... wäre ein passender Titel für den heutigen Tag. Zugegeben, ich hätte vielleicht vorgestern gleich nachfragen sollen, wie das eigentlich mit dem Drucken des Posters ist. Da habe ich zum ersten Mal daran gedacht, aber nicht sofort gefragt und es dann wieder vergessen. Da wir Freitag um 8:00 Uhr morgens zur Konferenz aufbrechen, sollte das Poster bis Donnerstag abend fertig sein. Ich dachte, wenn ich bei der Abteilung die so etwas druckt vorab anmelde, dass ich am Donnerstag nachmittag etwas zum Drucken habe, wird das schon gut gehen. Meine Kollegen dagegen meinten, dass ich das ganze am besten bis heute Abend fertig haben solle, damit zum Drucken genug Zeit bleibt. Also habe ich heute mittag versucht, den Drucker anzurufen - aber niemand ging ran. Während ich schon die letzten Layout-Veränderungen vorgenommen habe, habe ich immer mal versucht, den Drucker zu erreichen. Und ich habe auf Jukkas Reaktion gewartet, immerhin ist er mein Betreuer und hatte den Posterentwurf zwar gesehen, aber die Texte bisher nur überflogen... Zeitgleich habe ich meinem zweiten Betreuer, Fuping, die aktuellste Poster-Version gegeben und gebeten, dass er noch einmal drüber liest, da ich Jukka nicht erreiche. Gegen halb drei war ich genervt von der Tatsache, dass ich beim Druck niemanden erreiche und bin dort persönlich aufgeschlagen. Was wirklich gut war, denn der Mann erzählte mir, dass er am Donnerstag im Urlaub ist. Wenn ich etwas bis Freitag früh bräuchte, müsse es heute noch gedruckt werden. PANIK! Keine Antwort von Jukka, bisher nur eine Person die die Texte korrektur gelesen hat und das soll noch am selben Tag gedruckt werden?! Bis 15:15 Uhr hatte er mir Zeit gegeben, ihm die fertige Version per eMail zuzuschicken. Dann könne ich es 15:45 Uhr abholen. Anderenfalls gäbe es noch eine Firma namens "Unidruck", die eventuell am Donnerstag drucken könnte. Da Pirjo, die Lektorin/Koordinatorin, die mir die Kontaktdaten dieser "Druckerei" gegeben hatte, das Gebäude schon am Mittag verlassen hatte und nicht mehr erreichbar war, konnte ich diese Option allerdings mit niemandem absprechen. Und ich hatte nur die Genehmigung, dort zu drucken - der Spaß muss ja schließlich auch bezahlt werden. Also bin ich zurück in mein Büro. Noch 25 Minuten. Zum Glück hatte Fuping bereits das Poster durchgelesen, einen Satz eingefügt - der kurz genug war mein Layout nicht zu stören - und zwei Anmerkungen, was ich beim nächsten Mal anders machen könne. Insgesamt sei das aber gut und ich könne es in Druck geben. 15 Minuten noch. Nachdem ich die Änderung übernommen hatte, habe ich noch eine Kollegin die bei mir im Raum saß gefragt, ob sie auch noch einen Blick darauf werfen könne, da ich Rechtschreibfehler vermeiden wollte und erfahrungsgemäß immer etwas übersehen wird. Je mehr Leute es also lesen, desto besser. Mir fiel auch prompt noch ein kleiner Fehler auf, ihr noch ein Ausdruck den ich in etwas Wissenschaftlicheres ändern sollte... und schon waren es nur noch 10 Minuten. Also Datei in pdf-Format umwandeln, damit es auch beim Druck zu dargestellt wird wie geplant, dann nochmal kontrollieren, dass alles aussieht wie es soll. Und 5 Minuten vor Ablauf der Frist um 15:15 Uhr ging die eMail an den Drucker raus :-) - leider ohne Jukkas Kommentare. Aber besser ein Poster ohne seine Anregungen als kein Poster. Viertel vor 4 habe ich mein "Meisterwerk" dann abgeholt, ausgedruckt auf Din A0-Format sieht es echt schön aus. Vor allem auf dem Hochglanz-Papier... Das hat fast für den Stress der vergangenen Stunden entschädigt. Dennoch sollte ich langsam anfangen, mehr Zeit einzuplanen. Hätte ich den Drucker weiterhin nicht erreicht und wäre nicht vorbei gegangen, wäre das morgen eventuell schlecht ausgegangen... Und Jukka muss ich einfach auch etwas mehr Zeit einräumen. In Zukunft.
Aber ein gutes hat der Stress des heutigen Tages. Ich konnte endlich mal wieder früh Feierabend machen, und auch wenn ich noch einiges Zuhause zu tun hätte und es mir auch an Arbeit nicht mangelt, so genieß ich heute dennoch einfach den Abend und werde mal wieder früh ins Bett gehen. Richtig früh.
Morgen geht es dann erst einmal los mit Finnischunterricht, danach muss ich endlich meine Versuche für die kommende Zeit durchplanen und am Nachmittag helfe ich Janne mit seinen Versuchen. Nicht ganz uneigennützig, denn dann lerne ich dabei hoffentlich, wie man das macht und brauche später nicht so viel Hilfe, falls ich selbst irgendwann ähnliche Methoden verwenden muss. Außerdem ist es immer spaßiger, gemeinsam im Labor zu werkeln als allein.
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