... ist echt genial. Endlich mal eine Attraktion mit mehrsprachiger Ausschilderung. Zumindest Schwedisch und Englisch waren neben Finnisch verfügbar. Und in vielen Räumen fanden sich noch erklärende Hefte auf weiteren Sprachen wie Russisch, Deutsch und Französisch. Und es schien so, als würde die gesamte Burganlage für die Ausstellung genutzt werden. Wir haben da drin problemlos mehrere Stunden zugebracht... Hier mal ein gaaaanz kleiner Einblick ins Museum :
Schon die Architektur und original Einrichtung der Räume war interessant...
Nachgebaute Deckenkonstruktion in einem Teil der Burg, der im zweiten Weltkrieg abgebrannt ist.
Die Burg-Kirche mit zwei Königslogen in der ersten "Reihe".
Türdekoration.
In einigen Räumen der Burg wurden die verschiedenen Einrichtungsstile der letzten Jahrhunderte ausgestellt, wie sie in der Burg selbst, beim Adel und beim normalen Bürgertum zu finden waren... Natürlich gab es noch viele weitere Ausstellungsstücke vom Schmuck über Porzellan und Silber, Kleidung bis hin zu Folterinstrumenten. Das kennt man ja im Großen und Ganzen von anderen Burgen und Schlössern mit Museen.
Eine alte Kirchen-Figur, die in der alten Burg-Kapelle ausgestellt wurde...
... konnte genauso besichtigt werden, wie alte Ladenschilder oder Geldtruhen.
Nach dem umfangreichen Museumsbesuch in der Burg haben wir den Rückweg in die Stadt angetreten und uns vergleichsweise spät an einem Mittagsbuffet gestärkt. Den Nachmittag verbrachten wir dann im Museum für Stadtgeschichte und moderne Kunst - wobei wir uns mehr auf den Teil über das alte Turku beschäftigt haben. 1992 wurde bei Ausgrabungen entdeckt, dass entgegen bisherigen Annahmen um den alten Marktplatz nahe dem Dom herum viele Steinbauten existierten. Denn auf alten Stadtplänen waren in diesem Bereich keine Häuser eingezeichnet. Doch bei den Ausgrabungen wurden alte Gebäudemauern freigelegt, die heute in dem Museum besichtigt werden können. Man läuft dort sozusagen unterirdisch durch die alte Stadt, viele Tafeln auf Finnisch, Schwedisch und Englisch erklären dem Besucher dann noch vieles über das damalige Leben in der Stadt und der Relevanz dieses Ausgrabungs-Fundes.
Kleiner Einblick in die "Unterwelt" Turkus im Museum für Stadtgeschichte und moderne Kunst.
Die Ausstellungen zur modernen Kunst lagen in den oberen Geschossen des Gebäudes. Eine der beiden gezeigten Ausstellungen bestand aus vielen Video-Leinwänden in unterschiedlichen Räumen, auf denen Filmaufnahmen abgespielt wurden. Zum Teil richtige Spielfilme und teilweise irgendwelche "Amateur"-Aufnahmen kurzer Szenen - sehr, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig. Die andere Ausstellung überzeugte vor allem mit den Räumen, in denen die Exponate ausgestellt waren. Schöne hohe Decken mit ein wenig Stuck, toller Holzboden... und mittendrin in Bilderrahmen gepackter Müll, Bilder aus schwarzen Punkten und andere "Kunst" in Form von Bildern und Skulpturen.
Der Ausgrabungs-Teil des Museums ist wirklich einen Museumsbesuch wert, die Kunstausstellungen hätte man sich meiner Meinung nach sparen können. Eine Ausstellung der Funde in den ausgegrabenen Häusern wäre da wohl interessanter gewesen.
Nach dem zweiten Museumsbesuch hat sich meine Mutter ein wenig ausgeruht, während ich mit meinem Vater die Einkaufscenter unsicher gemacht habe - mit Erfolg, ich habe endlich neue Winterstiefel gefunden, die mich hoffentlich sicher durch den Winter bringen ohne abfrierende Zehen... Für die glatten Tage wurden mir bereits Spike-Aufsätze für die Schuhe mitgebracht. Wenn der Winter nun kommt, bin ich gut gerüstet. Zumindest hoffe ich das :-).
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