich bald wieder. Schließlich sind die Temperaturen hier recht schnell angestiegen und 2-3 Tage mit verrückt spielendem Blutdruck können sicherlich mal vorkommen. Diese Schwindel-Momente tauchten allerdings nach 5 Tagen immer noch gelegentlich - v.a. abends beim Hinlegen oder morgens, wenn ich mich nochmal im Bett umgedreht habe und noch eine viertel Stunde zu schlafen. Deshalb habe ich mich doch mal genauer mit dem staatlichen Gesundheitssystem auseinander gesetzt. Zunächst habe ich am Donnerstag meinen Betreuer gefragt, ob er als Mediziner eine Idee hat, was das sein könnte und wohin ich mich am besten wenden sollte. Er hat mir dann im Internet die Informationen zusammen gesucht, wo "mein" staatliches Ärztezentrum ist - denn je nach Wohnanschrift wird man in unterschiedliche Ärztehäuser vermittelt. Auch die Hotline-Nummer für mein Ärztezentrum war im Internet zu finden. Bei meinem ersten Versuch, dort anzurufen, wurde ich nach zwei Minuten finnischer Tonband-Ansage aus der Leitung geworfen. Meine Taktik bei solchen Tonband-Ansagen ist, nichts einzutippen oder zu sagen, bis ich automatisch an einen Menschen verwiesen werde. Diesmal klappte das wohl nicht. Beim zweiten Anruf habe ich Jukka, meinen Betreuer, gebeten, mir zu helfen und den Lautsprecher am Handy eingeschalten. Man muss seine Telefonnummer eintippen und wird später von einem Mitarbeiter zurück gerufen.
Der Anrufer wollte sich erst ein wenig über die
Symptome erkundigen, kam dann aber recht schnell mit seinen
Englisch-Kenntnissen nicht mehr weiter und hat mir einen Termin für den
gleichen Tag bei einer Krankenpflegerin gegeben.
In meiner Mittagspause bin ich also zu meinem
Ärztezentrum gefahren und habe mich bei der Sekretärin auf Deutsch angemeldet.
Mein finnisch reicht zwar aus, um in einem Laden nach Preisen zu fragen oder
auf dem Markt 5 Äpfel zu kaufen. Aber bisher weiß ich nicht, was "Ich habe
angerufen und für 12:30 Uhr einen Termin bei einer Krankenschwester" heißt
;). Die Krankenpflegerin hat dann einen Fragenkatalog am PC ausgefüllt, meinen
Blutdruck gemessen und nach einer halben Stunde beschlossen, dass sie mich an
einen Arzt weiterleitet - ich bekam einen Termin für Freitag morgen. Der
Fragenkatalog konnte scheinbar nicht beantworten, warum mir gelegentlich
schwindlig wird.
Insgesamt hat es mich etwas überrascht, dass ich am
Tag meines Anrufes gleich noch einen Termin bekommen habe und auch den
Arzttermin für den darauf folgenden Tag. Denn bisher habe ich immer gehört und
gelesen, dass es bei den staatlichen Ärztehäusern recht lange dauert, einen
Termin zu bekommen. Außer in Notfällen natürlich... Doch auch die
Krankenschwester war sich sicher, dass mein Schwindel kein Notfall ist. Das war
schon einmal beruhigend :).
Freitag früh ging es dann also erneut zum Ärztehaus. Diesmal nutzte ich den "check-in"-Terminal, ein Computer mit einem Barcode-Scanner, der meine Krankenkassenkarte eingelesen hat und mir einen Grundriss des Gebäudes ausdruckte. Auf dem Ausdruck war markiert, in welchem Teil des Gebäudes ich im Wartebereich Platz nehmen sollte. Und das Beste daran: neben Finnisch und Schwedisch konnte man auch Englisch als Sprache am Terminal auswählen. Die Ärztin hat nochmals ein paar Fragen gestellt, meine Reflexe getestet und mich dann auf einer Liege hingelegt, mit dem Kopf jeweils zu einer Seite geneigt. Als mir dabei schwindlig wurde, hat sie den ganzen Spaß noch zwei Mal wiederholt und mir dann erklärt, weshalb mir schwindlig wird. Mein Innenohr spielt mir zurzeit einen Streich, aber diese Art von Schwindel ist ungefährlich und geht nach einiger Zeit von allein wieder weg.
Freitag früh ging es dann also erneut zum Ärztehaus. Diesmal nutzte ich den "check-in"-Terminal, ein Computer mit einem Barcode-Scanner, der meine Krankenkassenkarte eingelesen hat und mir einen Grundriss des Gebäudes ausdruckte. Auf dem Ausdruck war markiert, in welchem Teil des Gebäudes ich im Wartebereich Platz nehmen sollte. Und das Beste daran: neben Finnisch und Schwedisch konnte man auch Englisch als Sprache am Terminal auswählen. Die Ärztin hat nochmals ein paar Fragen gestellt, meine Reflexe getestet und mich dann auf einer Liege hingelegt, mit dem Kopf jeweils zu einer Seite geneigt. Als mir dabei schwindlig wurde, hat sie den ganzen Spaß noch zwei Mal wiederholt und mir dann erklärt, weshalb mir schwindlig wird. Mein Innenohr spielt mir zurzeit einen Streich, aber diese Art von Schwindel ist ungefährlich und geht nach einiger Zeit von allein wieder weg.
Um die für meine Sozialversicherungsnummer
hinterlegen Daten zu komplettieren, hat sie mich anschließend noch zu einer
Blutabnahme und einem EKG geschickt. Denn all solche Daten werden mit meiner
Sozialversicherungsnummer und somit auch meiner Krankenkassenkarte verknüpft
gespeichert. Somit kann bei jedem späteren Arztbesuch auf die alten Blutwerte
und Befunde zurückgegriffen werden...
Ganz klar sind mir einige Punkte des
Gesundheitssystems immer noch nicht. Für Notfälle müsste ich in ein anderes
Ärztezentrum - aber ich gedenke nicht, mich mit diesem Punkt genauer
auseinander zu setzen. Mir ist auch noch unklar, wie das mit den Kosten für die
Untersuchung beim Arzt und für die Laboruntersuchungen meines Blutes ist. Aber
ich werde ja sehen, ob eine Rechnung zu mir nach Hause geschickt wird.
Also wie schon erwähnt, es geht mir gut, mir wird nur bei manchen Kopfbewegungen schwindlig. Das ist ungefährlich, nur etwas unangenehm - wem ist schon gerne schwindlig? Zumindest außerhalb eines Karussells ;).
Also wie schon erwähnt, es geht mir gut, mir wird nur bei manchen Kopfbewegungen schwindlig. Das ist ungefährlich, nur etwas unangenehm - wem ist schon gerne schwindlig? Zumindest außerhalb eines Karussells ;).
Den restlichen Tag gestern habe ich dann im Labor verbracht. Heute wollte ich dann eigentlich zu einem Brettspiel-Wochenende auf einem Boot des Forum Marinum. Ein paar Mitglieder des Brettspiel-Clubs organisieren seit einigen Jahren einmal im Jahr ein Brettspiel-Wochenende, an dem Spiele zum Thema Eisenbahn gespielt werden - denn das erste Wochenende fand in einem Lokschuppen statt. Da dieses Jahr ein Boot als Austragungsort gewählt wurde, hat man die Spieleliste noch um alle Spiele mit Booten erweitert. Ich hatte mir auch extra einen Wecker gestellt, um früh genug aus dem Bett zu kommen. Doch irgendwie hat mein schlafendes Ich heute früh entschieden, dass es den Wecker ausstellt, ohne wach zu werden. Ich habe also verschlafen :(. Und das nicht nur um wenige Minuten, sondern um ganze zweieinhalb Stunden! Statt Brettspielen habe ich den Tag also damit verbracht, auszuschlafen, Wäsche zu waschen, ein bisschen Papierkram zu ordnen und noch mehr zu schlafen. Keine Ahnung, weshalb ich heute so müde war. Vermutlich schlafe ich unter der Woche einfach zu wenig... Vielleicht bin ich nun ausgeschlafen genug, um morgen den zweiten Tag des Eisenbahn-und-Boot-Brettspiel-Events nicht zu verpassen.
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