Montag, 30. Januar 2012

Die Wahrheit über das Nordic Walking...

... fiel mir heute Morgen beim Aufwachen ein, nachdem ich im Schlaf wohl die Eindrücke des Winterspaziergangs noch einmal verarbeitet habe :-). Von wegen Trainingsmethode für Langläufer... Das Ganze entstand dadurch, dass ältere Leute, die sich auf den stellenweise glatten Fußwegen nicht allzu sicher fühlten, ihre Langlauf-Stöcker als Gehhilfe verwendet haben. Mit den Stöcken haben sie dann wieder einen besseren Halt falls sie mal leicht rutschen und können somit schneller unterwegs sein ;-). Und in der Tat, ich habe gestern einige Leute mit solchen Nordic Walking Stöcken gesehen, die ziemlich schnell gelaufen sind, obwohl es an einigen Ecken sehr rutschig war... 

Nach dem Aufstehen ging es dann erst einmal auf Arbeit, die Pflichten erledigen und anschließend zum Mobilfunk-Laden. Ich wollte am Wochenende endlich meinen neuen Handyvertrag aktivieren und die Sim-Karte in Betrieb nehmen. Allerdings habe ich die falsche Geheimzahl verwendet - die Geheimzahl zum Identifizieren bei Telefongesprächen mit dem Anbieter... Nach den ersten 2 falschen Versuchen habe ich es mit der Standard-Pin meiner Prepaid-Karte der selben Firma versucht. Sie waren jedoch kreativ genug, für den Vertrag die andere der beiden Standard-Codes zu verwenden... kennt jemand noch einen anderen Standard-Code als 0000 oder 1234? Die Chancen lagen also 50:50 und ich hatte es vermasselt. Der Code zum Entsperren des Pins lag auch nicht bei meiner Sim-Karte dabei, so dass ich heute darum bitten musste, mir diese Zahlenkombination zu verraten. Beim Entsperren konnte ich dann gleich einen neuen Pin-Code wählen. Nun kann ich mein zu Weihnachten gekauftes, neues Handy endlich von überall richtig  nutzen. Günstig innerhalb Finnlands telefonieren, SMS schreiben und auch ins Internet gehen. Auf den letzten Punkt habe ich lange gewartet und mir somit heute ein eigenes vorzeitiges Geburtstagsgeschenk gemacht.

Sonntag, 29. Januar 2012

Mein Winterspaziergang bei Sonnenschein...

... heute tat richtig gut. Endlich mal wieder Sonnenlicht tanken, auch wenn der Großteil der Haut unter mehreren Schichten Kleidung versteckt war. Denn trotz Sonnenschein waren die Temperaturen mit -8 °C doch recht kühl für einen längeren Spaziergang. Aber gut eingepackt habe ich den gesamten Weg von meiner Wohnung flussabwärts bis zur Burg und wieder nach Hause ohne Frostbeulen gut überstanden. Und ein paar neue Bilder von Turku bei Schnee habe ich euch natürlich auch mitgebracht.

 Los ging es natürlich am Marktplatz - zu sehen ist die Orthodoxe Kirche am Markt. Von dort ging es weiter zum Fluss...

 ... der einen schönen Blick auf den Dom zu Turku bot. Mein Ziel (die Burg) lag jedoch in der anderen Richtung. Also ging es immer am Fluss entlang, weg vom Dom, hin Richtung Ostsee.

 Weiter ging der Weg, vorbei am schon einmal gezeigten Kunstwerk am Fluss, diesmal mit Schneelandschaft statt Wasser und Gras :).

Je weiter man Richtung Ostsee kam, desto unebener wurde die Eisfläche...

 ... bis man an der Fähre zu dem immer noch freigehaltenen Fährkanal. Durch die Öffnung in der Eisdecke haben sich an der Fähre viele Wasservögel gesammelt  - vor allem Enten und Möwen :). 

Das riesige Gänseblümchen am Forum Marinum existiert immer noch. Und zum Kontrast hat man noch einen kleinen Leuchtturm in die Nachbarschaft gestellt.

Selbstverständlich gibt es auch ein Bild von meinem Ziel des Spaziergangs, die Burg bei Schnee und Sonnenschein :-).

Allerdings muss ich zugeben, dass ich euch diesen Bereich Turkus nun schon mehrfach gezeigt habe. Und auch wenn die Burg und der Dom zu den ältesten, noch in Benutzung befindlichen Bauwerken Finnlands zählen, werde ich mir für den nächsten Spaziergang mal eine neue Route aussuchen :).

Ein arbeitsreicher Freitag ...

... und ein ruhiger, schönerer Samstag liegt hinter mir :). Gestern Abend habe ich mich so lange mit Lesen von der Arbeit abgelenkt, dass ich dabei eingeschlafen bin. Vermutlich auch besser so, der Freitag war nicht wirklich toll. Mein Versuch, der über Nacht laufen sollte, war vermasselt. Grund dafür war, dass das Gerät (frisch aus der Reparatur) erneut defekt war und meine Proben die gesamte Nacht auf 95° erhitzt hatte. Kaputte Geräte können natürlich immer mal vorkommen. Doch als ich das Problem unserer Sekretärin meldete, sagte sie lediglich, dass sie dies bereits wüsste und schon einen Techniker angerufen habe. Kurz danach kam eine Rundmail um uns zu informieren, dass man das Gerät nicht mehr nutzen soll und auch ein kleiner Defekt-Zettel wurde draufgeklebt. Ich hätte es ja nett gefunden, diese Information schon am Vorabend zu bekommen, da es dann ja scheinbar schon bekannt war. 
Natürlich musste ich den Versuch wiederholen. So weit, so gut. Allerdings kamen gestern noch drei weitere Studenten auf die Idee, solche Versuche zu machen, und da das wichtigste Gerät dafür ausfiel (an dem drei Reaktionen zeitgleich ablaufen konnten), kam es da schon zu einigen Verzögerungen. Für die Auswertung wurde dann das nächste Gerät benötigt, für das es dann die nächste volle Reservierungsliste gab... Ich hielt mein Ergebnis also Freitag Abend um halb sieben in der Hand. Wenigstens sah das Ergebnis dieses Versuchs aus, wie erwartet :-). Der zweite Versuch, den ich gestern ausgewertet hatte, sah dafür nicht so gut aus. Nun muss ich mich erneut mit einer Firma diskutieren, ob ihr Produkt nicht eigentlich besser funktionieren sollte. Dafür will ich aber erst einmal im Internet rumsuchen, ob andere Leute ähnliche Probleme mit dem Produkt haben. Fazit des Ganzen ist so oder so, dass ich in Zukunft einen zeitaufwendigeren Test verwenden muss. Bei der Diskussion mit der Firma geht es lediglich darum, ob sie uns unser Geld zurückgeben.

Heute habe ich mich dann erst einmal ausgeschlafen, ein bisschen gelesen und anschließen die üblichen Hausarbeiten erledigt. Für morgen habe ich geplant, endlich mal wieder neue Fotos bei Tage aufzunehmen. Am Abend werde ich dann bereits anfangen müssen, meine Präsentation für nächsten Dienstag vorzubereiten.

Freitag, 27. Januar 2012

Der übliche Vor-Meeting-Stress ...

... hat mich mal wieder erreicht. Dienstag ist das nächste Teammeeting und ich hab reichlich Versuche, die ich bis dahin gerne abgeschlossen hätte. Es soll ja schließlich nicht so aussehen, als würde ich nichts machen. Leider tut es das, wenn ich mich hauptsächlich damit beschäftige, die Versuche erstmal sinnvoll durchzuplanen oder endlich einmal die Daten alten Ergebnisse übersichtlich zusammenzustellen (das würde mir nämlich beim vergleichen der neuen Ergebnisse mit alten Daten viel Zeit sparen, aber es dauert nunmal auch etwas Zeit, ein sinnvolles Ordnungssystem aufzubauen...).
Da ich also die letzten vergangenen Tage und auch die demnächst Kommenden hauptsächlich auf Arbeit verbracht habe, gibt es nichts schönes/lustiges/spannendes zu erzählen. Immerhin verlaufe ich mich ja nun auch nicht jeden Tag ;). Aber ich habe heute mal versucht, für euch die Nacht-Dunkelheit auf einem Foto festzuhalten. Das Motiv - vom hellen Nachthimmel mal abgesehen - ist die Rückseite der Kathedrale:

Der Dom zu Turku auf meinem nach-Hause-Weg so gegen 18:45 Uhr Ortszeit.

Auf dem Bild kann man auch die ungeräumte Straße erkennen. Der Schnee ist eben festgefahren. Leider kommt mittlerweile auf den Fußwegen eine Eisschicht unter der letzten Schicht festgelaufenem Schnee zum Vorschein - ich werde also demnächst mal meine Schuh-Spikes ausprobieren :). Ein Foto zum verdeutlichen der Staßenverhältnisse habe ich noch in der heutigen Kaffeepause vor der Uni geschossen. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Die Straße vor meiner Arbeit um kurz vor 16:00 Uhr.


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Mittwoch, 25. Januar 2012

Die Dunkelheit im Winter...

... erstaunt mich immer noch so sehr, dass ich nun doch Mal davon berichten will :). Denn es ist hier die meiste Zeit auch nachts gar nicht so dunkel, wie "ihr" immer denkt. Es ist sogar erstaunlich hell in den meisten Nächten. Nur leider gelang es mir bisher nicht, dieses Phänomen auch auf Fotos erkennbar festzuhalten...
Durch den Schnee, der hier mittlerweile fast überall liegt, werden alle Lichter reflektiert. Die Straßenbeleuchtung sowie die Lichter der Einkaufszentren und Leuchtreklamen. Wenn nun der Himmel bewölkt ist, dann werden die Wolken von dem reflektierten Licht angestrahlt. Obwohl ich das Anstrahlen der Wolken natürlich auch von deutschen Großstädten kenne, wirkt das hier in Turku noch heller. Darum habe ich mich die ersten Tage zwei seit meiner Rückkehr auf dem Weg von der Arbeit nach Hause auch gefragt, wieso die Wolken über der Stadt auch 2 Stunden nach Sonnenuntergang noch hell sind. Vor meinem Weihnachtsurlaub war mir das nicht so sehr aufgefallen, allerdings lag da auch noch kein Schnee. Diese Wolken-Beleuchtung funktioniert natürlich nicht bei klarem Himmel, wie ich heute beim Verlassen der Arbeit feststellen durfte. Ohne Wolken wirkt es dann schon deutlich Dunkler hier im hohen Norden ;). Genauso wie vor meinem Urlaub ohne Schnee.

Der Schnee wird in Finnland nicht so penibel von den Straßen und Fußwegen geräumt, wie in Deutschland. Soweit ich das nun feststellen konnte, wirft man einfach erst einmal Split und Sand auf die Fußwege und lässt die Autos den Schnee festfahren. Danach kommt ein Räumfahrzeug, das den noch nicht befestigten Schnee entfernt und es wird nochmal Sand und Rollsplit gestreut. Selbst auf den Hauptstraßen ist noch eine dünne Schneeschicht neben den ausgefahrenen Fahrtrinnen erkennbar. Die einzige Stelle, an der in Turku kein Schnee auf den Wegen zu liegen scheint, ist die Fußgängerzone in der Innenstadt.

Dienstag, 24. Januar 2012

Das Rätsel um die Blutprobe...

... ist gelüftet :-). Wie nicht anders erwartet, ist es wohl eine meiner Proben. Und damit sich die neue Probe nicht so einsam fühlt, sollte ich heute aus der Turkuer Uniklinik noch eine weitere Blutprobe abholen. Der Teil des Krankenhauses, in dem sich das Labor befindet, liegt ein ganzes Stück von meinem Arbeitsplatz entfernt, auf einer anderen Straßenseite. Durch ein Tunnel-System sind alle Gebäude miteinander verbunden. Ich war bereits zweimal bei dem Labor der Klinik, jedoch war Pirjo, unsere Koordinatorin, beide Male dabei. Das erste Mal um mir zu zeigen, wo sich das Labor befindet. Das zweite Mal um sicher zu stellen, dass ich den Weg finde - was mit kleinen Tipps auch gelang. Heute sollte ich nun also den Weg ganz alleine meistern. Ganze zwei Monate nach dem letzten Versuch. 

Wer mich etwas besser kennt, weiß, dass es um meine Orientierung nicht gerade gut gestellt ist. Für die, die das tatsächlich noch nicht wissen: ich bin in München (als wir schon Jahre in der Umgebung davon lebten) einmal komplett um die Theresienwiese gelaufen, dem großen Platz, auf dem das Oktoberfest immer stattfindet. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo ich denn hier gelandet bin, und wie ich wieder zum Hauptbahnhof komme. Bis ich mir dachte, dass ich die U-Bahn-Station doch kenne, die direkt an dem Platz ist... Das reicht noch nicht als Beweis? Mein Fahrlehrer hat mich bestimmt 10-mal zu einer bestimmten Kreuzung in München geleitet, die etwas knifflig zu fahren war (man musste zum links abbiegen erst einmal die Rechtskurve des normalen Straßenverlaufs fahren und dann erst abbiegen, statt die Kurve zu schneiden. Da sich auf der Mitte der Kreuzung ein Kanaldeckel befand, nannte er die Kreuzung "Kanaldeckelkreuzung - nicht allzu kreativ aber logisch).  Bei einer der letzten Fahrstunden meinte er "und, wo fahren wir nun wohl hin". Ich war etwas verwirrt über die Frage, woher sollte ich das schließlich wissen und meinte lediglich ich hätte keine Ahnung. Er versuchte, mir Tipps zu geben "bunte Häuserreihe, Tankstelle,..." worauf hin ich nur meinte "es gibt sicherlich viele Ecken in München mit bunten Häusern.". Netter Weise gab er dann recht schnell auf und erklärte mir, dass wir gleich zur Kanaldeckel-Kreuzung kommen. Ich würde mich auch heute im Leben nicht mehr dorthin finden. 

So, zurück zur Blutprobe. Da stand ich also, bewaffnet mit einer Styroporbox voll Eis - falls der Fahrstuhl stecken bleibt, das soll im Krankenhaus des Öfteren vorkommen - und einem finnisch-sprachigen Zettel, dass ich die Blutproben abholen möchte :). Bis in den Hauptteil des Krankenhauses hatte ich es leicht geschafft, da führt nur ein Tunnel hin. Im Krankenhaus selbst wurde es kompliziert. Ich wusste, dass ich die Abzweigung zu einem langen Tunnel nehmen sollte, war mir jedoch vor dem Tunnel nicht mehr sicher, ob dies der richtige Weg sei, da neben dem Eingang Krankenhausbetten standen und die Betten beim letzten Mal erst nach der ersten Kurve im Tunnel zu sehen waren. Als ich grübelt um Gang stand kam eine Krankenschwester auf mich zu um mir zu helfen, sprach jedoch kein Englisch. Sie versuchte dann, einen anderen Krankenhausmitarbeiter zu finden, der des englischen mächtig war. Da mein Finnisch nicht ausreichte um zu sagen "vielen Dank für Ihre Hilfe, aber ich versuch diesen Weg einfach mal", konnte ich mich auch nicht davon stehlen. Die dritte Schwester, die sie ansprach konnte glücklicher Weise Englisch und bestätigte mir, dass ich den vor mir liegenden Tunnel nutzen muss, um zum gesuchten Labor zu gelangen. Auf dem Rückweg habe ich nochmal versucht, mir markante Punkte einzuprägen... Fragt sich nur, ob ein Feuerlöscher rechts neben dem Eingang wirklich markant ist. Die Krankenhausbetten, die davor standen wollte ich mir lieber nicht merken, schließlich trugen sie maßgeblich zu meiner Verwirrung auf dem Hinweg bei ;-).

Die restlichen Tage der Woche werde ich mein Labor dann erst einmal nicht mehr verlassen, schließlich ist nächsten Dienstag schon die nächste Teambesprechung und ich brauche noch ein paar neue Daten zum präsentieren...

Sonntag, 22. Januar 2012

Meine Deutschland-Erkältung...

... scheint sich endlich wieder zu legen. Ob das nun an einem ruhigen Wochenende mit viel Tee, im Bett rumlümmeln, lesen und Filme schauen liegt, oder die Erkältung sowieso langsam abgeklungen wäre, mag ich lieber nicht beurteilen - ich fand das Rumlümmel-Wochenende schön. Ein bisschen Zeit zum planen der nächsten Versuche habe ich auch gefunden und mein Fahrrad ist soweit fit für Eis und Schnee. Mit anderen Worten, die neue Woche kann kommen :). Wenn das Wetter etwas mitspielt und ich nach der Arbeit noch Zeit finde, folgen dann in den kommenden Tagen hoffentlich auch ein paar neue Fotos von Turku bei Schnee. Naja, Turku bei sehr wenig Schnee...

Samstag, 21. Januar 2012

Weit und breit kein Neuschnee ...

... und die Temperaturen steigen schon wieder gefährlich an :-(. Somit bildete sich im Laufe des Tages aus der leichten Schneedecke auf den Fußwegen mittlerweile eine rutschige Eisschicht. Und für die heutige Nacht wurde gefrierende Nässe gemeldet... Das wird morgen früh sicherlich lustig auf den Straßen. Zumindest kann ich das Thema "richtig viel Schnee" wohl für diesen Winter abhaken und mein Fahrrad wieder fit machen.

Auf Arbeit war soweit alles ruhig. Das einzige, was etwas Spannung in den Tag gebracht hat, war die Tatsache, dass eine Blutprobe an unsere Abteilung gesendet wurde, die von niemandem erwartet wurde. Da scheinbar nur ich zurzeit ab und an mit Patientenblut hantiere, durfte ich das Blut abholen und erst einmal in meinem Tiefkühlschrank verstauen. Nun warte ich erst einmal Jukkas Antwort an, ob die Blutspenderin auch wirklich zu unserem Projekt gehört... Das Wochenende werde ich mal dazu nutzen, endlich meine Tasche vollständig auszupacken, die restliche Wäsche zu waschen, meine nächsten Versuche zu planen und das Fahrrad zu putzen und schneetauglich zu machen :).

Freitag, 20. Januar 2012

50-60 cm Neuschnee...

... sind heute leider noch nicht gefallen. Die Finnen schwindeln also, was das Wetter angeht. Janne hat heute extra den Arbeitsweg zu Fuß bestritten, damit er nicht im vielen Schnee nach Hause fahren müsste und selbst die Tageszeitungen behaupteten "Lunta tulee ja paljon" - wortwörtlich: "Schnee kommt und viel" oder in besserem Deutsch: "Der Schnee kommt, und das in Mengen"...  Aber vielleicht verzögert sich das ganze ja nur um einen Tag.
Etwas Gutes hatte diese Schneeankündigung dennoch, ich glaube, ich habe heute das Bussystem verstanden. Zumindest wurde mir heute beim Blick auf eine Tariftabelle direkt hinter dem Fahrersitz klar, weshalb ich am Montag Abend bei der Fahrt vom Flughafen in die Stadt einen Euro mehr bezahlen musste, als sonst bei jeder Fahrt. Die verlangen nach 23:00 Uhr einen Nachtzuschlag ;-).
Auch gelang es mir heute, an der Bushaltestelle auszusteigen, an der ich aussteigen wollte. Am Dienstag morgen habe ich im Internet gesucht, welche Busse mich zur Arbeit bringen würden und alle aufgelisteten Nummern notiert. Leider übersah ich dabei die Information, wie viele Meter ich zusätzlich noch laufen muss. Somit fand ich mich am Dienstag in einem Bus wieder, der zwar auf der Hauptstraße recht nah am Klinikum hielt, jedoch nicht die Kurve direkt zur Klinik fuhr - ich hätte eben die paar Meter laufen müssen. Die nächste Haltestelle - immer noch an der Hauptstraße - lag dann jedoch hinter den Bahngleisen und der Weg zurück zur Klinik stellte sich als deutlich schwerer heraus, als erwartet. Da ein Parkhaus als Brücke über die Bahnschienen gebaut wurde, versuchte ich, durch das Parkhaus zurück zur richtigen Seite der Gleise zu gelangen. Von da führte aber kein Weg zu dem Gebäude, in dem ich arbeite - letztendlich musste ich somit den gesamten Weg zurück laufen. Am Abend auf dem Heimweg habe ich mir dann die Busnummern gemerkt, die direkt vor der Klinik halten. Gestern stieg ich dann in einen dieser Busse ein, bekam jedoch an der Klinik-Haltestelle auf der Hauptstraße Panik - was, wenn der Bus hinzu eine andere Route fährt, als auf dem Rückweg in die Stadt?! Und sitze ich wirklich im richtigen Bus? Die Aussicht, nochmal den gesamten Weg des Vortages zurück zu laufen brachte mich dazu, eine Station vor der geplanten Haltestelle auszusteigen und lieber zu beobachten, welchen Weg der Bus wohl wählen würde. Wie sich heraus stellte, hätte ich noch kurz sitzen bleiben können. Heute morgen habe ich somit den gleichen Bus gewählt und es tatsächlich geschafft, an der richtigen Station auszusteigen :-). Nun muss ich nur noch herausfinden, an welcher Seite des Marktplatzes die beiden anderen Buslinien abfahren, die mich zur Arbeit bringen würden. Wenn der Wintereinbruch und der viele versprochene Schnee nun doch noch kommen, weiß ich aber vorerst zumindest eine Haltestelle und Buslinie, die mich sicher an mein Ziel bringt.

Nach meinem Feierabend habe ich heute noch dem Mobilfunkbetreiber einen Besuch abgestattet, bei dem ich meinen Internetvertrag habe. Schließlich brauche ich langsam einen richtigen Handyvertrag und wollte mir wenn möglich die erneute Zahlung von 300 Euro Kaution ersparen. Allerdings konnte mir der Mitarbeiter nicht versprechen, dass man meine bisherige Kaution auch für diesen Vertrag verwenden könnte, da ich bisher noch keine Rechnungen bekommen habe und somit nicht klar sei, ob ich diese Rechnungen auch pünktlich begleichen würde. Dass das Problem bei den Rechnungen für den Internetvertrag bei der Firma lag und nicht bei mir, hat er gerne übersehen ;-). Genauso, wie er bei der "Beratung" den für mich optimalen Vertrag nicht selbst gesehen hat (schnelles Internet via Handy und günstige Gesprächskosten ohne Freiminuten, da ich selbst die kleinste Menge von 150 Minuten im Monat wohl nicht voll bekäme). Aber trotz mangelnder Finnisch-Kenntnisse habe ich ja den passenden Vertrag in ihrem Angebot gefunden, mir nochmal erklären lassen, dass es tatsächlich das war, wonach ich suchte und diesen Vertrag dann abgeschlossen. Nun muss ich lediglich abwarten, ob die Karte in den nächsten Tagen freigeschalten wird, oder eine Rechnung für die Kaution in meinem Briefkasten landet.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Und schon hat mich der Alltag...

... wieder. Schreibtisch - Labor - Mensa - Schreibtisch - Mittwochsseminar besuchen - Schreibtisch - Feierabend. Bei einem der vielen Schreibtisch-Besuche fiel mir auf, dass ich scheinbar nicht alle Info-eMails der Universität erhalte. Zumindest erzählte mir Pirjo, unsere Lektorin/Koordinatorin, dass irgendwann im Januar ein Seminar für Doktoranden angeboten wird, bei dem wir hilfreiche Tipps erhalten sollen. Doch auch nach zweimaligem durchsuchen meiner Mails fand ich keine entsprechende Einladung. Bei weiterem nachforschen stellte sich heraus, dass ich eigentlich wöchentlich einen Newsletter erhalten solle, der nun für mich bestellt wurde. Allerdings war die Veranstaltung bereits am vergangenen Freitag, so dass die fehlenden eMails zumindest für diesen Fall kein wirkliches Problem waren. Um mich wenigstens für irgendeinen Kurs neu einzuschreiben, habe ich mich mal für einen "Academic Presentation Skills"-Kurs beworben - Also lerne ich hoffentlich ab April, wie man wissenschaftliche Vorträge hält. Einen Kurs zum wissenschaftlichen Schreiben gibt es erst ab September wieder. Hoffentlich verpassen Janne und ich dieses Jahr nicht wieder den Beginn der Einschreibungsfrist, denn dieser Kurs ist immer hoffnungslos überfüllt.
Da mein Fahrrad aktuell noch in der Wohnung steht und auf eine Grundreinigung und das Schmieren der Kette wartet, habe ich die letzten beiden Tage den Arbeitsweg zu Fuß und mit Bus gemeistert. Über das finnische Bussystem werde ich allerdings morgen erst berichten... ich will die Hoffnung noch nicht aufgeben, das Bussystem vielleicht doch zu verstehen :) Und da mich meine Erkältung aus Deutschland immer noch plagt und für die heutige Nacht und den morgigen Tag viel Neuschnee angesagt wird, lasse ich mein Fahrrad mal noch 1-2 Tage warten.

Dienstag, 17. Januar 2012

Mein erster Arbeitstag...

... im neuen Jahr ging ziemlich ruhig los. Erst einmal wurde nachgeschaut ob die ausstehenden Lieferungen mittlerweile eingetroffen sind und sich am richtigen Lagerplatz befinden, dann die eMails der letzten Wochen nochmal gesichtet und in entsprechende Ordner sortiert - man will ja schließlich alles wiederfinden wenn man es mal braucht. Anschließend habe ich zusammengesucht welche Proben bearbeitet werden müssen und ob dafür das jeweilige Material bereit steht. Nun habe ich erst einmal wieder einen groben Überblick was ich in der nächsten Zeit machen will/darf/muss und die nächsten Tage werden dann wieder zunehmend unruhiger (stressiger klingt ja so negativ). 
Auf dem Heimweg habe ich noch schnell dafür gesorgt, dass wieder Nahrung in meinem Kühlschrank liegt. Nun stellt sich mir allerdings die Frage, wieso es mich Monate gebraucht hat, um mich an die finnischen Preise zu gewöhnen... Und all die harte Anpassungsarbeit nach einem Monat in Deutschland wieder zunichte gemacht ist. Einkaufen hier ist wirklich teurer :-/. 
Da mir mein Souvenir aus der Heimat, die Erkältung, trotz Medikamente zu schaffen macht werde ich heute aber mal wirklich zeitig ins Bett verschwinden und es mit gesund schlafen versuchen :).

Die letzten Tage...


gingen viel zu schnell vorbei. Heute ging es somit über Kopenhagen zurück nach Turku - alles wie geplant. In Turku angekommen habe ich erst einmal meine Post gesichtet. Da fanden sich hauptsächlich Briefe von der Uni bezüglich meiner Einschreibung als Student, eine Stromrechnung und viel KELA-Post. Die KELA hat mir gleich drei KELA-Karten zugeschickt - zwei Karten für Finnland, einmal gültig bis 31.1.2012 und einmal bis 31.12.2012 sowie eine Karte für das europäische Ausland bis zum 31.12.2012. Die Auslandskrankenkassenkarte bis zum 31.01.2012 hat mir die KELA freundlicher Weise schon vor meiner Abreise zugestellt. Ich wurde nun also weiterhin temporär versichert. Mal sehen, ob ich es in den vier Jahren doch noch zu einem permanenten Versicherungsstatus schaffe :).

Da mein letzter Bericht schon eine Weile her ist, kommt hier nochmal eine kurze Zusammenfassung der vergangenen Tage. Nach unserem Wien-Urlaub war ich noch ein paar Tage in München und habe Freunde aus der Grundschule, dem Gymnasium und aus der Studienzeit in Köthen wiedergetroffen - vorzugsweise Abends/Nachts... Am vorletzten Wochenende wollte ich dann mit der Bahn nach Halle, noch einen Studienfreund und dessen Freundin treffen - allerdings wollte die Bahn nicht so recht. Es fuhren zur exakt gleichen Zeit zwei ICEs von München nach Berlin, wobei einer etwas schneller war und über Halle ging und eine langsamere Strecke über Leipzig führte. Leider war auf der großen Anzeigetafel nur ein ICE angezeichnet und der Bahnangestellte meinte, es wäre ja sinnlos wenn zwei Züge zur gleichen Zeit mit dem gleichen Ziel abfahren, der Zug hieße nur anders unter der Woche als am Wochenende. Somit saß ich letztendlich im falschen Zug, wurde aber netter Weise in Leipzig abgeholt :). Nach einem schönen Nachmittag und Abend mit den Beiden ging es dann am Montag Morgen weiter nach Jena. Mein Onkel und seine Familie waren so nett, mir eine Woche lang Asyl zu geben. Durch die Woche in Jena konnte ich dort auch mal wieder viele Freunde wiedersehen, meine Großeltern besuchen und sogar mal an der Fachhochschule schauen, ob da noch alles wie "damals" ist.
Das letzte Wochenende gab es dann eine große Familienfeier zum  80. Geburtstag meiner Oma - die nächste schöne Gelegenheit viele Leute mal wieder zu sehen, die ich teilweise schon einige Jahre nicht mehr getroffen hatte. 

Ab morgen hat mich dann der Alltag wieder,... für euch bedeutet das: wieder regelmäßiger neuen Lesestoff :)

Mittwoch, 4. Januar 2012

Drei Tage Wien...

... über Silvester war eines meiner Weihnachtsgeschenke. Unter dem Weihnachtsbaum fanden sich außerdem noch ein paar Bücher, Kopfhörer, eine Tasche und eine Dose Kakao mit Marshmallows. 
Am Morgen des 29. Dezembers ging es los Richtung Wien, so dass wir mittags schon die ersten Eindrücke sammeln konnten. Nach dem Mittagessen haben wir den Stephansdom sowie die Krypta unter dem Dom besichtigt - die Führung durch die Krypta war gespickt mit trockenen, sarkastischen Kommentaren des Kryptenführungsmenschen. Seine 1:1-Übersetzung auf Englisch für die ausländischen Teilnehmer war jedoch eher unfreiwillig komisch denke ich :). Am Abend habe ich den Wellness-Bereich des Hotels ausprobiert - ich wollte schließlich sehen, was man in Österreich als finnische Sauna bezeichnet. Die Sauna an sich war nett, allerdings wurde sie bevor ich rein bin wohl eine Weile nicht genutzt, so dass die Luft viel zu trocken war. Und die Sanduhr an der Wand wirkte etwas seltsam, denn in Finnland hieß es immer, man solle einfach so lange drin bleiben bis man es nicht mehr aushält. Egal ob 5, 10 oder 30 Minuten. 

 Der Stephansdom bei Nacht.

Eine Seite der Hofburg...

 ... natürlich mit Denkmal auf dem Vorplatz.

Innenhof der Hofburg.

Am 30. Dezember stand am Morgen die Hofburg mit dem Sissi-Museum auf dem Programm... Die Hofburg ist riesig, also wirklich richtig richtig groß. Daher sind dort sehr viele Museen untergebracht, aber bei drei Tagen Aufenthalt muss man sich eben auf das bekannteste beschränken :). Am Nachmittag haben wir die Einkaufsmeile Wiens erkundet. Silvester, der letzte volle Tag in Wien, begann mit einem Besuch des Schloss Schönbrunn, natürlich wieder mit Museumsbesuch. Um das schöne Wetter zu genießen ging es danach noch ein Stück durch den Schlossgarten. 

 Schloss Schönbrunn von vorne...

 ... und von hinten.

Brunnen im Schlossgarten.

Am Nachmittag waren wir dann am Wiener Prater. Auch wenn zu Silvester nicht alle Fahrgeschäfte geöffnet waren, fand ich den Prater toll. Vom Riesenrad aus hatte man einen schönen Blick über die Stadt und zwei schnellere Fahrgeschäfte mit Überschlägen haben mir danach noch einen netten Adrenalinausstoß beschert :-).

 Das Riesenrad in der Ferne...

... bietet einen schönen Blick über die Stadt ...

... und einen netten Anblick im Dunkeln.

Nach dem Prater-Besuch haben wir noch eine Stunde im Hotel entspannt bevor wir in die Stadt zum Abendessen und Silvester feiern gefahren sind. In der Innenstadt gab es mehrere Bühnen mit Live-Musik und natürlich viele Stände die die feiernde Menge mit Sekt und Co. versorgt haben. Den Start ins neue Jahr haben wir dann auf dem Stephansplatz gefeiert:

Feuerwerk am Stephansplatz.

An Neujahr fuhren wir dann wieder zurück nach Hause und hielten unterwegs noch an der Klosteranlage Melk. Natürlich gibt es auch hiervon noch ein Foto:

 Eingang zum Kloster...

... und der Innenhof der Anlage.

Sonntag, 1. Januar 2012

Silvester-Sonderbeitrag...

... Für meine Großeltern: ich wünsche euch ein gesundes und frohes Neues Jahr! Allen anderen fleißigen Lesern natürlich auch ein schönes neues Jahr. Wenn ich von der Silvesterreise zuruck bin, gibt es hier wieder mehr zu lesen :-).